ENSEMBLE: Blockflöte von Barock bis Pop

Dass Blockflöte spielen weder altbacken noch langweilig ist, zeigen fünf Herisauerinnen. An drei Konzerten reisen sie mit Vivaldissimo-Orchester musikalisch von Venedig bis nach Dublin.

Ronja Zeller
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Die Mädchen des Rainbow Sound Ensembles freuen sich mit der Lehrerin Christiane Dick auf die drei Konzerte. (Bild: Peter Küpfer)

Die Mädchen des Rainbow Sound Ensembles freuen sich mit der Lehrerin Christiane Dick auf die drei Konzerte. (Bild: Peter Küpfer)

Ronja Zeller

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@appenzellerzeitung.ch

Fünf Mädchen aus Herisau, zwischen 13 und 15 Jahre alt, haben eine gemeinsame Leidenschaft, das Blockflötespielen. Mit ihrer Lehrerin Christiane Dick bereiten sie sich zurzeit auf die drei grossen Auftritte vor. Zusammen mit dem Streichorchester Vivaldissimo der Kantonsschule Wattwil und der Musikschule Toggenburg werden sie sich mit den Zuhörerinnen und Zuhörern auf eine abwechslungsreiche musikalische Reise begeben.

Marlen Siegwart, Isabelle Brunner, Lisa Scherer, Sarah Looser und Siri Löffel spielen schon seit vier Jahren gemeinsam in dieser Formation Blockflöte. Nebst Einzelunterricht üben sie jede Woche zusätzlich eine Stunde zusammen im Ensemble. Das Tolle daran sei vor allem, dass Stücke mehrstimmig gespielt werden können, erklärt die Lehrerin Christiane Dick. Sie ist Berufsmusikerin und unterrichtet in Herisau und an der Kanti Wattwil. Die Mädchen spielen nicht nur eine Flötenart, sondern ihr gemeinsames Repertoire reicht von der kleinsten Sopranino bis zur sonoren Bassflöte.

Tägliches Üben ist das A und O

Zusätzlich zum Unterricht muss auch zu Hause geübt werden. «Damit Fortschritte erzielt werden, sollten die Schülerinnen etwa 15 bis 30 Minuten pro Tag üben», so Dick. Sie wisse auch, dass das nicht immer möglich sei, aber die Mädchen seien sehr ehrgeizig. Bei den Musikstücken schaue sie auf ein abwechslungsreiches Programm, welches von der Barockzeit bis in die heutige Popmusik reiche. Im vergangenen Jahr gewannen die Blockflötenspielerinnen den Ensemblewettbewerb der Musikschulen aus dem Appenzellerland. Das Ziel der fünf Mädchen war bei diesem Auftritt vor allem, Spass zu haben, denn es war schwer einzuschätzen, wie die Jurymitglieder die Blockflötenklänge aufnehmen würden. Der Sieg kam dadurch ziemlich überraschend, denn das Rainbow Sound Team musste sich in sogenannten «Battles» gegen andere Ensembles mit Schlagzeug und Gitarre durchsetzen. Dank des Gewinns durften die Mädchen ihre Spielfreude an kulturellen Anlässen und an Konzerten der Musikschule Herisau präsentieren. Die Idee, das Rainbow Sound Ensemble mit dem Vivaldissimo-Orchester zu vereinen, entstand aus der Zusammenarbeit von Christiane Dick und Hermann Ostendarp, welche beide als Lehrpersonen an der Kantonsschule Wattwil unterrichten. Hermann Ostendarp ist Leiter der Orchesterschulung und somit auch des Vivaldissimos sowie des bekannten Jugendorchesters il mosaico. Das junge Streichorchester besteht aus Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 16 Jahren. Dick ist stolz darauf, dass solche Konzerte auch kantonsgrenzenübergreifend stattfinden können. Mit dem Konzert nehmen das Vivaldissimo-Orchester und das Rainbow Sound Ensemble die Zuschauer mit auf eine Reise von Venedig bis nach Dublin. Im ersten Teil wird vor allem die Barockmusik eine zentrale Rolle spielen und im zweiten hat das Publikum die Möglichkeit, in die Welt des Irish Folk einzutauchen.

Ein Ziel des Rainbow Sound Ensemble ist es auch, durch diese Auftritte zu zeigen, dass die Blockflöte ein vollwertiges Instrument ist. «Viele Leute glauben, dass die Blockflöte nur ein Anfängerinstrument ist, was aber nicht der Fall ist. Wenn man das Instrument richtig beherrscht, kann man damit tolle und moderne Literatur spielen, wie mit anderen Instrumenten auch», erklärt Christiane Dick.

Erstes Konzert heute, Kantonsschule Wattwil. Weitere am 17. Februar, Rapperswil, und am 18. Februar, evangelische Kirche Herisau. Beginn jeweils 19 Uhr.

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