Entflechtung der Aufgaben

Die Politischen Gemeinden Bütschwil, Ganterschwil und Lütisburg haben im Hinblick auf das neue Schuljahr die Schulsozialarbeit an der Oberstufe Bütschwil neu geregelt. Im Zentrum der Neuregelung steht die Entflechtung der Sozialarbeit von der Schulleitung.

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bütschwil/ganterschwil/lütisburg. Die Schulsozialarbeit ist Teil der ganzheitlichen Jugendhilfe. Deshalb liegen die Kompetenzen für die Organisation der Schulsozialarbeit bei der politischen Gemeinde. Die schulische Sozialarbeit ist ein eigenständiger Bereich der Jugendhilfe und beinhaltet ein breites Spektrum von Aufgaben. Sie setzt sich zum Ziel, Kinder und Jugendliche im Prozess des Erwachsenwerdens zu begleiten, sie bei der Lebensbewältigung zu unterstützen und ihre Kompetenzen zur Lösung von persönlichen und sozialen Problemen zu fördern.

Dazu gehören aber auch die Beratung und Hilfe für Eltern bei Erziehungsfragen oder die Mitarbeit an Klassen- und Schulprojekten zu sozialen Themen und Fragen sowie die Vermittlungstätigkeit in Konfliktsituationen.

Bestehendes integrieren

Aufgrund des ausgewiesenen Bedarfs haben die Politischen Gemeinden Bütschwil, Ganterschwil und Lütisburg Ende 2008 einer Projektgruppe den Auftrag erteilt, ein Konzept zur Einführung der schulischen Sozialarbeit in den

Primarschulgemeinden Bütschwil, Ganterschwil und Lütisburg auszuarbeiten und die seit dem Jahre 2000 bestehende Schulsozialarbeit der Oberstufe Bugalu in dieses Konzept zu integrieren. An der Oberstufe wurde die schulische Sozialarbeit bereits im Jahr 2000 eingerichtet und konnte zum damaligen Zeitpunkt in unserer Region durchaus als Pionierarbeit bezeichnet werden.

Da sich die Schulsozialarbeit aus dem Schulbetrieb heraus entwickelte, wurde die Stelle bis anhin von der Schulleiterin Monika Rösinger, besetzt.

Stelle neu besetzen

In den vergangenen Jahren hat sich die Schulsozialarbeit stetig weiterentwickelt und deshalb haben die Trägergemeinden nun beschlossen, im Rahmen einer Neuorganisation die Schulsozialarbeit von der Rolle der Schulleitung zu entflechten.

Sie befürworten im Interesse der Kinder und Jugendlichen das bewährte Modell der organisatorisch eigenständigeren Schulsozialarbeitsform. Um allfälligen Rollenkonflikten vorzubeugen, wird die Stelle bei einem Arbeitspensum von 35 Stellenprozenten mit Beginn des neuen Schuljahres von einer vom Schulbetrieb unabhängigen Person neu besetzt.

Die neu gebildete Schulsozialkommission ist daran interessiert, die neue Form der Schulsozialarbeit an der Oberstufe so rasch als möglich greifbar zu machen und die begonnene Arbeit nach den heutigen Gegebenheiten gut weiter zu führen. Die Schulsozialarbeit soll so nicht zuletzt die Schule zugunsten ihrer Kernaufgaben im pädagogischen Bereich entlasten und eine eigen- und selbständige Anlaufstelle bei sozialen Fragen und Problemen in Schule und Familie darstellen.

Die Politischen Gemeinden Bütschwil, Ganterschwil und Lütisburg danken Monika Rösinger für ihren Einsatz als Schulsozialarbeiterin. Sie hat in den letzten Jahren die Schulsozialarbeit mit grossem Engagement aufgebaut und massgebend geprägt. Die neu geregelte schulische Sozialarbeit kann hier auf einem sehr guten Fundament ansetzen und sich weiter entwickeln. (gem)