Elf Musikgesellschaften kämpfen um Punkte

In diesem Jahr marschieren die Neckertaler Musikgesellschaften zum Kreismusiktag am 3. Mai in Dicken auf. Die Musikgesellschaft Dicken wird dies in neuer Aufmachung tun können, denn bereits am Samstag wird ihre Neuuniformierung gefeiert. Der Startschuss ins Festwochenende fällt jedoch schon am Freitag.

Urs M. Hemm
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Das Organisationskomitee Dorffest und Kreismusiktag Dicken: (hinten von links) Bea Fluri, Daniel Wagner sowie Tamara Forrer. (Vorne von links) Mirjam Gubser, Ruth di Roma, Claudia Mutti und Paula Bruderer. (Bild: Urs M. Hemm)

Das Organisationskomitee Dorffest und Kreismusiktag Dicken: (hinten von links) Bea Fluri, Daniel Wagner sowie Tamara Forrer. (Vorne von links) Mirjam Gubser, Ruth di Roma, Claudia Mutti und Paula Bruderer. (Bild: Urs M. Hemm)

DICKEN. Die Ordner mit den gesammelten Unterlagen der verschiedenen Ressortverantwortlichen werden immer dicker, die anstehenden Traktanden immer detaillierter. Nur noch rund eine Woche, dann beginnt das Dorffest Dicken. Die Übersicht über die gesamten Vorbereitungsarbeiten hat OK-Präsident Daniel Wagner, der durch die letzte offizielle Sitzung des Organisationskomitees vor dem Dorffest Dicken im Restaurant Hirschen im Flawiler Egg führte. Zum OK gehören ausserdem Paula Bruderer (Kreismusiktag), Bea Fluri (Werbung/Sponsoring), Marianne Meile (Sekretariat, Unterhaltung/Rahmenprogramm), Claudia Mutti (Finanzen, Unterhaltung/Rahmenprogramm), Kurt Haltiner und Mirjam Gubser (Uniformen/Instrumente), Ruth di Roma (Festwirtschaft) sowie Tamara Forrer (Unterstützende Dienste und Personal).

Rund 100 Helfer im Einsatz

Der Sitzungsort kommt nicht von ungefähr, denn die Verantwortliche für die Festwirtschaft, Ruth di Roma, ist Wirtin des «Hirschen». Neben genügend Getränken und Verpflegung ist in der Festwirtschaft gutes Personal entscheidend. Dafür arbeitet sie eng mit Tamara Forrer zusammen. «Über die drei Tage verteilt sind insgesamt rund 100 Helfer im Einsatz», sagt Forrer. Darunter sind auch jene, welche im Service mitarbeiten. «Haben wir genügend Serviceportemonnaies?», fragt Daniel Wagner, denn laut Arbeitsplan sind bis zu 19 Personen gleichzeitig in der Festwirtschaft im Einsatz. «Wie viel Bargeld geben wir dem Servicepersonal mit?» ist ein Punkt, den Claudia Mutti beschäftigt. Ebenso wie die Frage, wann, wo und von wem das Servicepersonal ausbezahlt wird. «Die Helfer, sei es im Service, die Putzequipe oder die Parkplatzanweiser brauchen klare Aufträge und eine klar definierte Ansprechperson in ihrem Ressort», wirft Daniel Wagner ein. Nicht, dass sie einen Auftrag bekommen und bei nächster Gelegenheit das Gegenteil erzählt bekommen. «Dafür ist aber entscheidend, dass wir vom OK immer in Kontakt bleiben», sagt Forrer. Ihr Vorschlag, alle OK-Mitglieder über Whatsapp zu verbinden, findet allgemein Zuspruch.

Froh, wenn es los geht

Nach und nach werden alle diese Fragen beantwortet und vorhandene Probleme einer Lösung zugeführt. «Wichtig ist auch», sagt Tamara Forrer, «dass alle Helfer einen zentralen Anlaufpunkt haben, ein Zelt etwa, wo sie sich umziehen können, wo sie ihre T-Shirts bekommen und wo sie einen Ansprechpartner haben, falls es irgendwelche Probleme oder Fragen gibt.»

Der Reihe nach fassen alle Ressortverantwortlichen noch einmal zusammen, wo sie in ihren Vorbereitungen stehen. Klar ist, dass nach fast zweijähriger Vorbereitung alle froh sind, wenn es endlich losgeht und dann – hoffentlich ohne Zwischenfälle – am Sonntagabend vorbei ist. «Nicht, dass es keinen Spass macht, aber die Vorbereitungsarbeiten für ein Fest diesen Ausmasses sind doch sehr aufreibend», sagt Daniel Wagner.

Strickt reglementiert

Beim Klassentreffen am Freitag und der Neuuniformierung und Teilinstrumentierung am Samstag hat das OK, was die Organisation und den Ablauf betrifft, freie Hand. Am Kreismusiktag vom Sonntag hingegen müssen sie Rücksicht auf das vorgegebene Programm nehmen und, mehr denn je, versuchen, den Zeitplan einzuhalten. Insgesamt elf Musikgesellschaften stellen sich der dreiköpfigen Jury in den Bereichen Unterhaltungsmusik mit Show sowie Marschmusik. Dabei kann im Bereich Unterhaltungsmusik die Art der Vorträge frei gewählt werden. Unabhängig davon werden die Auftritte gemäss neun verschiedenen Faktoren bewertet. Darunter sind beispielsweise Stimmung und Intonation, Klangausgleich wie auch Interpretation und Stilempfinden. Die Bewertung reicht von ungenügend bis herausragend.

In der Marschmusik werden die Präsentation, unter anderem Meldung, Ausstrahlung und Ausrichtung, Abmarsch sowie die Marschdisziplin bewertet. Das Spektrum reicht hier von «zurückhaltend» bis «überzeugend», von «bestimmt» bis «misslungen». Hier werden Jurynoten von ungenügend bis ausgezeichnet vergeben.

Dorffest Dicken, 1. bis 3. Mai, Freitag, ab 19.30 Uhr, Ländlerabend mit Berglergmüet (Eintritt frei); Samstag, ab 15.30 Uhr, Klassentreffen, ab 20 Uhr, Festakt mit Neuuniformierung und Teilinstrumentierung, Unterhaltung mit Alpen GmbH, (Türöffnung: 18.30 Uhr); Sonntag, ab 9 Uhr, Kreismusiktag Neckertal (Eintritt frei). Das detaillierte Programm für alle drei Tage ist auf www.mgdicken.ch zu finden.