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EISHOCKEY: Spezieller Weg in die Niederlage

Im 1.-Liga-Derby zeigen sich beide Teams wenig gefestigt. Wils Kollaps ist mit einem künstlichen Time-out zu Ende, jener des SC Herisau erst mit dem 5:7 ins leere Tor.
Lukas Pfiffner
Herisaus Stürmer Sven Carrel (rechts) gerät im Zweikampf mit Matteo Torino aus dem Gleichgewicht. (Bild: PF)

Herisaus Stürmer Sven Carrel (rechts) gerät im Zweikampf mit Matteo Torino aus dem Gleichgewicht. (Bild: PF)

Lukas Pfiffner

lukas.pfiffner@appenzellerzeitung.ch

Die 58. Minute – ein Moment mit Beispielcharakter. Da zeigen zwei Aktionen von Kevin Homberger, wie sich die Gewichte im Verlauf des Abends zu Ungunsten der Gastgeber verschoben haben: Der Herisauer Verteidiger stösst in Unterzahl mit der Scheibe eindrucksvoll ins gegnerische Drittel, er gewinnt wertvolle Sekunden. Seinem Backhandabschluss fehlt aber die Kraft – und als er sich beim Wiler Gegenangriff mit letztem Willen wieder vor dem eigenen Tor positioniert hat, lenkt er einen Puck Diems von der Seite unglücklich an Raganato vorbei. Es heisst 5:6.

Die Gäste führten damit in dieser Partie mit viel Turbulenzen und wenig Konstanz erstmals. Auf beiden Seiten musste von einem kollektiven Kollaps die Rede sein. Jener der Einheimischen war erst mit der Schluss­minute zu Ende, jener der Wiler wurde quasi von einem künstlichen Time-out gestoppt.

Wil zunächst uninspiriert und ungeordnet

Probleme mit der Zeitanzeige auf der Matchuhr hatten nämlich einen rund achtminütigen Unterbruch zur Folge. Wil hatte eben das vierte Gegentor kassiert und schien auf dem Weg zu einer diskussionslosen Derby-Niederlage. Der Auftritt war bis dahin un­inspiriert, zahm und ungeord­net gewesen, Herisau schneller, wuchtiger und besser.

Die spezielle und ausgedehnte Pause verwendete der Gast nicht nur zu einem Wechsel auf der Torhüterposition, sondern offensichtlich auch zur Besinnung auf grundlegende Anforderungen an ein Hockeyspiel. Sehr gut hatte sich der SCH vor allem angestellt, wenn der Gast reduziert war: Die erste Strafe nützte Jeitziner nach sieben Sekunden Überzahl, die dritte Marco Koller nach 66 Sekunden, und als beide Mannschaften zu viert waren, traf Studerus wuchtig zur Drei­toreführung.

Erst Koller dominant, dann Diem und Moser

Das Positive galt beim SCH aber generell nur mit Einschränkungen. Marc Klingler war am Wochenende ein Hüter, aber jener der militärischen Unterkunft und nicht des Herisauer Tores. Raganato zeigte sich lange Zeit als guter Ersatz mit ein paar spek­takulären Paraden im zweiten Abschnitt, aber er konnte den negativen Lauf der Dinge nicht stoppen. Timo Koller präsentierte sich in der ersten halben Stunde als überragender Mann auf dem Feld und hatte bei vier Herisauer Toren seinen Stock im Spiel, er musste aber das Feld mit hängendem Kopf verlassen, und dominante Rollen nahmen schliesslich die Wiler Diem und Moser ein. Der Gäste-Ersatztorhüter liess zwar fast jeden Puck abprallen, aber kaum einmal war ein Angreifer für einen Nachschuss zur Stelle. Trudel wurde nur einmal bezwungen, zwei Minuten nach der zweiten Pause.

Und vermutlich gab dieses 5:2 den Ausserrhodern jene falsche Sicherheit, die sie ins Verderben trug. Sie offerierten den Wilern offenes Eis, verloren mit der Geschlossenheit der Blöcke auf ärgerliche Art das Spiel.

Herisau – Wil 5:7 (2:1, 2:1, 1:5)

Sportzentrum. – 302 Zuschauer. – Sr. Hässig, Vendome/Torti.

Tore: 7. Jeitziner (T. Koller, Bohlhalder, Ausschluss Moser) 1:0. 15. Moser (Zanzi, Schir, Ausschluss Bleiker) 1:1. 19. T. Koller (Jeitziner) 2:1. 21. M. Koller (T. Koller, Bommeli, Ausschluss Rüsi) 3:1. 23. Studerus (T. Koller, Ausschluss Homberger und Herberger) 4:1. 34. Moser (Diem, Elsener) 4:2. 42. Aerni (Pace, Speranzino) 5:2. 42. Maraffio (Torino) 5:3. 49. Moser (Diem, Stevan) 5:4. 51. Moser (Diem) 5:5. 58. Diem 5:6. 60. (59:09) Hohl (Moser, Herisau ohne Torhüter) 5:7.

Herisau: Raganato; Bohlhalder, M. Koller; Studerus, Olbrecht; Homberger, Bleiker; Bommeli, T. Koller, Jeitziner; Speranzino, Pace, Aerni; Carrel, Hausammann, Heinrich.

Wil: F. Meier (23. Trudel); Hungerbühler, Hohl; Stevan, M. Herzog; Herberger, Blatter; Zähner; Elsener, Diem, Ph. Meier; Zanzi, Schir, Moser; Bischofberger, Eigenmann, Rüsi; F. Herzog, Maraffio, Torino.

Strafen: Herisau 6-mal 2 Minuten, Wil 8-mal 2 Minuten.

Bemerkungen: Herisau ohne Klingler (Militär), Bulach, Biefer, Popp, Grüter und Widmer (verletzt). 59. Pfostenschuss Bommeli.

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