Erfolgreiche Berufstage

Kürzlich fanden die Berufstage an der Appenzeller Holzfachschule in Teufen statt. Jugendliche von der 2. Oberstufe der Schule Oberes Neckertal haben den «hölzigen» Berufstag» miterlebt.

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Kürzlich fanden die Berufstage an der Appenzeller Holzfachschule in Teufen statt. Jugendliche von der 2. Oberstufe der Schule Oberes Neckertal haben den «hölzigen» Berufstag» miterlebt.

Den Jugendlichen sollen die holzverarbeitenden Berufe Schreiner und Zimmermann mit konkreter Tätigkeit in eintägiger Einführung nähergebracht werden. Das ist möglich dank der Schreiner- und Zimmermeister der beiden Appenzeller Halbkantone, die entsprechende Berufsorientierungstage anbieten. Insgesamt nahmen dieses Jahr 245 Schülerinnen und Schüler mit 20 Lehrpersonen an den sieben angebotenen «Schnuppertagen» teil. Je einen halben Tag lang ging es in der Appenzeller Holzfachschule Teufen um den Beruf des Schreiners und um jenen des Zimmermanns. Die Schüler des Oberen Neckertales machen bei den Appenzellern mit, weil die Schüler aus Schönengrund in St. Peterzell in die Oberstufe gehen.

Fotorahmen erstellen

Die 2. Oberstufe Schule Oberes Neckertal, St. Peterzell, berichtet: «Unsere Gruppe war zuerst in Sachen Schreiner unterwegs. In einem Film wurde uns das Berufsbild des Schreiners gezeigt. Danach machten wir uns auf zum praktischen Teil. Wir durften einen Fotorahmen fertigstellen. Der Fotorahmen war in der Grundform gefräst und vorbereitet. Unsere Aufgabe bestand nun darin, als erstes beim eingeschobenen Teil die Rundungen an den Ecken einzuzeichnen und diese mit der Feile zu bearbeiten, so dass die Rückwand möglichst genau eingepasst war. Die nächsten Schritte waren dann, in der Rückwand zwei Bohrlöcher einzumessen und zu bohren, um den Bilderrahmen aufhängen zu können; ein weiteres Loch musste für eine Schraube eingemessen und gebohrt und abgesenkt werden; das Logo der Holzfachschule durfte aufs Holz eingebrannt werden; alle Kanten und Flächen mussten nun mit Schleifpapier gerundet und verputzt werden. Zum Schluss gab es noch einen Rundgang durch den Maschinenpark, in dem das eine oder andere an den Maschinen erklärt wurde. Eindrücklich war dabei sicher auch die CNC-Fräsmaschine, welche gerade die nächste Serie Fotorahmen bearbeitete.

Untersetzer aus sechs Leisten

Nach der Mittagspause ging es weiter mit dem Beruf des Zimmermanns/der Zimmerin. Hier konnten wir uns zuerst praktisch betätigen. Für uns vorbereitet waren Holzleisten verschiedener einheimischer Holzarten. Es waren Buche, Tanne, Fichte, Lärche, Birnbaum, Esche, Eiche, Ahorn. Aus sechs Leisten soll ein kleiner Plattenuntersetzer entstehen. Tätigkeiten in der Folge waren nun: Verschiedene Leisten auswählen, darauf die Bohrlöcher für die Schnur von beiden Seiten exakt einmessen, von beiden Seiten einbohren, damit der Eintritt und der Austritt genau übereinstimmen. Vor dem Zusammenbau mussten die Holzleisten geschliffen und verputzt werden. Nun konnte die Schnur eingezogen, an den Enden geknöpft und angebrannt werden.

Im Theorieraum wurden wir ausführlich über den Beruf, die Tätigkeiten, Anforderungen informiert.» (pd)

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