Entscheidung zwischen Ästhetik und Sparsamkeit

Insbesondere verbrauchsarme Fahrzeuge, die zudem auch in Design und Ästhetik überzeugen, haben am Wochenende an der Autoshow in Wattwil und Lichtensteig das Interesse der zahlreichen Besucher geweckt.

Jesko Calderara
Drucken
Teilen

WATTWIL/LICHTENSTEIG. Am Wochenende zeigten sieben Garagen in Wattwil und Lichtensteig an der gemeinsamen Auto-Show die neusten Modelle und Trends der Branche. Passend zum diesjährigen Thema «Auto & Kunst» präsentierten sie zahlreiche Neuheiten, die durch Eleganz und modernes Design auffielen. Doch auch auf Aspekte wie ein möglichst niedrigen Verbrauch legten viele potenzielle Kunden grossen Wert, wie sämtliche Garagisten übereinstimmend erklärten. In der Wasserfluhgarage stand etwa der Skoda Octavia im Mittelpunkt. «Dieses ist das meistverkaufte Modell der zum VW-Konzern gehörenden Marke», sagte Roger Graber von der Wasserfluhgarage. Das Auto überzeuge mit einem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis, sei zudem praktisch und stelle etwas dar. «Den Kombi haben wir erstmals an der Toggenburger Messe (TOM) im Angebot», sagte Roger Graber.

Bei einem Autokauf ist laut Hermann Bollhalder von der Auto Bollhalder AG die Ästhetik ein zentrales Kriterium. «Allerdings sind die Geschmäcker sehr verschieden» Wichtig sei, dass sie den Kunden eine möglichst grosse Auswahl bieten könnten, sagte Hermann Bollhalder. «Für mich persönlich gibt es keine bestimmten Kriterien, die ein schönes Auto erfüllen muss.» Besondere Kraftpakete konnten Besucher in der Garage P. Schönenberger begutachten. Die stärksten Modelle der südkoreanischen Marke Ssang Yong können Zuglasten von bis zu 3500 Kilogramm bewältigen. «Diese Autos sind beispielsweise für Pferdesportler ideal», sagte Geschäftsführer André Nikles. Dass die Marke in der breiten Öffentlichkeit weniger bekannt sei, stelle für ihn kein Problem dar. «Was uns hingegen fehlt, ist ein Kleinauto für eine grössere Käuferschicht.» Dies soll sich in den nächsten zwei Jahren jedoch ändern. Der asiatische Autobauer, sagt André Nikles, arbeite im Bereich Motoren und Design mit europäischen Partnern zusammen. «Das Äussere haben italienische Designer entworfen.»

Sparsame Autos im Trend

Den sich ständig ändernde Geschmack in Sachen Farben betonte Felix Jud, Inhaber der Städtli Garage. «Besonders gefragt sind zurzeit weisse und schwarze Autos.» Silberne Fahrzeuge, jahrelang einen Renner, seien hingegen eher out. Er ist jedoch überzeugt, dass kommende Saison wieder mehr Farben dominieren werden.

Laut Felix Jud achten Interessierte nicht nur auf Äusserlichkeiten, sondern wie in den vergangenen Jahren war auch diesmal wieder der sparsame Benzinverbrauch ein dominierendes Thema. «Dies ist aus Umweltschutzgründen auch vernünftig.» Nebst Fahrzeugen mit Dieselmotoren, sind immer mehr Hybridfahrzeuge am Markt erhältlich. André Ehrbar von der Auto Ehrbar AG beispielsweise konnte gleich mehrere solche Toyota-Modelle präsentieren. Einige Garagen hatten zudem Elektroautos im Verkauf. Das Interesse daran war jedoch eher gering.

Verbindung Kunst und Autos

An den zwei Tagen waren für die verschiedensten Kundengruppen Autos im Angebot: Wer rechtzeitig zu den wärmeren Temperaturen ein Cabriolet suchte, wurde in der Garage Nyffeler fündig. Fahrzeuge für Familien mit mehreren Kindern der Marke VW dagegen präsentierte die Garage Kobelt AG.

Abseits von Themen wie Leistung und Verbrauch, zeigten in jedem der sieben Betriebe eine Künstlerin oder ein Künstler aus dem Toggenburg oder der weiteren Region sein Schaffen. Zu sehen waren beispielsweise Töpferkunst, Glasperlenketten, Gemälde oder schmiedeiserne Kerzenständer.

Aktuelle Nachrichten