Erfolgreiche Sparübung 2012

Die Gemeinde Oberhelfenschwil schliesst die Rechnung 2012 mit einem Ertragsüberschuss von 243 000 Franken ab. Der Verkauf von Bauland und Einsparungen im Schul- sowie im Verwaltungswesen tragen massgeblich zu diesem guten Resultat bei. Trotzdem geht das Sparen weiter.

Urs M. Hemm
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Das Auszählen ist unnötig. Die Oberhelfenschwiler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger genehmigten die Rechnung 2012 einstimmig. (Bild: Urs M. Hemm)

Das Auszählen ist unnötig. Die Oberhelfenschwiler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger genehmigten die Rechnung 2012 einstimmig. (Bild: Urs M. Hemm)

OBERHELFENSCHWIL. Ein wirtschaftlicher Umgang der Schulgemeinde mit den Gemeindefinanzen, Einsparungen im Bereich Verwaltung und vor allem der Verkauf von Gemeinde-Bauland an der Bogenstrasse für das Mehrfamilienhaus-Projekt «Sunnehus» brachten der Gemeinde Oberhelfenschwil in der Rechnung 2012 einen Ertragsüberschuss in der Höhe von rund 243 000 Franken. «Doch auch ohne den ausserordentlichen Buchgewinn des Landverkaufs, hätte die Rechnung 2012 mit einem Ertragsüberschuss abgeschlossen werden können», betonte Toni Hässig, Gemeindepräsident von Oberhelfenschwil. Die 69 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger genehmigten am Montagabend an der Bürgerversammlung in der Sonnenberghalle die Rechnung 2012 ohne Gegenstimme. Der Ertragsüberschuss wird auf das Konto Eigenkapital übertragen, das neu knapp 589 000 beträgt.

Sparen geht weiter

Mit einem Anteil von jeweils rund 47 Prozent oder 3,07 Millionen Franken hängen die Einnahmen der Gemeinde grösstenteils von Steuern und Abgaben sowie vom Finanzausgleich des Kantons ab. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung, der kantonalen Sparpolitik und der bevorstehenden Neugestaltung des Finanzausgleichs sei zu erwarten, dass aus diesen Quellen künftig weniger Mittel fliessen werden, so Toni Hässig. Um diese Mindereinnahmen kompensieren zu können, seien Einsparungen der einzige Weg. Da viele Ausgabenpositionen jedoch gebunden und somit nicht beeinflussbar seien, müsse bei den nicht gebunden Ausgaben der Hebel angesetzt werden. So konnte beispielsweise im Bereich Bürgerschaft, Behörden und Verwaltung gegenüber dem Budget über 157 000 Franken eingespart werden. Insgesamt reduzierte sich der Anteil dieses Kontos an den Gesamtausgaben von 11 Prozent 2011 auf 9,8 Prozent im vergangenen Jahr.

Ein wesentlicher Teil der Ausgaben jeder Gemeinde macht das Bildungswesen aus. Mit einem Anteil an den Nettoausgaben von 64,8 Prozent lagen die Aufwendungen für die Schule Neckertal 2012 um vier Prozent niedriger als im Vorjahr. «Mit einem Aufwand von rund 4,04 Millionen Franken zu Lasten der Gemeinde Oberhelfenschwil liegt das Ergebnis etwa 276 000 Franken unter den budgetierten 4,32 Millionen Franken, was massgeblich zum guten Abschluss der Gemeinderechnung beigetragen hat», betonte Toni Hässig. Für in Heimen untergebrachte Jugendliche bezahlte die Gemeinde knapp 16 000 Franken Schulgeld.

Starke Abweichungen

Der Bereich Gesundheit liegt mit einem Aufwand von gut 110 000 Franken nur knapp über dem Budget. Finanziert wurden mit diesem Betrag einerseits die geleisteten Stunden der Spitex Neckertal mit etwa 44 000 Franken. Andererseits wurde damit der Kostenanteil an der Pflegefinanzierung mit gut 57 000 Franken abgedeckt.

Bei der Kostenstelle Soziale Wohlfahrt sind Abweichungen vor allem beim Aufwand für die Amtsvormundschaft Toggenburg, bei den Mutterschaftsbeiträgen und bei den Pflegegeldern für Pflegekinder festzustellen. «Diese Ausgaben unterliegen starken Schwankungen, die praktisch nicht beeinflussbar und im Budget entsprechend nicht verlässlich planbar sind», erläuterte der Gemeindepräsident. Wurden für die beiden erst genannten Posten rund 31 000 Franken mehr aufgewendet als budgetiert, fielen die Kosten für die Unterbringung von Kindern in Heimen mit einem Minderaufwand von knapp 57 000 Franken deutlich tiefer aus als budgetiert. Netto gab die Gemeinde Oberhelfenschwil 2012 somit rund 453 000 Franken für die soziale Wohlfahrt aus.

Der strenge Winter führte in der Rechnung 2012 im Bereich Verkehr zu Mehrkosten in der Höhe von rund 31 600 Franken bei der Kostenstelle Winterdienst .

Projekte zum Abschluss gebracht

Nachdem die Sanierung der Feldstrasse um ein Jahr verschoben wurde, weicht die Investitionsrechnung um gut eine halbe Million Franken vom Budget ab. Dennoch wurden Investitionen in Höhe von rund 300 000 Franken getätigt. Am meisten Kosten verursachte mit 63 000 Franken die Abwasser-Planung. Damit konnte per Ende 2012 der generelle Entwässerungsplan abgeschlossen und abgerechnet werden. Das Projekt kostete insgesamt knapp 297 000 Franken. Im Gemeindehaus wurde die Ölheizung durch einen Anschluss an den Wärmeverbund Dorf ersetzt und die Räumlichkeiten im ersten Obergeschoss für die neue Mieterin «Waldregion 5» für rund 130 000 Franken umgebaut. Die Ausgaben für die Richt- und Zonenplanung betragen etwa 63 000 Franken. Zudem konnte das Projekt Verkehrssicherheit Dorfplatz abgeschlossen werden, das 48 300 Franken kostete.

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