Entscheidung im Neckertaler Seifenkistencup

Technisch ebenso anspruchsvoll wie die Rennstrecke von voriger Woche in St. Peterzell und darüber hinaus noch pfeilschnell: Mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometern pro Stunde rasen die Seifenkisten auf der Rennstrecke in Oberhelfenschwil dem Ziel entgegen.

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Mit sportlichen Höchstleistungen und viel Mut der Fahrerinnen und Fahrer wurde der diesjährige Neckertaler Seifenkistencup mit dem Abschlussrennen in Oberhelfenschwil entschieden. (Bilder: Urs M. Hemm)

Mit sportlichen Höchstleistungen und viel Mut der Fahrerinnen und Fahrer wurde der diesjährige Neckertaler Seifenkistencup mit dem Abschlussrennen in Oberhelfenschwil entschieden. (Bilder: Urs M. Hemm)

Technisch ebenso anspruchsvoll wie die Rennstrecke von voriger Woche in St. Peterzell und darüber hinaus noch pfeilschnell: Mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometern pro Stunde rasen die Seifenkisten auf der Rennstrecke in Oberhelfenschwil dem Ziel entgegen. Gestartet wird das Rennen jeweils beim Weidhof oberhalb des Dorfes. Nach einer langen Geraden, auf der die Seifenkisten richtig Tempo aufnehmen, kommen die Fahrer beim Pumpwerk zu einer ersten Schikane. Auf diese Linkskurve folgt eine langgezogene Rechtskurve, bevor es in die Schlüsselstelle bei der Festwirtschaft geht. Ist diese Klippe überwunden, geht es für die Fahrer nach einem Gleiterstück in den technisch anspruchsvollen Slalomhang, bevor nach 695 Metern und einem Höhenunterschied von 65 Metern das Ziel erreicht ist. Insgesamt 28 Fahrerinnen und Fahrer suchten an diesem Wochenende in den Kategorien Kids Sport und Hobby, Junior Sport sowie Erwachsene die Entscheidung im letzten Rennen des Neckertaler Seifenkistencups in Oberhelfenschwil.

Erfahrung ist entscheidend

«Das Rennen wird hier in der Kurve bei der Festwirtschaft gewonnen oder verloren», ist OK-Präsident Willi Signer überzeugt. Er kennt alle Rennstrecken im Neckertal, fuhr er doch einst selbst Seifenkistenrennen und rief 1998 den Neckertaler Seifenkistencup ins Leben. «Vor allem die Fahrer, die diese Strecke nicht so gut kennen, unterschätzen die Geschwindigkeit, die sie im ersten Teilstück erreichen können und bremsen vor dieser Kurve zu wenig ab.» Dazu komme, dass die Tore in dieser Linkskurve entgegen dem Kurvenverlauf plaziert sind. «Hier werden wir wohl den einen oder anderen <Dreher> sehen», sagte Willi Signer wohlwissend.

Lieber Strafe als Ausfall

Pünktlich um 10.30 Uhr wurde das Rennen gestartet. Tatsächlich dauerte es nicht lange, bis der Streckenposten bei der Festwirtschaft dem ersten Fahrer wieder auf die Rennstrecke helfen musste. «Der Belag scheint in diesem Jahr besonders rutschig zu sein», meinte Willi Signer. Auch wenn sich nicht gleich alle Fahrer drehten, viele touchierten die Markierungskegel der Tore oder verpassten sie ganz, weil sie ihre Kisten nur mit grösster Mühe noch auffangen konnten. Die dadurch fälligen Strafsekunden nahmen die Fahrer gerne in Kauf, solange sie ihre Fahrzeuge im Rennen halten konnten.

Abbruch nach zweitem Lauf

Wegen technischer Probleme bei der Zeitmessung verzögerte sich das Rennen immer wieder, so dass vor dem Mittag nur der erste und ein Teil des zweiten Laufes durchgeführt werden konnte. Der Rennbetrieb wurde um 13.30 Uhr zwar wieder aufgenommen, doch wandten sich die Blicke der Jurymitglieder immer öfters zu den schwarzen Wolken, die von Westen her aufzogen. Der zweite Lauf konnte gerade noch abgeschlossen werden, bevor das Gewitter losbrach und das Rennen abgebrochen werden musste.

Die Tagessieger des Rennens in Oberhelfenschwil sowie die Gewinner des Neckertaler Seifenkistencups, also die Gesamtsieger der Rennen in Brunnadern, St. Peterzell und Oberhelfenschwil, wurden schliesslich im trockenen Chilbi-Festzelt geehrt. Urs M. Hemm

Alle Ranglisten unter www.schweizer-seifenkisten.ch

Die Kurve bei der Festwirtschaft war eine grosse Herausforderung.

Die Kurve bei der Festwirtschaft war eine grosse Herausforderung.

Nicht so schlimm, wie es aussieht &ndash; dem Fahrer geht es gut.

Nicht so schlimm, wie es aussieht – dem Fahrer geht es gut.

Die Sieger des Neckertaler Seifenkistencups 2013 in der Kategorie Kids Hobby: 1. Platz: Sandro Bleiker (Lichtensteig), 2. Platz: Pascal Roth (Oberhelfenschwil), 3. Platz: Mark Roth (Oberhelfenschwil).

Die Sieger des Neckertaler Seifenkistencups 2013 in der Kategorie Kids Hobby: 1. Platz: Sandro Bleiker (Lichtensteig), 2. Platz: Pascal Roth (Oberhelfenschwil), 3. Platz: Mark Roth (Oberhelfenschwil).

Willi Signer OK-Präsident Seifenkistencup

Willi Signer OK-Präsident Seifenkistencup