Erfolgreiches Jahr für Hof Weissbad AG

Die Hof Weissbad AG blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 zurück. In Zeiten, in denen die Wirtschaft über die Frankenstärke klage, nütze der Schrei nach staatlicher Soforthilfe nichts, sagte der Verwaltungsratspräsident. Viel eher seien gute Ideen und Innovationskraft Mittel zum weiteren Bestehen.

Bruno Eisenhut
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Auch zur Eröffnung trat der Nachwuchs auf: Das Buebechörli Stein. (Bilder: bei)

Auch zur Eröffnung trat der Nachwuchs auf: Das Buebechörli Stein. (Bilder: bei)

APPENZELL. Verwaltungsratsmitglied Guido Koller sagte nicht ohne Stolz an der gestrigen Generalversammlung der Hof Weissbad AG, dass die Finanzlage sonnig sei. «Kaum eine Wolke ist derzeit am Himmel.» Anschliessend führte er vor den gut 850 anwesenden Aktionären das finanzielle Ergebnis der Hof Weissbad AG aus. Der Umsatz im Jahr 2014 betrug rund 20,8 Millionen Franken (+0,5 Mio. Franken zum Vorjahr), und der Reingewinn beträgt 639 000 Franken. Im vergangenen Jahr verbuchte das Hotel rund 42 500 Logiernächte und weist eine Auslastung von gut 95 Prozent aus. Der Verwaltungsrat beantragte den Aktionären, eine Dividende von vier Prozent auszubezahlen. Dies bedeutet Fr. 31.20 pro Aktie. Die Stimmberechtigten zeigten sich mit dem Jahresergebnis zufrieden und winkten den Antrag der Dividendenauszahlung einstimmig durch.

Kein Schrei nach Hilfe

Auch Verwaltungsratspräsident Sepp Breitenmoser zeigte sich mit dem Resultat äusserst zufrieden. Dennoch gelte es auch in Zukunft, mit guten Ideen zu überzeugen. Er prophezeite dies in Zusammenhang mit der allgegenwärtigen Diskussion um die Frankenstärke. Auch der Hof Weissbad sei davon betroffen. Er verbiete sich aber, von einer Wirtschaftskrise zu sprechen und nach staatlichen Hilfen zu schreien. Die Politik könne den Unternehmungen nicht mit kurzfristigen Massnahmen helfen. Was sie könne, sei Rahmenbedingungen schaffen, welche die Innovationskraft der Unternehmungen nicht hemme, so Breitenmoser. Alles andere müssten die Unternehmungen selber lösen, so sein Fazit.

Marschhalt eingelegt

Nicht von Innovation, sondern von einem grossen Akt sprach Sepp Breitenmoser in Zusammenhang mit der angestrebten Erweiterung der Wellness-Anlage. Der Verwaltungsrat hat nach ausführlichen Abklärungen beschlossen, in diesem Projekt einen Marschhalt einzulegen. Die Kostenberechnung brachte höhere Aufwände als erwartet hervor, und anderen Investitionsbedürfnissen wurde eine höhere Priorität zugeordnet. Der Verwaltungsrat nimmt sich laut Sepp Breitenmoser die notwendige Zeit, um bauliche, finanzielle und organisatorische Konsequenzen gezielt abzuklären. Im Herbst 2015 soll ein Beschluss zum Gesamtprojekt fallen; ist dieser positiv, wird die Generalversammlung 2016 über eine Projektplanung abstimmen können.

Der gesamte Verwaltungsrat wurde von den anwesenden Aktionären einstimmig im Amt bestätigt.

Nachwuchs im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt der Generalversammlung stand der Berufsnachwuchs. In verschiedenen Berufsgattungen bildet der Hof Weissbad junge Berufsleute aus der Region aus. Nach der GV präsentierten sich die Auszubildenden in einem Werbefilm.

Verwaltungsratspräsident Sepp Breitenmoser zusammen mit Auszubildenden des «Hof Weissbad».

Verwaltungsratspräsident Sepp Breitenmoser zusammen mit Auszubildenden des «Hof Weissbad».

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