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EISHOCKEY: Aus eigener Kraft geschafft

Der SC Herisau bestätigt gegen Arosa, dass er kein Spezialist für Zusatzpunkte ist. Dies wird allerdings zur Nebensache. Der Aufsteiger steht als Playoffteilnehmer fest.
Lukas Pfiffner
Der Aroser Loris Weber (links) wird vom Herisauer Verteidiger Jonas Bulach bedrängt, beobachtet von Marc Pace. (Bild: PF)

Der Aroser Loris Weber (links) wird vom Herisauer Verteidiger Jonas Bulach bedrängt, beobachtet von Marc Pace. (Bild: PF)

Lukas Pfiffner

lukas.pfiffner@appenzellerzeitung.ch

Herisau leistet schweizweit in der 1. Liga am meisten Überzeit. Zum neunten Mal gingen die Ausserrhoder vorgestern in die Verlängerung. Dabei kamen sie nur gegen die Pikes und gegen Bellinzona zu einem zweiten Punkt. Die Faktoren Pech oder Kraft, Konzentration oder Disziplin? Diesmal brauchte der SCH nicht zu sinnieren, warum seine diesbezügliche Bilanz derart negativ ist. Mit dem einen Zähler gegen Arosa erreichte er die Playoffs aus eigener Kraft, ohne auf Uzwils Niederlage am späteren Abend zu warten. Und ohne das «Kleingedruckte» in den Verbandsbestimmungen herbeiziehen zu müssen. Bei ungleicher Anzahl Heimspiele in Direktbegegnungen würde für das Team mit einem Heimspiel mehr das erste Heimspiel nicht gewertet – womit faktisch schon vor der Partie feststand, dass Uzwil den SCH nicht mehr überholt.

Herisau kehrt ins Spiel zurück

Emotionaler als trockenes Paragrafenstudium war das Szenario mit dem späten Herisauer Ausgleich allemal. «Ich habe versucht, eine Lücke zu finden», kommentierte Jonas Bulach die 53. Minute. Es lief ein Powerplay, der Verteidiger zog von der blauen Linie ab, Jeitziner lenkte zum 3:3 ab. Das dritte Drittel war unterhaltsam bis spektakulär, nachdem die Bündner lange Feld- und Chancenvorteile verzeichnet hatten. «Wenn wir von Anfang an so gespielt hätten, wären wir wohl auch einmal in Führung gelegen. So aber rannten wir immer hinterher», blickte Trainer Markus Rechsteiner zurück. Dank ausserordentlichem Kampfgeist und guter Moral kehrte Herisau zurück. Dabei war der Anteil der Neulinge beachtlich. Holdener schloss zur Spielhälfte ein wunderbares Solo mit dem 1:2 ab. Es sei wohl sein bestes Spiel seit dem Wechsel zum SCH gewesen, nicht nur wegen des Treffers, meinte Rechsteiner. 111 Sekunden später vollendete Rotzinger, der andere Zuzug aus Uzwil, in Überzahl einen Schuss Popps zum 2:2.

Der Charakter und ein starker Kern

«Wir sind nie auseinandergefallen, auch im Herbst nicht, als wir einige Niederlagen einstecken mussten», sagt Bulach, der in seinem dritten Jahr beim SCH steht. Allerdings fehlte der 22-Jährige 2016/17 aus Verletzungsgründen. «Der Charakter zeichnet diese Mannschaft aus. Sie hat einen starken Kern.» Der wird in der kommenden Saison wenig verändert. «Die grosse Mehrheit der Spieler hat zugesagt, auch Torhüter Klingler», sagt Präsident Markus Bachschmied. Bulach dagegen wird dem Kader nicht mehr angehören. Nach dem Studium an der Universität St. Gallen hat der Verteidiger vor, in der Region Zürich zu wohnen und ein Praktikum bei einer Bank oder einer Versicherung zu absolvieren. «Dann hat der Beruf Priorität.»

«Gegen Spitzenteams weiter beweisen»

Acht Spiele lang hat Herisau nun immer gepunktet. Letztmals in 60 Minuten besiegt worden ist es am 9. Dezember beim 0:9 gegen Wetzikon. Übermorgen Mittwoch treffen die Ausserrhoder wieder auf die Zürcher Oberländer. Das Saisonziel Ligaerhalt hat der Aufsteiger geschafft. Ist die «Luft» draussen? Bulach hofft und glaubt es nicht. «Wir wollen und können uns gegen die Spitzenteams Wetzikon und Frauenfeld weiter beweisen.» Der Trainer ergänzt: «Es gilt für einige Spieler, sich für die nächste Saison aufzudrängen.» Die Konkurrenz ist grösser als im Herbst. Das spürte Biefer, der mit einem Scheibenverlust das 0:1 verschuldete und die Fortsetzung des Abends weitgehend auf der Bank verbrachte. Er kam noch kurz zu Eiszeit, als Aerni mit Adduktorenproblemen ausgefallen war (39.). In der Schlussphase reduzierte Rechsteiner auf drei Angriffslinien.

Herisau – Arosa 3:4 (0:1, 2:2, 1:0, 0:1) n. Verl. Sportzentrum. – 328 Zuschauer. – Sr. Häusler, Blatti/Dittli.

Tore: 12. Bossi 0:1. 28. Bandiera (Pfranger) 0:2. 31. (30:04) Holdener 1:2. 32. (31:55) Rotzinger (Popp, Speranzino, Ausschluss Haueter) 2:2. 37. Bossi (Bandiera) 2:3. 53. Jeitziner (Bulach, T. Koller, Ausschluss Haueter) 3:3. 62. (61:03) Amstutz (Pfranger) 3:4.

Herisau: Klingler; Homberger, Bulach; M. Koller, Bohlhalder; Olbrecht, Bleiker; Hausammann, Studerus; Popp, Pace, Speranzino; Holdener, Rotzinger, Jeitziner; Bommeli, T. Koller, Aerni; Biefer, Brügger, Grüter.

Arosa: Kunz; Agha, Dimasi; Klopfer, Steiner; Haueter, Hoffmann; Pfosi; Cola, Roner, Bruderer; Pfranger, Bossi, Bandiera; Weber, Amstutz, Gruber; Holinger, Hostettler, Webster.

Strafen: Herisau 4mal 2 Minuten, Arosa 6mal 2 Minuten.

Bemerkungen: 16. Pfostenschuss Amstutz. 53. Timeout Arosa.

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