Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Erinnerung an Appenzeller-Olma

Am Festumzug 2006 präsentierten sich In- und Ausserrhoden herausgeputzt und «gsonntiget». Während zehn Tagen war die Gallusstadt fest in Händen von «Helewie Appenzellerland».
Andy Lehmann
Der farbenfrohe und fröhliche Festumzug 2006 wurde von einem typisch appenzellischen Alpaufzug angeführt. (Bild: PD)

Der farbenfrohe und fröhliche Festumzug 2006 wurde von einem typisch appenzellischen Alpaufzug angeführt. (Bild: PD)

Seit die Appenzellerinnen und Appenzeller letztmals die Gallusstadt in Beschlag genommen haben, sind fast auf den Tag genau zehn Jahre ins Land gezogen. Unter dem Slogan «Helewie Appenzellerland» präsentierten sich In- und Ausserrhoden als Gastkanton an der Olma.

«Der kleinste gemeinsame Nenner ist die Wurst. Ihr habt die St.Galler Bratwurst, wir die Appenzeller Südworscht. Wenn wir nach St.Gallen kommen, ist die Bratwurst Pflicht, und wenn die St.Galler das Appenzellerland besuchen, geniessen sie eine Südworscht, weil dann auch <e betzeli Senf> dazu erlaubt ist», sagte Ausserrhodens Regierungsrätin Marianne Koller-Bohl anlässlich der Olma-Eröffnung 2006.

Am Tag des Gastkantons mit dem Olma-Umzug hatte man das Gefühl, Herisau sei vom Aussterben bedroht. Kinder, Frauen und Männer verliessen früh morgens festlich gekleidet oder in der Appenzellertracht die Gemeinde. Auf der Strecke Richtung Winkeln tuckerten viele Traktoren, manche davon mit Anhänger bestückt und dem Ziel, die Olma- Stadt rechtzeitig zu erreichen.

Wenn die Appenzeller mit über 2400 Teilnehmenden am Festumzug durch die Strassen und Gassen ziehen, darf ein sennischer Alpaufzug nicht fehlen. Die Bauernfamilie Hansueli und Rita Buff aus Stein führten mit rund 30 Kühen, sieben Ziegen und einem Stier sowie einem Ledi und einem Sauwagen den Festumzug an. Das «Öberefahre» in die Stadt ist mit grossem Aufwand und einem rund dreistündigen Marsch nach St.Gallen verbunden. Die beiden Halbkantone präsentierten sich im Sonntagskleid. In sieben Themenblöcken präsentierten sie ihr Appenzell und spannten den Bogen von Bildung bis hin zu kulinarischen Genüssen. Innerrhoderinnen in ihren schönen Sonntagstrachten verzückten die Tausenden Zuschauer an der Umzugsstrecke ebenso wie die Jodler mit Schelleschötte und Talerschwingen.

Überraschende Elemente eingebaut

Silvesterchlaus-Schuppel waren am Umzug ebenso vertreten wie die «Swiss Wrestler», also die Schwinger mit ihrem Wagen. Auch der Herisauer Ehrenbürger Gidio Hosestoss verliess erstmals samt Pfarrer und Trauernden das Gemeindegebiet. Zahlreiche Vereine wie etwa die Turnerinnen und Turner oder die Biedermeier in ihren Kostümen prägten den mit viel Applaus bedachten Umzug. Pferdegespanne und viele Tiere erfreuten die in mehreren Reihen am Strassenrand stehenden Zuschauer. Den Machern des Umzugs um Ernst Bischofberger gelang es, das Appenzellerland nicht nur im gewohnt klischeehaften Bild zu präsentieren. Auch Ungewohntes belebte den farbenfrohen und von Appenzeller Fröhlichkeit begleiteten Umzug.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.