Engagierter Einsatz für Herisau

Die Präsidenten aller Herisauer Ortsparteien, die Gemeinderäte und ein Kandidat haben sich am Donnerstag dem Wahlpodium der Appenzeller Zeitung gestellt. Die «Königsrunde» diskutierte engagiert – besonders über die Sitzzahl.

Mea Mc Ghee
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Florian Hunziker Gemeinderatskandidat SVP Herisau

Florian Hunziker Gemeinderatskandidat SVP Herisau

HERISAU. Eine zufällig ausgewählte junge Frau aus dem Publikum durfte den ersten Redner aufs Podium der Appenzeller Zeitung schicken. Sie entschied sich für Ralf Menet, Präsident der SVP Herisau. Ganz zuletzt wurde der Name des FDP-Präsidenten Markus Brönnimann aufgerufen, seine Partei in einem fünfminütigen Zeitfenster vorzustellen. Von dieser Reihenfolge bei der «Königsrunde» eine Wahlprognose abzuleiten wäre vermessen, doch der Herisauer Politabend unter der Leitung von Roger Fuchs war lanciert.

Ortsplanung und Parkplätze

Angeregt verlief die Blitzdiskussion: Der Moderator entlockte zunächst allen Präsidenten das oberste Ziel ihrer Partei für die nächsten vier Jahre. «Herisau ist geil!», sagte Ralf Menet. Diesen Zustand wollen die 18 Kandidierenden der SVP mit mutigem Einsatz für die Gemeinde festigen. Für Yves Noël Balmer, SP-Präsident, ist die Ortsplanung zentral. Seine Partei will sich dafür einsetzen, dass die Landschaft erhalten bleibt. Für Glen Aggeler von der CVP geniesst die Zentrumsentwicklung oberste Priorität. Markus Brönnimann, FDP-Präsident, will ein «vernünftiges» Parkplatzkonzept erarbeiten. Sein Amtskollege von der EVP, Mathias Steinhauer, sieht die gleichzeitige Zentrumsgestaltung und die Arealentwicklung beim Bahnhof als wichtige Aufgaben. «Das Forum Herisau existiert – entgegen anders lautenden Gerüchten», betonte Michael Stern. Er wünscht sich aber mehr Mitstreiter, um Aufgaben wie die Energiewende angehen zu können.

Drei, fünf oder sieben

Bei der Frage nach der Anzahl Gemeinderäte gab es verschiedene Meinungen: Während sich Brönnimann und Steinhauer für fünf Räte aussprachen, machte sich Aggeler für das Dreiermodell stark, auch wenn übergeordnetes Recht angepasst werden müsste. Als Nachteil des Fünfermodells nannte er die Unvereinbarkeit mit dem Beruf für Gewerbler und Hausfrauen. Menet und Stern wollen an Bewährtem festhalten, während Balmer die Variante «7 optimiert» prüfen will, um das Problem des Ungleichgewichts der Pensen von Präsident und Gemeinderäten zu entschärfen.

Schliesslich stellten sich die bisherigen Gemeinderäte vor und nannten ihre Motivation, erneut zu kandidieren. Die Gewährleistung von Kontinuität, die Freude am Amt, an der Arbeit im Kollegium und für Herisau waren Stichworte, die mehrmals genannt wurden.

Herisaus Parteipräsidenten werben im Beisein von SVP-Gemeinderatskandidat Florian Hunziker (zweiter von links) und Podiumsleiter Roger Fuchs (rechts) für ihren gemeinsamen Auftritt im Hinblick auf die Gesamterneuerungswahlen: Markus Brönnimann (FDP), Mathias Steinhauer (EVP), Glen Aggeler (CVP), Ralf Menet (SVP) und Yves Noël Balmer (SP). (Bild: mc)

Herisaus Parteipräsidenten werben im Beisein von SVP-Gemeinderatskandidat Florian Hunziker (zweiter von links) und Podiumsleiter Roger Fuchs (rechts) für ihren gemeinsamen Auftritt im Hinblick auf die Gesamterneuerungswahlen: Markus Brönnimann (FDP), Mathias Steinhauer (EVP), Glen Aggeler (CVP), Ralf Menet (SVP) und Yves Noël Balmer (SP). (Bild: mc)

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