Ergänzungswahlen
In Wald gibt es erste Interessenten für das Gemeindepräsidium

Im April wird die Nachfolge von Edith Beeler gewählt. Die Gemeindepräsidentin von Wald hatte vergangenen November ihren Rücktritt eingereicht. Noch gibt es keine offiziellen Kandidaten. Aber Interesse an dem Amt besteht.

Astrid Zysset
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Die Vorderländer Gemeinde Wald umfasst knapp 900 Einwohner. Im April wird eine neue Gemeindepräsidentin oder ein neuer Gemeindepräsident gewählt.

Die Vorderländer Gemeinde Wald umfasst knapp 900 Einwohner. Im April wird eine neue Gemeindepräsidentin oder ein neuer Gemeindepräsident gewählt.

Bild: Karin Erni

Von einem «regen Interesse» an dem frei werdenden Gemeindepräsidium in Wald will die amtierende Gemeindepräsidentin Edith Beeler nicht sprechen. Aber immerhin: Erste Gespräche mit möglichen Kandidaten finden bereits statt. Einzelne wurden angefragt, andere meldeten sich von sich aus. Ob sich aus diesen Vorgesprächen auch tatsächlich offizielle Kandidaturen entwickeln werden, ist ungewiss. «Aber die Hoffnung stirbt zuletzt», sagt Beeler und lacht. Denn:

«Im Appenzellerland ist es schon oft vorgekommen, dass Kandidaten erst kurzfristig in Erscheinung getreten sind.»

Findet sich keine geeignete Nachfolge, müsste das Amt ad interim von der Vizepräsidentin ausgeführt werden. Das wäre gemäss Beeler aber Plan C. Plan B wäre eine kurzfristige Amtszeit eines möglichen Interessenten. Mit diesem würden demnächst Gespräche geführt.

Edith Beeler ist seit 2015 Gemeindepräsidentin von Wald.

Edith Beeler ist seit 2015 Gemeindepräsidentin von Wald.

Bild: David Scarano

Unattraktives Arbeitspensum

Doch warum ist der Ansturm auf das frei werdende Amt nicht grösser? Gemäss Beeler ist das Pensum von 35 Prozent schuld daran. Vor allem jüngere Leute würden Vollzeit arbeiten. Viele Interessenten verfügen aber nicht über einen solch flexiblen Arbeitgeber, der es erlauben würde, das Pensum zu kürzen und der flexibel auf Sitzungstermine wie auch Anlässe reagiert. Solche Rahmenbedingungen seien aber vonnöten, um dem Amt des Gemeindepräsidenten gerecht zu werden. Das Amt an sich erachtet Edith Beeler als attraktiv.

«Ich habe Einblicke in Themenbereiche erhalten, mit welchen ich ansonsten keine Berührungspunkte gehabt hätte. Das Präsidium ist eine gute Lebensschule –spannend und lehrreich zugleich.»

Der ehemalige Gemeindepräsident von Wald, Jakob Egli, der vergangenen Juni sein Politcomeback gab und zum neuen Gemeinderat gewählt wurde, lehnt eine erneute Kandidatur für das Präsidium auf Anfrage hin ab.

In Grub und Lutzenberg treten die Gemeindepräsidentinnen ebenfalls ab. Kandidaten sind in beiden Gemeinden jedoch noch nicht in Sicht. In Lutzenberg findet am 27. Januar eine öffentliche Orientierungsveranstaltung statt, an welcher sich mögliche Kandidatinnen und Kandidaten direkt vorstellen können. Der erste Wahlgang findet am 11. April statt.