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«Entzug der Betriebsbewilligung wäre möglich»

Referat
Urs M. Hemm
Marc Mächler, Regierungsrat FDP, Vorsteher des Baudepartements. (Bild: Urs M. Hemm)

Marc Mächler, Regierungsrat FDP, Vorsteher des Baudepartements. (Bild: Urs M. Hemm)

Zum Einstieg ins Podium des «Toggenburger Tagblatts» erläuterte Regierungsrat Marc Mächler, Vorsteher des Baudepartements, die Vorlage «Erneuerung und Umbau Theater St. Gallen» sowie die Haltung der St. Galler Regierung. Um die geplanten Bauvorhaben umsetzen zu können, müsste das Volk einem Kredit in der Höhe von 48,6 Million Franken zustimmen.


Überall marode Zustände

Wer einmal im Theater hinter die Kulissen geschaut habe, dem sei sofort klar, dass unbedingt etwas geschehen müsse, sagte Marc Mächler. «Das Gebäude ist 50 Jahre alt und es wurde, das gebe ich zu, zu lange zugewartet, um an dieser desolaten Situation etwas zu ändern.» So verstosse die Raumzuteilung für die Mitarbeitenden gegen den Arbeitnehmerschutz. «Manche Arbeitsplätze haben nicht einmal Tageslicht», nannte Mächler ein Beispiel. Zudem seien die Garderoben und sanitären Anlagen nicht geschlechtergetrennt. Auch im Bühnenbereich und Zuschauerraum geben es eine grosse Anzahl Mängel zu beheben, beispielsweise das schlechte Raumklima in den oberen Rängen.

Neben umfangreichen Defiziten im betrieblichen Bereich sei auch der Bau selbst in einem maroden Zustand. «Die Betonfassaden weisen Risse auf und die Glas-Metall-Fassade ist gar mit Asbest belastet», führte Mächler aus. In schlimmem Zustand sei die Haustechnik, die grösstenteils noch aus den 60er-Jahren stammt. Eine undichte Bodenheizung im Foyer, rostende Wasserleitungen, Eingangstüren, die sich nicht mehr schliessen lassen und überfüllte Kabeltrassen sind nur einige Beispiele, die Marc Mächler aufführte. «Dass die Brandschutznormen längstens nicht mehr erfüllt werden, liegt auf der Hand.»


Geplante Massnahmen

Neben umfangreichen Sanierungsarbeiten an der Gebäudehülle, allen voran die Entfernung des Asbests, sollen grosse Teile der Haustechnik, Apparate und Installationen ersetzt werden. Zudem sind Massnahmen geplant, um den heutigen Brandschutzvorschriften wieder gerecht zu werden. Um künftig getrennte Garderoben, Maskenräume und sanitäre Anlage einrichten zu können, besteht zusätzlicher Raumbedarf. Dafür ist ein Erweiterungsbau von 750 Quadratmetern geplant. Damit der Theaterbetrieb auch während der Umbauphase aufrecht erhalten werden kann, soll zwischen dem Kunst-und Historischen beziehungsweise Völkerkundemuseum ein Provisorium erstellt werden.

Vorausgesetzt, das St. Galler Stimmvolk nimmt die Vorlage an, soll mit den Bauarbeiten im Frühjahr 2020 begonnen werden. Die Arbeiten sollen bis Sommer 2022 abgeschlossen sein. «Eine Ablehnung würde zu einem reduzierten Spielbetrieb und somit zu einem Verlust an Attraktivität für das Theater und somit auch für unsere Kantonshauptstadt führen», sagte Mächler. Auch auf mehrere Jahre verteilt, seien umfangreiche Sanierungsarbeiten nötig. «Ansonsten sind Einschränkungen durch behördliche Auflagen oder gar der Entzug der Betriebsbewilligung möglich.» Dies wäre eine Situation, die niemand wirklich haben wolle − es wäre für den Kulturstandort St. Gallen eine Katastrophe.

Die Abstimmung zur Vorlage «Erneuerung und Umbau Theater St. Gallen» wird am 4. März durchgeführt.

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