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Endlich Weihnachten!

Brosmete
Peter Abegglen

Der Adventskalender wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in Deutschland «erfunden» und ist ursprünglich ein für Kinder gedachtes, sichtbares Zeichen des Wartens auf die Geburt Jesu. Am Ende steht das Weihnachtsfest, so die christliche Tradition. Ich erinnere mich an Kalender mit Fensterchen, hinter denen verschiedene Bildchen aufschienen, heute haben Kinder auch nummerierte Säcklein, aus denen es täglich etwas Leckeres zu naschen gibt. All diese Kalender bauen eine Spannung auf, die dann mit dem Weihnachtsfest, im Idealfall im Familienkreis am Christbaum, aufgelöst wird. Es scheint nun aber, dass Kinderkalender mit Bildern und Schokolade ausgedient haben. Hinter den Türen heutiger zielgruppenorientierter Adventskalender liegen - immer in 24 Variationen – Lippenstift, Parfum, Bier oder Erotica (jeweils für Männer oder Frauen). Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Diese Adventskalender haben ebenso zum Ziel, dass das Warten ein Ende hat und ein Türchen aufgeht. Es ist das Warten des Verkäufers, auf dass ein Käufer zur Tür hereinspaziert. Das mag mit christlicher Tradition herzlich wenig gemeinsam haben, aber es dient immerhin der Nächstenliebe, wozu im weitesten Sinne ja auch ein faires Geschäft gehört.

Übermorgen geht es nun auf, das letzte Türchen am Adventskalender. Dann hat das Warten ein Ende. Worauf diejenigen mit dem Kalender Beauty, Foodies, Whisky etc. warten, ist mir allerdings schleierhaft. Wir, die Liebste und ich, wissen genau, worauf wir gewartet haben: Wir können es nämlich kaum erwarten, im Familienkreis zusammen zu sein und in strahlenden Kinderaugen den Kerzenschein des Christbaums spiegeln zu sehen. Darauf zu warten, lohnt sich jedes Jahr aufs Neue. Es ist ein Geschenk, das mit nichts auf der Welt aufgewogen werden kann. Wir nennen es Glück.

Ich wünsche Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, dass sich hinter dem Türchen des letzten Fensters im Adventskalender die eine oder andere Glücksbrosmete finde, sei es als frohes Fest, als leuchtende Kinderaugen, als Lächeln eines lieben Menschen oder sei es eine ganze Brosmete schöner Erinnerungen.

Peter Abegglen

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