Elisa Mock-Rutz (1921–2014)

Unsere Mutter Elisa Mock-Rutz wurde als fünftes Kind der Eheleute Emil und Anna Rutz in der oberen Schwendi in Brunnadern geboren. Mit sechs Geschwistern, ein Bruder starb leider schon mit zehn Jahren an einer Blutvergiftung, verbrachte sie eine wohl bescheidene, aber glückliche Kindheit.

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Elisa Mock-Rutz (Bild: pd)

Elisa Mock-Rutz (Bild: pd)

Unsere Mutter Elisa Mock-Rutz wurde als fünftes Kind der Eheleute Emil und Anna Rutz in der oberen Schwendi in Brunnadern geboren. Mit sechs Geschwistern, ein Bruder starb leider schon mit zehn Jahren an einer Blutvergiftung, verbrachte sie eine wohl bescheidene, aber glückliche Kindheit.

Es gab stets viel zu tun

Auf dem Reitenberg besuchte sie alle acht Jahre bei Lehrer Zwingli die Schule. Bei Herr Pfarrer Troll wurde sie im Frühling 1937 konfirmiert. Sie bekam den Spruch «Lebe deine Lust am Herrn, er wird dir geben, was dein Herz wünscht». Da es daheim viel zu tun gab, half Elisa auf dem elterlichen Hof, und verrichtete Heimarbeit. Auch half sie bei ihrer ältesten Schwester aus.

Im Jahre 1943 übernahm Bruder Emil den Hof in der Schwendi und die Eltern mit den jüngeren Geschwistern zogen nach Dieselbach, wo sie auch wieder einen Hof bewirtschafteten.

Eine Hochzeit im Mai

In Dieselbach lernte Elisa ihren zukünftigen Mann Hans kennen. Im Mai 1944 heirateten die beiden, und wohnten in der Weid in Oberhelfenschwil. Dem Ehepaar wurden drei Kinder, Lini, Anni und Hansruedi geschenkt. Später haben sie noch Heidi angenommen.

Die vier Kinder bereiteten viel Freude, wuchsen heran und heirateten eins nach dem anderen. Hansruedi übernahm dann den Hof in der Weid, und die Eltern halfen noch tatkräftig mit.

Nach elf Jahren Miteinander wurde der Hof verpachtet, und da zogen die Eltern in die Altegg, nachher ins Bühler-Haus an der Feldstrasse. Im Januar 1998 durften sie eine nagelneue Wohnung im Haus Trias beziehen. Wie oft sassen sie dort auf dem Balkon und genossen eine herrliche Aussicht.

Leider musste Mutter sich im Sommer 2004 einer Operation unterziehen. Da bezog Vater ein Zimmer im Alters- und Pflegeheim Brunnadern, wohin ihm dann Mutter im Herbst auch folgte. Dort wurden sie liebevoll betreut und genossen die gemeinsamen Stunden in Mutters Stübli. Viele Besucher durften sie dort immer empfangen, sei's von guten Freunden und Bekannten oder von der immer grösser werdenden Familie.

Leider verstarb dann Vater im Februar 2010. Mit ihrem tiefen Glauben nahm Mutter den Verlust hin und war unendlich dankbar für die lange, schöne Zeit mit ihm.

Dankbar und zufrieden

Überhaupt war Mutter stets dankbar und zufrieden, freute sich an jedem neuen Urgrosskind, das die Familie vergrösserte. Inzwischen sind es 26, und von jedem wusste Mutter bis zuletzt den Namen.

Auch freute sie sich an ihrem schönen, neuen Zimmer, das sie im Mai noch beziehen durfte. Leider konnte sie es nicht mehr lange geniessen. Ab Mitte August wurde sie zusehends schwächer, konnte bald nicht mehr mit ihren «Gspänli» in der Stube essen. Am Samstagabend vom 6. September durfte sie friedlich einschlafen.

Liebe Mutter, wir danken dir für alles, was du für uns getan hast und gönnen dir die ewige Ruhe. Bhüet di Gott.