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ERFOLG: «Kontinuität und Ruhe im Betrieb»

Von der kleinen Bäckerei in Brunnadern im Neckertal mauserte sich die heutige Kuhn Back & Gastro zu einem Qualitätsbetrieb mit neun Standorten – und ein Ende der Expansionspläne ist nicht in Sicht.
Urs M. Hemm
Gute Kaffeeprodukte prägen heutzutage den Umsatz. Richard Kuhn, Geschäftsleiter der Kuhn Back & Gastro AG, weiss, dass es neben guten Bohnen auch Können beim Kaffeebrühen braucht. (Bild: Urs M. Hemm)

Gute Kaffeeprodukte prägen heutzutage den Umsatz. Richard Kuhn, Geschäftsleiter der Kuhn Back & Gastro AG, weiss, dass es neben guten Bohnen auch Können beim Kaffeebrühen braucht. (Bild: Urs M. Hemm)

Urs M. Hemm

urs.hemm

@toggenburgmedien.ch

Ein Erfolgsrezept an sich gebe es keines. «Wenn man sich die Geschichte ansieht, hatte jede Generation ihre eigenen Herausforderungen zu bewältigen», sagt Richard Kuhn, Geschäftsleiter in 5. Generation der Kuhn Back & Gastro AG mit Sitz in Brunnadern. Insbesondere die ersten drei Generationen hätten einfach die Strategie gehabt, zu überleben. «Denn bis zu meinem Vater Werner, der den Betrieb 1976 übernahm, sind alle meine Vorfahren verhältnismässig jung verstorben», sagte er. Er habe schliesslich Kontinuität und Ruhe in den Betrieb bringen können.

Auch als Anfang der 90er-Jahre die Grossverteiler begonnen hätten, Brot im grossen Stil zu verkaufen, hätte sich sein Vater nicht aus der Ruhe bringen lassen und an seinen bewährten Rezepten festgehalten. «Denn das Geheimnis eines guten Brotes ist neben den qualitativ hochstehenden Rohstoffen, möglichst von Toggenburger Produzenten und Lieferanten, sich Zeit zu lassen und den Teig entsprechend ruhen zu lassen – etwas, was sich die Grossverteiler nicht leisten können», erläutert der 40-Jährige. Dies sei sicherlich ein Grund, warum ihnen die Kunden über viele Jahre hinweg die Treue hielten. Heute zählt die Kuhn Back & Gastro über 130 Mitarbeiter.

Konzept Back & Gastro bewährt sich

Die Entscheidung, nicht mit dem Strom zu schwimmen und den Grossverteilern nacheifern zu wollen, habe sich schliesslich ausbezahlt. «So konnte mein Vater den Betrieb stetig modernisieren und ausbauen. Er wollte die Vorzeige-Bäckerei im Neckertal haben», erläutert Richard Kuhn. 2006, die Bäckerei hatte mittlerweile 25 Mitarbeiter, als die Übergabe an Richard anstand, stellte sich die Frage, wie sich der Betrieb strategisch weiter entwickeln könne. «Im Neckertal sah ich für uns kein Entwicklungspotenzial, denn einfach eine Filiale im nächsten Dorf zu eröffnen war keine Option.»

Ziel war es, ein Konzept zu entwickeln, bei welchem viel vor Ort gefertigt werden kann und man daher möglichst lieferunabhängig ist. «Unter diesen Voraussetzungen haben wir das Back & Gastro-Konzept entwickelt, welches wir 2008 erstmals in der Shopping Arena umsetzen konnten.» Die Grundidee dahinter sei, dass beispielsweise jeden Tag frische Teiglinge oder Patisserie in Brunnadern vorproduziert und täglich an die Filialen geliefert und dann vor Ort fertiggestellt werden. «Dank des kontinuierlichen Ausbaus des Geschäftsstellennetzes kann mittlerweile unser Lastwagen auch betriebswirtschaftlich sinnvoll eingesetzt werden.» Daneben sollen aber auch – je nach Kundenaufkommen und -wunsch – Snacks oder auch warme Mahlzeiten angeboten werden.

Kaffee und Kleingebäck am verkaufsstärksten

Der Verkauf von Backwaren zähle jedoch längst nicht mehr zu den Hauptumsatzstellen. «Am meisten verkaufen wir Kaffee oder Espresso, weswegen alle unsere Angestellten eine entsprechenden Barrista-Ausbildung machen müssen», erläutert Richard Kuhn. Danach folgten Snacks wie gefüllte Landfocaccia und kleine Backwaren wie Gipfeli und Landbrote. Erst dann folgen die Spezialbrote. «Es ist aber sehr abhängig vom Standort. Hier in Brunnadern beispielsweise unterscheiden sich die Verkaufszahlen einzelner Produkte zur Geschäftsstelle in der Shopping Arena St. Gallen, wo viel mehr Kunden über Mittag aus den umliegenden Geschäften zu uns kommen.»

Auch im nächsten Jahr ist ein weiterer Ausbau des Filialnetzes geplant. «Insbesondere möchten wir nach dem Erfolg in Winterthur weitere Standorte im Raum Zürich eröffnen, so in Horgen und am Albisriederplatz. Aber auch in Herisau ist die Eröffnung einer Niederlassung geplant. Es kommt also einiges auf uns zu.»

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