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EISKUNSTLAUFEN: Kür auf heimischem Eis

Die Herisauerin Flavia Jessica Bösch startet heute zum zehnten Mal am Säntiscup. Der Anlass ist für sie etwas Spezielles.
Jesko Calderara

Jesko Calderara

jesko.calderara@appenzellerzeitung.ch

Der diesjährige Säntiscup, welcher noch bis morgen Sonntag dauert, wird für Flavia Jessica Bösch besonders. Zum zehnten Mal nimmt sie am Anlass des Eislaufvereins Herisau und Umgebung (EV) teil. Die 16-Jährige steht heute um 12.15 Uhr im Sportzentrum auf dem Eis. «Es ist der einzige Wettkampf in der Region über drei Tage und daher etwas Besonderes», sagt Bösch. Für sie als Mitglied des organisierenden Vereins sei der Anlass ein Pflichttermin. Das internationale Teilnehmerfeld mache den Reiz des Events aus. Am Säntiscup sind dieses Jahr rund 270 Athletinnen und Athleten aus der Schweiz, Österreich, Deutschland und Lettland am Start. Auch Sportlerinnen und Sportler aus Frankreich, Skandinavien und Osteuropa waren am Säntiscup schon zu Gast. Speziell vorbereitet auf den heutigen Tag hat sich Bösch nicht.

Die junge Herisauerin startet in der Kategorie «Goldies A/B». Ihre Kür auf Stufe Interbronze dauert zweieinhalb Minuten. Sie muss acht verschiedene Elemente enthalten, darunter fünf Sprünge, ein Schrittelement und zwei Pirouetten. Das passende Musikstück dazu kann die Eiskunstläuferin auswählen. Mehrere Preisrichter bewerten dann den Auftritt. Der Interbronze-Kürtest folgt nach den vier Sterne- und dem Anfängertest. An ihrem «Heimwettkampf» verspricht sich Bösch einiges. Sie startet in einer Kategorie ohne den ­sogenannten Axel. Dieser Sprung mit eineinhalb Umdrehungen beherrsche sie im Vergleich zu anderen Elementen nicht so, sagt sie.

Bis zu fünf Wettkämpfe pro Saison

Der traditionelle Säntiscup ist für Flavia Jessica Bösch gleichzeitig Höhepunkt und Abschluss der Saison. Von Dezember bis April bestreitet sie jährlich ungefähr vier bis fünf Wettkämpfe in der ganzen Deutschschweiz. Zu Beginn der Saison, im Juli und August, steht das Einstudieren der Kür mit Hilfe eines Privattrainers auf dem Programm. Diese Kür zeigt sie dann während einer oder gar mehrerer Saisons. Für ihre Leidenschaft betreibt Bösch einen erheblichen zeitlichen Aufwand. Bis zu sechs Trainings wöchentlich absolviert die Oberstufenschülerin im Sportzentrum zusammen mit ihren Vereinskolleginnen. Dabei geht es darum, an den Details der Kür zu feilen und diese zu vertiefen.

Vor elf Jahren mit dem Sport begonnen

Mit dem Eiskunstlaufen hat Flavia Jessica Bösch vor elf Jahren begonnen. Ihre Mutter, die dem Eislaufverein Herisau und Umgebung als Vorstandsmitglied angehört, nahm sie ins Sportzentrum mit. In der Folge besuchte die damals 5-Jährige einen Kinderkurs und bekam Spass an der Sportart. Heute unterrichtet Bösch selber Kinder. Es bereite ihr Freude, dem Nachwuchs das Interesse an Eiskunstlaufen weiterzugeben. Sobald sie auf dem Eis stehe, könne sie abschalten, sagt Bösch. «Es ist auch eine Befriedigung, wenn man einen anspruchsvollen Sprung geschafft hat.» Als wichtige Voraussetzung nennt sie die mentale Stärke. Nach einem Sturz während des Auftritts («ist mir glücklicherweise noch nie passiert») gelte es, wieder aufzustehen und weiterzumachen. Der Umgang mit solchen Situationen lerne man mit der Zeit.

Podestplätze am Säntiscup als grösster Erfolg

In ihrer Karriere hat Bösch bereits mehrere Podestplätze am Säntiscup. 2009 gewann sie ­sogar den Wettkampf in ihrer ­Kategorie. Das Hobby will Bösch auch nach den Sommerferien weiter ausüben, wenn sie eine Lehre als Augenoptikerin in St. Gallen beginnen wird. Im ­Erwachsenenalter würden viele mit Eiskunstlaufen aufhören, sagt sie. «Ich dagegen habe es mir zum Ziel gesetzt, weiterzumachen.»

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