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Herisauer Fraktionen vereint: Bahnhofprojekt nimmt weitere Hürde

Die Umgestaltung und Optimierung des Bahnhofareals wird konkreter. Der Einwohnerrat erlässt die planerischen Grundlagen. In einem nächsten Schritt wird er über den Verpflichtungskredit entscheiden.
Alessia Pagani
Die Verschiebung des bestehenden Kreisels in Richtung katholische Kirche ist Voraussetzung dafür, dass das Projekt realisiert werden kann. Dabei haben die Ausserrhoden Stimmbürger das letzte Wort. (Bild: Alessia Pagani)

Die Verschiebung des bestehenden Kreisels in Richtung katholische Kirche ist Voraussetzung dafür, dass das Projekt realisiert werden kann. Dabei haben die Ausserrhoden Stimmbürger das letzte Wort. (Bild: Alessia Pagani)

Die weitere Planung für die Umgestaltung des Bahnhofs Herisau kann vorangetrieben werden. Der Einwohnerrat hat am Mittwoch einstimmig den betreffenden Teilrichtplan angenommen. Ebenso den Teilzonenplan mit Anpassung des Baureglements. Letzterer untersteht dem fakultativen Referendum. Beide Geschäfte legen die Grundlage zur Umsetzung der Arealentwicklung. In einem nächsten Schritt soll dem Einwohnerrat ein Verpflichtungskredit für einen neuen Bushof und Bahnhofplatz unterbreitet werden. Danach haben die Stimmbürger das letzte Wort. Die Änderung des Baureglements bietet die Möglichkeit zur Erstellung von einzelnen Bauten mit bis zu acht Geschossen. Dies soll nicht zuletzt neue Investoren anziehen. Gemeindepräsident Renzo Andreani hob die Bedeutung des Projektes hervor:

«Es ist eine grosse Chance für Herisau und eines Kantonshauptorts würdig.»

Das zukunftsgerichtete Projekt sei nicht nur von kantonaler Bedeutung, sondern habe Ausstrahlung auf die ganze Ostschweiz. Dies sieht die vorbereitende Parlamentarische Kommission (PK) ebenso: Das Projekt setze ein klares Zeichen für die Zukunft von Herisau, sagte deren Sprecher Raphaël Froidevaux. Rund 40 Millionen Franken wird das Generationenprojekt kosten. Die Gemeinde rechnet mit Bundesbeiträgen von 35 Prozent.

Alle Fraktionen stehen hinter dem Projekt

Alle Fraktionen unterstützen das Projekt und haben gemeinsam ein Communiqué verfasst. Auch sie heben die (überregionale) Bedeutung hervor: Das Entwicklungsprojekt des Bahnhofareals sei ein Generationenprojekt, das grosse Aufmerksamkeit verdiene. Dies nicht nur aus finanzieller Sicht, sondern wegen der Ausstrahlung für Herisau und die Region. Das Bahnhofareal Herisau sei Tor zum und Knotenpunkt des Appenzellerlands. Mit einer modernen Infrastruktur erfahre Herisau eine markante Auffrischung und Steigerung der Wohn- und Arbeitsqualität. Die Fördermittel des Bundes, des Kantons und der Gemeinde sowie die Beteiligung der Bahnen und Privater unterstrichen die Bedeutung und den Wert für die gesamte Region, so die Fraktionen einstimmig. Mit dem Entwicklungsgebiet Bahnhof werde wertvolles Bauland für Wohnen und Gewerbe zur Verfügung gestellt, ohne wertvolles Kulturland opfern müssen.

Trotzdem wurden an der Einwohnerratssitzung Bedenken geäussert. So würde sich die Verkehrssituation durch die Verschiebung des Kreisels nicht verbessern, sondern verlagern, sagte SVP-Sprecher Dominik Zeller. Zudem müssten genügend Parkplätze für Gewerbe und Wohnen geschaffen werden. Im Hinblick auf die kommunale sowie kantonale Abstimmung nannten sowohl SP wie auch PK die Wichtigkeit einer guten Öffentlichkeitsarbeit.

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