Erfahrungen und Anregungen

WATTWIL/MOSNANG. Bei der Weiterbildung für die Sportlehrpersonen der Mittel- und Berufsschulen des Kantons wurde in Mosnang und Wattwil ein buntes sportliches Paket geschnürt. Dabei knüpfte man aber auch an die Impulse aus dem Referat von Christian Lohr und dem Projekt «Road Cross» an.

Nadine Rydzyk
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WATTWIL/MOSNANG. Bei der Weiterbildung für die Sportlehrpersonen der Mittel- und Berufsschulen des Kantons wurde in Mosnang und Wattwil ein buntes sportliches Paket geschnürt. Dabei knüpfte man aber auch an die Impulse aus dem Referat von Christian Lohr und dem Projekt «Road Cross» an. Im Weiterbildungsangebot gab es unter anderem eine Rollstuhlsport-Lektion. «Dies machen wir im Rahmen des Projektes <Road Cross> ebenfalls mit unseren Schülern», erklärte Sportlehrerin Andrea Walleser. «Ziel ist es, ihnen neben der Sensibilisierung im Strassenverkehr auch zu zeigen, dass das Leben nicht vorbei ist, wenn man im Rollstuhl sitzt.»

Dieses Erlebnis stand auch für die Lehrpersonen auf dem Programm. Wie Markus Buschor von der Kantonsschule Heerbrugg erklärte, stelle die Rollstuhl-Lektion eine herausfordernde Erfahrung dar. «Es ist sehr anspruchsvoll, vor allem, was die Balance betrifft. Wenn man dann noch bedenkt, dass wir, die nicht querschnittgelähmt sind, auch noch die Kraft unseres Unterkörpers mit einsetzen können, um das Gleichgewicht zu halten, hat man noch mehr Achtung davor», fasste er die zentralen Erkenntnisse zusammen. Für ihn wie auch für die Mehrheit der 35 Teilnehmenden stand zudem fest, dass es nicht nur für Sportlehrpersonen eine äusserst bereichernde Erfahrung war, die neue Arten des Erfolgserlebnisses schaffte sowie die Augen und den Kopf für andere Voraussetzungen öffnete.

Neben Anregungen für den eigenen Sportunterricht und dem Testen neuer Sportarten bot das Weiterbildungsprogramm aber auch viel Spass. Neben den zum Teil ebenfalls für die meisten völlig neuen Impulse, die es in Mosnang beim Radsport, Seilziehen, Mountainbiken und Tanzen gab, standen am Samstag auch Trendsportarten wie Airtrack auf dem Programm. Dabei durfte auf der 2 m breiten, 15 m langen und 30 cm prall mit Luft gefüllten Matte des TSV Wattwil leichtfüssig trainiert werden. Wie Andrea Walleser erläuterte, ist dies nicht nur eine gute Möglichkeit, die Attraktivität des Sportunterrichts bei der Schülerschaft zu erhöhen. Airtrack biete zudem sowohl guten als auch weniger guten Sportlern vielfältige und gelenkschonende Trainingsmöglichkeiten. Nicht nur bei den Schülern, sondern auch bei den Lehrpersonen beliebt, strotzte man auch beim Beachvolleyball vor sportlicher Freude. Auch hier bot Wattwil eine perfekte Infrastruktur.