Eishockey
Dem SC Herisau misslingt die Revanche gegen Bellinzona – im Heimspiel resultiert ein 1:2

Erstligist SC Herisau verliert zum zweiten Mal in dieser Saison gegen GDT Bellinzona. Nach dem 1:2 vom Samstag bleibt die Mannschaft von Trainer René Stüssi auf Rang sechs.

Mea McGhee
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Zu selten erarbeiten sich die Herisauer gegen Bellinzona Torchancen.

Zu selten erarbeiten sich die Herisauer gegen Bellinzona Torchancen.

Bild: Rob Pedrini McGhee

Bellinzona hat einen Lauf: Die Tessiner traten am Samstag mit drei Siegen aus den letzten vier Spielen im Gepäck im Sportzentrum an. Gastgeber Herisau wollte sich für die 3:4-Niederlage im Startspiel revanchieren, entsprechend munter verlief die Startphase. Doch schon bald harzte das Herisauer Spiel, ungenaue Pässe häuften sich. Trainer René Stüssi konstatierte:

Herisaus Trainer René Stüssi.

Herisaus Trainer René Stüssi.

Bild: Lukas Pfiffner
«Wir haben von A bis Z den Flow nicht gefunden und zu kompliziert gespielt.»

Anders die Gäste, die zunächst insbesondere durch Konter ihr Glück suchten. Sie hatten in Stefano Spinedi den auffälligsten Feldspieler in ihren Reihen. Immer wieder sorgte der Flügel mit der Nummer 11 für Gefahr. In der 12. Minute entwischte Spinedi und traf, angespielt durch Mazzolini, zum 1:0. Nachdem Herisau die erste Unterzahl überstanden hatte, kam es durch ein sehenswertes Zusammenspiel zum Ausgleich. Pace schloss eine Kombination mit Popp und Lüthi in der 17. Minute mit einem flachen Schuss zum 1:1 ab.

Starker Valentin Bauer im Tor

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison, gelang es den Herisauern nicht, von einem Powerplay zu profitieren. Kaum einmal konnten sie sich in Überzahl im Angriffsdrittel festsetzen, entsprechend rar waren die Schüsse auf das Tor von Dux. Doch damit nicht genug, einzig der starken Parade von Bauer war es zu verdanken, dass Spinedi im Mitteldrittel keinen Shorthander bejubeln konnte.

Als nach kleinen Strafen mit drei gegen vier gespielt wurde, nutzten die Gäste das freie Eis und gingen in Überzahl durch Leones trockenen Schuss 2:1 in Führung (39.). «Avanti, avanti», tönte es immer wieder von der Tessiner Bank, und die Gastgeber kamen vermehrt den berühmten Schritt zu spät. Wegen unpräziser Angriffsauslösung schaffte es das Heimteam zwischenzeitlich kaum aus dem eigenen Drittel, geschweige denn konnte es Druck erzeugen. Die Tessiner standen zudem defensiv gut und zeigten sich laufstark. Auch der 40-jährige Center Vitali Lakhmatov, dessen Linie einige schöne Aktionen verzeichnete. Nur einem Big Save von Bauer war es zu verdanken, dass Lakhmatovs Sturmpartner Guidotti nicht zum 3:1 erhöhte.

Mehrere Lattentreffer der Gäste

Wäre die Torumrandung an diesem Abend kein Freund der Gastgeber gewesen, hätte das Resultat durchaus deutlicher ausfallen können. Gleich viermal prallte eine Scheibe an die Latte. Und der stark spielende Goalie Valentin Bauer verhinderte weitere Treffer von Bellinzona. «Er gab uns mit seinem riesen Match die Chance, auf Punkte», lobte René Stüssi seinen Keeper. Bauers Vorderleute konnten aber nicht profitieren. 19 Sekunden vor Schluss nahm Stüssi sein Time-out und anschliessend den Torhüter vom Feld. Am Resultat änderte dies aber nichts.

«Die Jungs müssen sich bewusst sein, dass es so nicht geht», habe Stüssi im Teamgespräch Klartext gesprochen. Seine Mannschaft müsse wieder härter arbeiten. Dazu haben die Herisauer in den nächsten Trainings dieser Gelegenheit. Erst am Samstag folgt in Burgdorf die nächste Partie. Die Berner liegen mit zwei Punkten Rückstand direkt hinter den sechsplatzierten Herisauern.

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