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ENERGIE: Drei Windräder im Älpli?

Oberhalb von Krinau könnten Windräder erstellt werden. Diese dürften rund 200 Meter hoch werden. Die Initianten denken an drei Anlagen. Im günstigsten Fall wäre ein Baubeginn 2022 möglich.
Martin Knoepfel
Hinten von links: Jakob Wickli, Felix Wyss, Thomas Grob, Hans Grob, Max Bretscher. Vorne von links: Andy Wittenwiler, Philipp Mattle, Patrizia Egloff, Maja Bretscher (Moderatorin). (Bild: Martin Knoepfel)

Hinten von links: Jakob Wickli, Felix Wyss, Thomas Grob, Hans Grob, Max Bretscher. Vorne von links: Andy Wittenwiler, Philipp Mattle, Patrizia Egloff, Maja Bretscher (Moderatorin). (Bild: Martin Knoepfel)

Im Älpli oberhalb von Krinau fanden vom November 2014 bis zum Dezember 2016 Windmessungen statt. Thomas Grob (Thurwerke) und Philipp Mattle (Emch + Berger AG) gaben am Energieapéro vom vergangenen Freitagabend in Krinau die Ergebnisse der Messungen bekannt. Sie lauten: Es gibt genug Wind für den Bau von Windrädern zur Stromproduktion. Gemessen wurde die Windgeschwindigkeit in 50 und 200 Metern Höhe. Philipp Mattle wies darauf hin, dass in der Höhe die Windstärke grösser ist als in Bodennähe, weil der Bremseffekt des Bodens wegfällt.

Letztes Jahr wurde eine Machbarkeitsstudie für Windräder an diesem Ort erarbeitet. Als Besucher des Energieapéros gewann man den Eindruck, dass die Absichten zum Bau dieser Windräder schon recht konkret sind. Im März finden Informationsveranstaltungen zu den geplanten Windrädern statt.

Viele Bedingungen müssen erfüllt sein

Der beste Standort für Windräder im Toggenburg liegt laut Philipp Mattle oberhalb von Ebnat-Kappel. Allerdings müssen für Windräder noch viele andere Bedingungen erfüllt werden. Zum Beispiel ist ein Mindestabstand zu Siedlungen einzuhalten. Auch der Wald und geschützte Landschaften von nationaler Bedeutung kommen für den Bau von Windrädern nicht in Frage. Unter Beachtung dieser und weiterer Kriterien fiel der Standort Ebnat-Kappel durch, und es blieben im Toggenburg die Standorte Unteres Älpli und Holder auf rund 1060 Metern über Meer übrig. Bis zur Verwirklichung der Idee braucht es allerdings noch einige Schritte. So sind unter anderem diverse Bewilligungen und eine Umweltverträglichkeitsprüfung nötig. Und dann braucht es einen Investor. Für Thomas Grob könnten das die Thurwerke sein.

«Anlagen auf gute Standorte konzentrieren»

Laut der Energiestrategie 2050 sollte der Kanton St. Gallen rund 130 Gigawattstunden (GWh) Windenergie pro Jahr produzieren. Moderne Windräder oder Windenergieanlagen (WEA) erzeugen fünf bis sechs GWh pro Jahr. Oberhalb Krinau sollen offenbar drei WEA entstehen. Thomas Grob betonte, dass der Kanton die WEA auf einige wenige gute Standorte konzentrieren wolle.

Die WEA sind Grossanlagen. Sie haben 120 bis 160 Meter hohe Masten und Rotoren mit 110 bis 140 Meter Durchmesser. Auf dem Mast befindet sich die Welle, um die die Rotoren drehen. Als Illustration wurde ein Bild des Windparks auf dem Mont Crosin im Jura gezeigt. Philipp Mattle ist auch überzeugt, dass die drei WEA keine grosse Gefahr für Vögel oder Fledermäuse bilden. Wenn sich ein grosser Vogelschwarm nähere, könne man das Windrad abschalten. Fledermäuse jagten vor allem in Baumhöhe, während sich die Rotoren der Windräder über den Bäumen drehten, sagte er. Der Bau der WEA würde auch einen Ausbau der Zufahrtsstrasse erfordern.

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