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Erfahrung für Einsatzleiter

Bereits zum drittenmal findet in diesen Tagen in Wattwil und Lichtensteig ein kantonaler Kurs für Feuerwehroffiziere statt. Dabei sammeln sie in erster Linie Erfahrungen als Einsatzleiter.
Sabine Schmid
Bei einem angenommenen Brand im Städtli ist wenig Platz.

Bei einem angenommenen Brand im Städtli ist wenig Platz.

WATTWIL/LICHTENSTEIG. Bei einem Feuerwehralarm ist meistens ein Offizier als erster auf dem Schadenplatz. Er übernimmt die Einsatzleitung. Das heisst, er bestimmt die Mittel und Massnahmen, mit welchen die Feuerwehrleute die gefährdeten Personen und Gegenstände retten und den Brand bekämpfen. Doch immer häufiger wird die Feuerwehr nicht nur zu Bränden gerufen. Auch Rettungen nach Verkehrsunfällen oder nach einem Baustellenunfall gehören zu den Aufgaben der Feuerwehr. «Mit diesem Kurs möchten wir den jungen Feuerwehroffizieren verschiedene Einsätze zeigen und sie auf deren Besonderheiten hinweisen», sagt Kurskommandant Christian Möckli.

Rund 100 Teilnehmer aus den Kantonen St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Thurgau besuchen den Kurs, der zwei Tage dauert und gleich zweimal durchgeführt wird.

Schnell Entscheide treffen

In den ersten eineinhalb Tagen stehen kleinere Einsätze als Führungstraining auf dem Programm. Jeweils ein Teilnehmer aus dem Klassenverband übernimmt die Aufgabe des Einsatzleiters und weist den anderen Teilnehmern ihre Aufgaben zu. Wer diese Rolle übernimmt, entscheidet sich erst kurzfristig, so müssen sich jeweils alle Gedanken machen.

Es gebe beim Bewältigen eines Schadenereignisses keine Lösung, die immer passe, sagt Christian Möckli. Die Einsatzleiter müssen schnell der Situation angepasste Entscheide treffen und diese auch durchsetzen. Ein Brand in einem Hochhaus muss anders und mit anderen Mitteln bekämpft werden als ein Feuer in einer Werkstatt oder in einem Keller. Bei jedem der Einsätze müssen die Offiziere einsatzrelevante Gefahren erkennen und die Gefahr beseitigen. Jeweils nach dem Einsatz folgt eine kurze Besprechung. Was ist gut gelaufen? Was würde man im Nachhinein anders machen? Daraus entsteht ein kurzer Gedankenaustausch, der auch jene Teilnehmer weiterbringt, die bei diesem Einsatz als «Mannschaft» am Werk waren.

Überblick und Ruhe behalten

Am Nachmittag des zweiten Kurstages wird in einer grösseren Gruppe gearbeitet. Die eine Klasse übernimmt den Ersteinsatz. Bei den angenommenen Ereignissen wie dem Altstadtbrand, dem Brand in einem Industriebetrieb oder in der Nähe des Bahnhofs müssen aber weitere Mittel aufgeboten werden. Diese Aufgabe fällt einer zweiten Klasse zu. Bei dieser Aufgabe werden die Einsatzleiter vermehrt gefordert, nicht selten stehen mehrere Feuerwehrleute um sie herum, um etwas zu melden oder um Befehle entgegenzunehmen. Hier sei es wichtig, dass der Einsatzleiter den Überblick behalte und sich nicht aus der Ruhe bringen lasse. Über alldem steht die Sicherheit, die niemals ausser Acht gelassen werden dürfe, fügt Christian Möckli hinzu.

Erfahrung kommt später

In diesem Kurs erhalten die Feuerwehroffiziere das nötige Rüstzeug, damit sie ihre Aufgaben in der eigenen Wehr besser ausüben können. Sie sind sich aber bewusst, dass die zwei Tage nicht ausreichen, um alles kennenzulernen. Die nötige Erfahrung können sie sich erst in ihrer eigenen Wehr aneignen.

Bei einem Feuerwehreinsatz gibt es mehrere Arbeitsplätze.

Bei einem Feuerwehreinsatz gibt es mehrere Arbeitsplätze.

Der Einsatzleiter entscheidet aufgrund der Entwicklung immer neu. (Bilder: Sabine Schmid)

Der Einsatzleiter entscheidet aufgrund der Entwicklung immer neu. (Bilder: Sabine Schmid)

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