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EISHOCKEY: Der Herisauer EHC Kloten-Geschäftsführer ist auf Mission "Wiederaufstieg"

Seit dem 1. April ist der 29-jährige Herisauer Pascal Signer Geschäftsführer beim EHC Kloten. Vorher war der Wirtschaftsinformatiker Geschäftsleitungsmitglied bei der FC St.Gallen Event AG.
Patrik Kobler
Pascal Signer ist neuer Geschäftsführer des EHC Kloten.

Pascal Signer ist neuer Geschäftsführer des EHC Kloten.

Eine Woche nach dem Abstieg wirkt das grosse Stadion des EHC Kloten verlassen. Das Eis ist abgetaut, die Banden abmontiert, die Türen verschlossen. Bloss in der Garderobe brennt noch Licht. Trainer André Rötheli, Sportchef Felix Hollenstein und Geschäftsführer Pascal Signer arbeiten mit Hochdruck an der Mission «Wiederaufstieg». Während es sich bei Rötheli und Hollenstein um Schweizer Hockeylegenden handelt, ist Signer neu im Hockeybusiness. Bevor er am 1.  April seine Aufgabe bei Kloten angetreten hat, war er für die FC St. Gallen Event AG tätig, wo er die Digitalisierung vorangetrieben hat und zuletzt als Mitglied der Geschäftsleitung für den Stadionbetrieb, die IT und den Bereich eSport verantwortlich war. Seinen Wechsel zum EHC Kloten bezeichnet er als nächsten Karriereschritt.

Aufgewachsen ist der 29-Jährige in Herisau, wo er auch mit dem Eishockey in Berührung gekommen ist. Hängen geblieben ist er in seiner Kindheit allerdings beim Fussball. Jahrelang hat er für den FC Herisau gespielt, wo er mit seiner positiven Art grosse Wertschätzung genoss. Als Fan hat er sich aber immer auch für Eishockey interessiert. «Sympathisiert habe ich schon immer mit dem EHC Kloten», sagt Signer. Er sei erblich vorbelastet, da es in seiner Verwandtschaft Anhänger der Zürcher Unterländer gebe. Somit waren für ihn auch André Rötheli und Felix Hollenstein keine Unbekannten. Die Zusammenarbeit mit ihnen schätzt er sehr. Über Hollenstein sagt er: «Er ist ein super Mensch. Ich bin froh, dass er uns mit seiner Erfahrung als Sportchef zur Verfügung steht.»

Ganze Kraft und Energie investieren

Obwohl er erst seit wenigen Wochen weg ist, liegt für ihn die Zeit beim FC St. Gallen bereits weit weg. Er hatte auch keine Gelegenheit, sich alle Spiele anzuschauen. Seine volle Konzentration gehört dem EHC Kloten. Geschäftsführer dieses Clubs zu sein, ist kein Acht-Stunden-Job. «Wer in diesem Business tätig ist, muss seine ganze Energie und Kraft investieren», sagt er. Viel Zeit verbringt er in Meetings und am Telefon. Zudem übernimmt er repräsentative Aufgaben. Verantwortlich ist er für das reibungslose Funktionieren der Geschäftsstelle und des Spielbetriebs. Ausserdem gehört er zusammen mit Präsident Hans-Ulrich Lehmann, Verwaltungsrat Mike Schälchli und Sportchef Felix Hollenstein zum Quartett, das sich federführend um die Mission «Wiederaufstieg» kümmert. Unruhe herrsche im Verein keine. «Plan A war der Ligaerhalt. Wir mussten aber parallel auch einen Plan B erarbeiten, um für alle Fälle gewappnet zu sein.» Dieser sei einen Tag nach dem Abstieg an einer Medienkonferenz der Öffentlichkeit präsentiert worden.

Dass gegen aussen vor allem Lehmann und Hollenstein im Fokus stehen, stört den Herisauer nicht. «Ich arbeite lieber im Hintergrund», sagt er. Mit den Emotionen im Sport kann er gut umgehen. Diese kennt er bereits vom FC St.Gallen her. «Beide Vereine bewegen viele Leute. Sowohl der EHC Kloten als auch der FCSG gehören in ihren Regionen zum Kulturgut», sagt Pascal Signer. Die Stimmung im Eisstadion erlebt er sogar als noch etwas intensiver als im Kybunpark. «In den Playouts war die Swiss Arena zweimal ausverkauft. Es war unglaublich laut in der Halle», so der 29-Jährige.

Wandern im Alpstein als Ausgleich

Seinen Wohnsitz hat Pascal Signer in die Nähe des Stadions verlegt. Wenn es die Zeit zulässt, wird er sich immer noch in seiner Heimat bewegen. Fussball spielt er zwar nicht mehr beim FC Herisau, sondern beim FC Rorschach-Goldach. Dafür wird er im Alpstein anzutreffen sein. Er hat das Wandern als Hobby für sich entdeckt. «Ich geniesse es, für mich zu sein und abzuschalten», sagt er. Im Moment ist aber nichts mit Abschalten – schliesslich befindet er sich auf einer Mission: mit dem EHC Kloten zurück in die National League.

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