Eintauchen in die Welt Catalin Dorian Florescus

EBNAT-KAPPEL. Am Freitag, 30. August, um 20 Uhr ist Catalin Dorian Florescu für eine Lesung im Schafbüchel-Schulhaus in Ebnat zu Gast. Der Schweizer Autor mit rumänischen Wurzeln kommt auf Einladung der Bibliothek-Ludothek Ebnat-Kappel und der Vortrags- und Lesegesellschaft im Toggenburg.

Merken
Drucken
Teilen

EBNAT-KAPPEL. Am Freitag, 30. August, um 20 Uhr ist Catalin Dorian Florescu für eine Lesung im Schafbüchel-Schulhaus in Ebnat zu Gast. Der Schweizer Autor mit rumänischen Wurzeln kommt auf Einladung der Bibliothek-Ludothek Ebnat-Kappel und der Vortrags- und Lesegesellschaft im Toggenburg. Er wird aus seinen Romanen «Zaira» und «Jacob beschliesst zu lieben» lesen und Einblick in sein literarisches Schaffen geben.

Erster Roman erschien 2001

Catalin Dorian Florescu wurde 1967 in Rumänien geboren. 1976 reiste er mit seinem Vater nach Italien und Amerika, kehrte aber wieder nach Rumänien zurück. Im Sommer 1982 floh er mit den Eltern in den Westen und wohnt seither in der Schweiz. Inzwischen ist er Schweizer Bürger geworden.

Nach der Matura hat Catalin Dorian Florescu in Zürich Psychologie und Psychopathologie studiert. Später war er als psychotherapeutischer Begleiter in einer Reha für Drogenabhängige tätig. Doch da war die Sache mit dem Schreiben. Sein erster Roman «Wunderzeit» (2001) erregte Aufmerksamkeit. Es folgten «Der kurze Weg nach Hause» (2002), «Der blinde Masseur» (2006); dann «Zaira» (2008) und «Jacob beschliesst zu lieben».

Das volle Leben nachzeichnen

Diejenigen, die mit den Büchern vertraut sind, freuen sich auf die Begegnung mit dem Menschen Florescu, dem interessanten Zeitgenossen. Allen anderen steht eine Entdeckung bevor. Und alle dürfen sich auf ein anregendes Hörvergnügen freuen: Denn ob Catalin Dorian Florescu aus «Zaira» liest und dieser Frau auf einer Jahrhundertreise von Osteuropa bis Amerika folgt oder ob er die Familien-Saga der Obertins über 300 Jahre nachzeichnet, die von Lothringen ins Banat auswandern und deren Nachfahre Jacob da stecken bleibt – seine Geschichten widerspiegeln das volle Leben in den Umständen der jeweiligen Zeit.

Es muss etwas dran sein, wenn einer mit Schreib-Stipendien und Preisen überhäuft wird: Zuletzt hat Catalin Dorian Florescu 2012 mit gerade 45 Jahren den Eichendorff-Preis für sein Gesamtwerk erhalten, und die Kritiker würdigen ihn als fulminanten Erzähler mit einer erzählerischen Wucht und sinnlichen Sprache. (pd)

Lesung von Catalin Dorian Florescu, Freitag, 30. August, 20 Uhr Schulhaus Schafbüchel