Engadiner Skimarathon: Bei Läufern aus dem Appenzellerland beliebt

Am Sonntag findet der Engadiner Skimarathon zum 51. Mal statt. Dabei sein werden viele Teilnehmende aus dem Appenzellerland. Darunter auch zwei ganz unterschiedliche Läufer, die jedoch beide die Freude am Langlauf teilen.

Yann Lengacher
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Am Engadiner Skimarathon können sich Amateure genauso wie die Profis versuchen. (Bild: Andy Mettler, swiss-image.ch)

Am Engadiner Skimarathon können sich Amateure genauso wie die Profis versuchen. (Bild: Andy Mettler, swiss-image.ch)

217 Inner- und Ausserrhoder Teilnehmer stehen auf der Startliste: Am Sonntag werden sie in den verschiedenen Kategorien der 51. Ausführung des Engadiner Skimarathons an den Start gehen. Dies wird auch Josef Schöpfer aus Bühler in der Kategorie Volksläufer tun.

Einer der ältesten Läufer aus dem Appenzellerland

Mit Jahrgang 1942 ist er einer der ältesten Teilnehmer aus dem Appenzellerland. Dass er zu alt für einen Skimarathon sei, habe Schöpfer nie das Gefühl gehabt: «Solange mich der Arzt gehen lässt, gehe ich.» Da störe es auch nicht, dass er jedes Jahr ein bisschen langsamer werde:

«Mit der Ankunft im Ziel ist auch eine gewisse Dankbarkeit verbunden, dass ich das noch machen kann».

Dieses Jahr rechnet Schöpfer damit, den Marathon in dreieinhalb Stunden zu schaffen. Damit sei er doch noch gut bei den Leuten. «Insgeheim hofft man, dass ein Windstoss von hinten kommt und man doch ein bisschen schneller ist», sagt Schöpfer und lacht. Der Lauf sei für ihn die Krönung des Langlauftrainings, das er diesen Winter in Gonten und Gais absolviert habe. Die Freude am Langlauf habe er vielleicht deswegen nie verloren, weil er vor 30 Jahren den Einstieg in den Sport relativ spät wagte.

Zwischen Cologna und Konsorten

Ganz andere Ambitionen als Schöpfer hegt dagegen Lorenz Inauen aus Appenzell. Der 30-Jährige startet in der Elite-Kategorie und nimmt insgesamt schon zum 14. Mal teil. «Ich habe zu hinterst angefangen und bin Jahr für Jahr und Block für Block nach vorne gelaufen», sagt Inauen. Bei seiner letzten Teilnahme schaffte er den 107. Platz. Sein Ziel ist dieses Jahr eine Platzierung in den besten 100. Das gelang ihm bisher erst ein Mal. Was ihn immer weiter nach vorne gebracht habe, seien die lauftechnischen Fortschritte. Bei den Profis schaue er sich während des Rennens aber nichts ab: «Man sieht schon, neben wem man läuft. Auch ein Cologna ist manchmal weiter hinten.» Der sei allerdings dann schnell wieder weiter vorne, wenn es darauf ankommt.