Einstimmig für dritte Pfarrerin

Neben Marilene Hess und Verena Hubmann wird ab August mit Andrea Anker eine dritte Pfarrerin in der Evangelischen Kirchgemeinde Teufen tätig sein. Ihre Wahl erfolgte am Sonntag einhellig und diskussionslos.

Hanspeter Strebel
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TEUFEN. Nach rund 20 Minuten war die ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung nach dem gestrigen Sonntagsgottesdienst, an dem die vorgeschlagene Kandidatin für das Pfarramt gestaltend teilnahm, bereits beendet. Es kam zu keiner Wortmeldung, was angesichts der Tatsache, dass nach dem Rücktritt von Axel Fabian und der kürzlichen Wahl von Verena Hubmann (nebst der schon länger tätigen Marilene Hess) das Teufner Pfarrteam nun rein weiblich ist, nicht unbedingt zu erwarten war.

Kivo-Präsidentin Yvonne Angehrn und der Präsident der Pfarrwahlkommission, Peter Elliker, erläuterten den 57 Stimmberechtigten das Prozedere bis zum Einervorschlag von Andrea Anker. An einer Retraite im vergangenen Herbst war ein erstes Anforderungsprofil an eine neue Pfarrperson andiskutiert worden. So war rasch klar, jemanden zu suchen, der schwergewichtig in der Konfirmandenarbeit, für die Jungen und jungen Erwachsenen sowie für Familien zuständig ist.

Junge als Zielgruppe

Entsprechend wurde auch die Pfarrwahlkommission zusammengesetzt, in der ebenfalls vorab Leute Einsitz nahmen, die mit dieser Zielgruppe vertraut sind. Präsidiert wurde sie von Peter Elliker. Ferner gehörte ihr Barbara Bucher als Vertreterin junger Familien mit Kindern an, Stephanie Hackenberg als Vertreterin junger Erwachsener, die in einer Ausbildung als Kauffrau ist, die beiden amtierenden Pfarrerinnen und die Kivo-Präsidentin. Als Coach wurde Peter Peier zugezogen, der in St. Gallen als Berater von Kirchgemeinden tätig ist und diese in den Abläufen von Pfarrwahlsuchen unterstützt.

Gemäss Elliker wurde rasch klar, dass man auf die Ausschreibung nicht mit einem Ansturm von Bewerbungen rechnen müsse. «Der tägliche hoffnungsvolle Gang zum Briefkasten war ziemlich ernüchternd», sagte der Präsident der Pfarrwahlkommission. Zum Ende der Bewerbungsfrist lagen genau zwei Anmeldungen vor, von einem Mann und einer Frau. Eigentlich habe man angesichts der Zusammensetzung zu einem Mann tendiert, doch habe sich rasch gezeigt, dass die Bewerberin den Anforderungen in geradezu idealer Weise entspreche. «Andrea Anker hat auf Anhieb überzeugt.» Das fand auch die einstimmige Kivo, zumal die Wahlbescheinigung der Kantonalkirche sofort vorlag. Es habe nirgends ein «ungutes Gefühl» geherrscht, versicherte Yvonne Angehrn.

Einstimmige Wahl

Sie brauchte keine weitere Überzeugungsarbeit zu leisten: Die Kirchbürger folgten dem Antrag einstimmig und hiessen die neue, mit einem Pensum von 60 Prozent tätige Pfarrerin, die sich auf wertvolle Begegnungen freut, mit warmem Applaus willkommen und nutzten den anschliessenden Apéro für ein erstes Kennenlernen. Der Einsetzungsgottesdienst erfolgt am 28. August.

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