Emil Signer auf dem Ehrenplatz

Die Appenzeller starten mit vier Kranzgewinnen gut in die Kranzfestsaison. Emil Signer belegt den zweiten Schlussrang. Ganz knapp an der Schlussgangteilnahme scheitert Andreas Fässler.

Thomas Mock
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Emil Signer sicherte sich mit fünf Siegen den 2. Schlussrang am Thurgauer Kantonalen Schwingfest. (Bild: Werner Schärer)

Emil Signer sicherte sich mit fünf Siegen den 2. Schlussrang am Thurgauer Kantonalen Schwingfest. (Bild: Werner Schärer)

SCHWINGEN. Vergangenen Sonntag fand in Bichelsee-Balterswil mit dem Thurgauer Kantonalschwingfest das erste Kranzfest in der Ostschweiz statt. Die Appenzeller erkämpften sich insgesamt vier Kränze, wobei Emil Signer als Bester den zweiten Schlussrang belegen konnte. Sein Wettkampf begann jedoch überhaupt nicht erwartungsgemäss. So musste er bereits nach kurzer Gangdauer die Stärke des unbequemen Thurgauers Michael Steiner anerkennen. In der Folge liess Signer aber nichts mehr anbrennen, belegte nach fünf anschliessenden Siegen hinter Bösch den Ehrenplatz und durfte das Holstein-Rind Lifia in Empfang nehmen.

Unbezwungene Innerrhoder

Mit jeweils vier Siegen und zwei unentschiedenen Gängen plazierten sich auch Andreas Fässler und Martin Hersche in den Top vier. Fässler lag nach fünf Gängen gar auf dem zweiten Rang. Das Einteilungskomitee um Manuel Strupler entschied sich aber gegen Fässler und gab dem gleichplazierten Tobias Krähenbühl den Vortritt für den Schlussgang. Mit einem gestellten sechsten Gang gegen den beinahe unbezwingbaren Zürcher Eidgenossen Fabian Kindlimann resultierte trotzdem der dritte Schlussrang. Ebenfalls unbezwungen blieb Martin Hersche. Im fünften Gang gelang ihm indes ein gestellter Gang gegen den Eidgenossen Stefan Burkhalter, ohne je ernsthaft in Bedrängnis zu geraten. Mit einem abschliessenden Sieg gegen Tobias Fäh sicherte sich Hersche den vierten Rang.

Zwyssig im Soll

Ebenfalls auf dem vierten Schlussrang klassierte sich der Gaiser Raphael Zwyssig. Nach dem Startunentschieden gegen den späteren Schlussgangteilnehmer Krähenbühl musste er sich im dritten Gang gegen Daniel Bösch geschlagen geben. Dies war umso ärgerlicher, als dass Zwyssig denselben Gegner vor Wochenfrist am Toggenburger Verbandsschwingertag noch über die gesamte Gangdauer halten konnte. Mit drei abschliessenden Siegen durfte sich Raphael Zwyssig aber trotz dieser Niederlage zusammen mit Hersche auf dem gleichen Rang wiederfinden.

Inauen im Pech

Der Innerrhoder Franz Inauen startete verheissungsvoll in den Tag. Nach zwei problemlosen Startsiegen dominierte er auch den dritten Gang gegen Michael Steiner, welchen Emil Signer im Anschwingen noch verloren hatte. Bereits beim dritten Griffefassen war es um den Thurgauer geschehen, und Inauen grüsste zur Mittagszeit vom zweiten Zwischenrang. Im vierten Gang bestimmte er auch gegen den Eidgenossen Stefan Burkhalter weitgehend den Gang, ehe er in der letzten Minute doch noch verlor. Eine mögliche Schlussgangqualifikation wäre im fünften Gang aber trotzdem noch möglich gewesen. Er musste sich aber Tobias Krähenbühl geschlagen geben. Zu allem Unglück verlor Inauen auch den letzten und entscheidenden Gang, und die Kranzränge gerieten ausser Reichweite.

Ranglistenauszug: 1. Bösch Daniel, Sirnach, 59,00 P. 2a. Signer Emil, St. Peterzell, 58,00 P. 3c. Fässler Andreas, Appenzell, 57,25 P. 4a. Hersche Martin, Appenzell, 4b. Zwyssig Raphael, Gais, je 57,25 P. (alle mit Kranz).

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