ERFOLGE: Aufstieg ins C-Kader als Ziel

Skirennfahrer Marc Bösch gewinnt den zweiten Slalom von Meiringen. Dritter wird im gleichen Rennen Josua Mettler, Marco Fischbacher fährt einen Tag zuvor aufs Podest.

Urs Huwyler
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Marc Bösch gewann einen FIS-Slalom in Meiringen. (Bild: PD)

Marc Bösch gewann einen FIS-Slalom in Meiringen. (Bild: PD)

Urs Huwyler

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Im Sommer 2016 schloss Marc Bösch (Ebnat-Kappel) an der United School of Sport in St. Gallen seine KV-Ausbildung ab. «Ich erhielt eine gute Ausbildung und konnte mich daneben sportlich weiterentwickeln», bilanziert der Skirennfahrer. Als Wintersportler in einer Stadt zur Schule zu gehen, sei wegen der fehlenden Trainingsmöglichkeiten nicht immer optimal gewesen, aber die Ziele seien erreicht worden, fügt der Cousin von Snowboard-Profi Jan Scherrer (Ebnat-Kappel) an. Nach vier Überbrückungsmonaten ist Marc Bösch im Winter als Profi unterwegs. Zwischen Ende der Schulzeit und Saisonstart arbeitete er nach Möglichkeit halbtags bei Förster, Langläufer und SC-Speer-Klubkollege Reto Hänni. «Es war eine ideale Kombination und gute Vorbereitung», findet der Slalom- und Riesenslalom-Spezialist. Die ersten Resultate bestätigen seine Einschätzung. In Meiringen schied der Junior (Jahrgang 1996) im ersten Slalom aus, den zweiten gewann er mit 1,36 Sekunden Vorsprung auf Gian-Andrea Hehli (SC Glaris). Josua Mettler (1998) vom SSC Toggenburg verlor als Dritter einen Zehntel mehr. Marco Fischbacher (Unterwasser/1997) klassierte sich auf Rang sechs. Er darf nach dem Kreuzbandriss auf ein erfolgreiches Comeback zurückblicken. Im ersten Slalom stand er auf dem Podest (3.). Mettler (4.) «verlor» das Obertoggenburger-Duell um 45 Hundertstel.

Marc Bösch wird Siebter im FIS-Slalom

Marc Bösch doppelte in Veysonnaz beim FIS-Slalom nach. Als Siebter verlor er auf den überlegenen dreifachen Saisonsieger Sandro Simonet – Rang 27 im Weltcup-Slalom von Levi – rund fünf Sekunden. Was den Sieg bei den U21 bedeutete. Nicht ins Ziel kamen Marco Fischbacher, Weltcupfahrer Elia Zurbriggen oder auch Cédric Noger (Ebnat-Kappel), der sich 24 Stunden später mit Platz fünf für den Ausfall revanchierte.

Cédric Noger gehört dem B-Kader (Europacup Technik) an, Marco Fischbacher und Josua Mettler sind Ende letzter Saison ins C-Team aufgestiegen. Marc Bösch ist erst im Nationalen Leistungszentrum Ost (NLZ O) eingestuft. Das Ziel dürfte demnach für den Stöckli-Piloten klar sein. «Ich versuche über FIS-Rennen die Qualifikation für das C-Kader zu schaffen», erklärt der temporäre Waldarbeiter, der schon letzte Saison zwei Rennen für sich entscheiden konnte. Die Basis scheint gelegt.