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EISHOCKEY: Ein wertvoller Trostpunkt

In nunmehr 193 Minuten gelingen Herisau gegen Prättigau nur vier Tore. Bemerkenswerterweise holt es aber auch im dritten Vergleich der beiden Aufsteiger trotz Niederlage einen wichtigen Zähler.
Lukas Pfiffner
Bollwerk Kotry: Der SC Herisau konnte den Prättigauer Torhüter am Mittwoch nur einmal bezwingen. (Bild: Mea Mc Ghee)

Bollwerk Kotry: Der SC Herisau konnte den Prättigauer Torhüter am Mittwoch nur einmal bezwingen. (Bild: Mea Mc Ghee)

Lukas Pfiffner

lukas.pfiffner@appenzellerzeitung.ch

Herisaus Stürmer Timo Koller sagte das, was am Mittwochabend wohl viele dachten: «Ein gewonnener Punkt.» Als Bonus ist der Zähler gegen Prättigau aus mehreren Gründen anzusehen. Erstens aufgrund der Leistungen, zweitens wegen des späten Zeitpunktes und der Art des Ausgleichs, drittens weil die drei Mannschaften hinter dem SCH alle ohne Punktezuwachs blieben. Nach 21 von 27 Runden haben die Ausserrhoder auf Uzwil sechs Zähler Vorsprung, auf die Pikes (und den Strich) sieben, auf Weinfelden zehn.

In der Schlussphase der regulären Spielzeit stellte Trainer Markus Rechsteiner Holdener zu Pace und Popp sowie Rotzinger zwischen Koller und Aerni. Es lief die 57. Minute, als Timo Koller seitlich hinter dem Bündner Tor in Puckbesitz war. «Ich versuchte den Rückpass auf Rotzinger zu spielen, ein Verteidiger lenkte die Scheibe ins Tor.» Koller und seine Kollegen bejubelten den Ausgleich stürmisch. Das späte 1:1 belohnte die Einheimischen für ihre Kampfeskraft und ihr geschlossenes Auftreten. Die Startminuten waren von Herisau wirblig und zielstrebig geführt worden, es hatte viele Pucks erobert und sich feldüberlegen gezeigt. Schon ab Mitte des ersten Drittels war aber die Zahl der technischen Fehler hoch. Ein paar Undiszipliniertheiten und Strafen hätten dazu geführt, dass sein Team den Rhythmus verloren habe.

Mit Verzögerung auf das 0:1 reagiert

Timo Koller brachte diesmal den Abend als Flügel hinter sich und nicht als Center. «Ich spiele beide Positionen gerne.» Durch die Rückkehr von Rotzinger und die Tatsache, dass mit Brügger auch ein Junger in der Mitte spielen könne, gebe es für den Trainer mehr Möglichkeiten. Trotz des knappen Spielstandes verlief die Partie lange erstaunlich ruhig. In den ersten beiden Dritteln gab es wenige zwingende Szenen im Abschluss. Auf das 0:1 durch einen sehenswerten Ablenker Däschers aus der Luft (30.) reagierten die Gastgeber mit Verzögerung. Aerni und Timo Koller vergaben im letzten Drittel gute Möglichkeiten. Prättigau liess in der Schlussphase, als es auf den Rängen laut wurde, gegen einen wiederum sehr starken Klingler allerdings zwei, drei Matchpucks liegen.

Prättigaus Defensive, Bellinzonas Serie

Auch im dritten Vergleich mit Prättigau hatte Herisau also Überzeit zu leisten. «Kein Zufall», sagt Timo Koller. Die Mannschaft stelle die beste Defensive der Ostschweizer Gruppe und sei nicht einfach zu bespielen. «Prättigau bekommt ja auch am wenigsten Tore.» Herisau gelangen gegen den Mitaufsteiger in 193 Minuten nur vier Treffer. In der Verlängerung, die mit drei gegen drei gespielt wird, sei der Puckbesitz besonders wichtig, sagte Koller. Das freie Eis bot ein kräftezehrendes Hin und Her. Pace auf der einen und Kessler auf der anderen Seite scheiterten in der Overtime knapp, Gian-Andrea Thöny entschied die Partie schliesslich 57 Sekunden vor dem Penaltyschiessen. Irgendwie hatte es mit dem Torschützen seine Berechtigung, hatte doch Thöny (der auffälligste Spieler des Mittwochs) im zweiten und dritten Drittel je einmal den Pfosten getroffen. Er war in den vergangenen zweieinhalb Jahren regelmässiger Skorer in Winterthur respektive bei den GCK Lions gewesen und Ende November aus der zweithöchsten Liga zu seinem Stammverein zurückgekehrt.

Morgen Samstag trifft Herisau auswärts auf Bellinzona. Die Tessiner setzten sich vorgestern im Spitzenkampf auswärts gegen Frauenfeld 6:4 durch. Es war ihr achter Sieg in Folge. Bellinzonas letzte Niederlage? Am 26. November beim 2:3 nach Penaltyschiessen in Herisau.

Herisau – Prättigau 1:2 (0:0, 0:1, 1:0, 0:1) n.V

Sportzentrum. – 298 Zuschauer. – Sr. Hässig, Cali/Vendrame.

Tore: 30. Däscher (G. Thöny, Käppeli) 0:1. 57. T. Koller (Aerni) 1:1. 65. (64:03) G. Thöny (Käppeli) 1:2.

Herisau: Klingler; Homberger, Bulach; M. Koller, Bohlhalder; Olbrecht, Bleiker; Studerus; Popp, Pace, Speranzino; Aerni, Brügger, T. Koller; Bommeli, Hausammann, Jeitziner; Heinrich, Rotzinger, Holdener.

Prättigau-Herrschaft: Kotry; Peterhans, Käppeli; Durisch, Casanova; Raganato, Naef; Portmann; Däscher, Kessler, G. Thöny; Schumacher, Mazza, Depeder; D. Thöny, Gabathuler, Hemopo; Carnot, Hertner, Siegrist.

Strafen: Herisau 5 mal 2 Minuten, Prättigau 5mal 2 Minuten plus 10 Minuten Disziplinarstrafe Raganato (Check gegen den Kopf).

Bemerkungen: 34. und 47. Pfostenschüsse G. Thöny. 56. time-out Prättigau. 60. Time-out Herisau.

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