ERFOLGREICH: Eine zweite WM-Medaille als Höhepunkt

Mountainbike-Spezialistin Ramona Forchini hat es in ihrer noch jungen Karriere zu einer stattlichen Trophäensammlung gebracht.

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Ramona Forchini. (Bild: PD)

Ramona Forchini. (Bild: PD)

Noch keine 23 Jahre alt, hat die Wattwiler Mountainbikerin Ramona Forchini schon mehr erreicht als manche Konkurrentin in ihrer gesamten Karriere. Die Liste der Erfolge liest sich beeindruckend: Ein Weltmeistertitel, weitere WM- und EM-Medaillen, Weltcuppodestplätze, dazu zahlreiche Medaillen an Landesmeisterschaften und Siege bei den unterschiedlichsten nationalen und internationalen Bewerben stehen zu Buche. Das Highlight der Saison ist die WM-Bronzemedaille im Sprint der Elite.

Nach den Vorbereitungen auf Mallorca, Zypern und die Kanaren stieg Ramona Forchini im April in die Rennsaison ein. Der Start war harzig. Das zeigten auch die ersten beiden Weltcupresultate mit den Rängen 12 und 9. Die Selektionsrennen für Olympia hat die Toggenburgerin bewusst ausgelassen. «Es wäre dieses Jahr für mich zu früh gewesen, an eine Olympiateilnahme zu denken. Für mich haben andere Ziele Priorität», sagt sie. Das Olympiarennen der Frauen entschied die Schwedin Jenny Rissveds für sich. Sie ist diejenige Fahrerin, welche ein Jahr zuvor an den Weltmeisterschaften in Andorra gegen die Wattwilerin nicht standhalten konnte und Rang drei belegte. In den darauffolgenden Rennen zeigte Ramona Forchini eine Steigerung mit den beiden fünften Weltcuprängen in Lenzerheide und Kanada. Auch an der deutschen Bundesliga in Heubach zeigte die Strüby-Bixs-Fahrerin ein ausgezeichnetes Rennen, kämpfte sich auf der anspruchsvollen Strecke auf Platz 5 und konnte sich in ihrer Kategorie U23 als Siegerin feiern lassen. «Wir hatten alles richtig gemacht, nun war ich bereit für die Weltmeisterschaft», so Forchini.

Dass wirklich alles gepasst hat, zeigte Forchini im WM-Sprintrennen der Elite, in dem sie mit eindrücklichen Läufen die Bronzemedaille gewann. «Mit dem daraus zusätzlich gewonnenen Selbstvertrauen konnte sie am Cross-Country-Rennen beherrschter an den Start gehen. Zu zweifeln an ihrer Form brauchte sie nicht», sagte Forchinis Teamchef Andreas Kurmann. Für seine Athletin gab es ein grosses Ziel: die erfolgreiche Titelverteidigung. Doch es nahm ein völlig anderes Ende. «Im Rennen kämpfte ich um jede Sekunde, aber ich war einfach nicht stark genug», resümierte die Athletin des RMV Mosnang. Zudem warfen ein Sturz und ein dadurch ausgelöster Plattfuss die Schweizerin weiter zurück auf Platz 8. «Klar bist du im ersten Moment enttäuscht über den gesamten Rennverlauf», gab Forchini zu. «Aber es braucht Abstand, um die Dinge sehen zu können. Der Start gelang mir gut, die Renntaktik passte ebenfalls. Mein Fahrfehler, der den Sturz verursachte, war eine Unachtsamkeit meinerseits und ab diesem Zeitpunkt musste ich das Beste aus dieser misslichen Situation machen. Das ist Sport. Aber genau von solchen Erfahrungen lernst du und nimmst diese in die Zukunft mit. Das ist wertvoll.» An den Schweizer Mountainbike-Meisterschaften in Echallens im Kanton Waadt gewann Forchini Bronze. Am Swiss Bike Cup sorgte Ramona Forchini für Furore. In Muttenz liess sie in der höchsten Kategorie grosse Namen hinter sich und rangierte sich auf Rang 8. Insgesamt stieg sie diese Saison von 23 Rennen zwölfmal aufs Podium und siegte in neun Rennen.

Ramona Forchini bleibt Team treu

Das Strüby-Bixs-Team darf auch künftig auf die Dienste von Ramona Forchini zählen. Die Wattwilerin hat für ein Jahr im Schweizer Rennstall unterschrieben. Sie fährt in der kommenden Saison erstmals in der Elite und will die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. (pd)

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