Erfolgreiche Toggenburger

Das «bandXost» 2011 hat seinen Sieger: A Phobic Smile gewann das grosse Finale in der St. Galler Grabenhalle und holte nach dem zweiten Platz im Vorjahr den Sieg. Die Plätze zwei und drei gehen an Crescent Moon und Maewi.

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ST. GALLEN. Letztes Jahr im Finale noch knapp geschlagen, jetzt zuoberst auf dem Siegertreppchen: A Phobic Smile haben den Sieg am diesjährigen «bandXost» davongetragen. Die Gruppe aus Widnau, die seit rund eineinhalb Jahren besteht, war von allen Finalteilnehmern sowohl musikalisch als auch technisch am weitesten. Sie begeisterte mit ihrem durchdachten und durchdringenden Post Hardcore, ihren hervorragend ausgearbeiteten Songstrukturen, ihrer Präzision, den packenden Melodien und dem variantenreichen Gesang von Cedric Ziegler, der sich mit Marco Hafners Screams paarte. Es fühle sich super an, mit dem Sieg in der Tasche nach Hause zu gehen, richtig realisieren könnten sie es aber noch nicht, meinten A Phobic Smile nach ihren Triumph. «Es ist auf jeden Fall eine wunderbare Bestätigung für unsere Arbeit und eine grosse Motivationsspritze», sagte Sänger Cedric Ziegler. Nun würden sie weiter fokussiert an ihren Songs arbeiten und nächstes Jahr die Produktion ihres ersten Albums, die ihnen der Sieg am «bandXost» eingebracht hat, in Angriff nehmen. «Wir wollen uns aber nicht unter Druck setzen lassen und nichts überstürzen», so die Band.

Wattwiler holen Silber

Den zweiten Platz und damit ein Fördergeld von 2000 Franken sicherten sich Crescent Moon, die ebenfalls bereits letztes Jahr im Finale standen. Die Metal Band aus Wattwil zeigte noch einmal eindrücklich auf, dass sie in den vergangenen zwölf Monaten einen grossen Schritt nach vorne gemacht hat. Sie überzeugte sowohl in der Vorausscheidung als auch im Finale mit ihrem dynamischen und präzisen Spiel, kraftvollem Drumming, geschickten Tempowechseln und interessanten Instrumental-Passagen. Die fünf Musiker gehen in zwei Wochen ins Studio, um ihre erste EP aufzunehmen, und freuten sich umso mehr über den finanziellen Zustupf.

Auch Bronze geht ins Toggenburg

Der dritte Platz, ein Förderpreis von 1000 Franken, ging an Maewi. Das Trio aus dem Toggenburg traf mit seinen luftigen, in schöne Geschichten verpackten Mundart-Popsongs, die von der kräftigen und ausdrucksstarken Stimme von Sängerin Nadia Wittenwiler getragen werden, voll ins Schwarze. Ihre eingängigen Melodien füllten die Grabenhalle bis in den hintersten Winkel. Auch die anderen Finalteilnehmer – Helliopolis, Youslez, Pirmin Baumgartner, Glove und Dachs – spielten sehr gute Konzerte und begeisterten sowohl die Jury als auch das Publikum. Dass es ihnen am Ende nicht aufs Podest gereicht hat, soll ihre Arbeit nicht abwerten. Im Gegenteil: Sie und alle anderen Gruppen, die sich nicht fürs Finale qualifiziert haben, haben dazu beigetragen, dass die diesjährige Austragung des «bandXost» in den Kantonen St. Gallen und Appenzell sowie dem Fürstentum Liechtenstein ein voller Erfolg wurde. Und dafür gebührt jedem Einzelnen von ihnen grosser Dank. (pd)