Einsatzbereit fürs VaKi-Löschen

Die Werbeoffensive der Appenzeller Feuerwehren zeigt Wirkung. Mein Sohn will jetzt nicht mehr Tschutter werden, sondern Feuerwehrmann. Statt Kickschuhen, Schienbeinschonern und Messi-Trikot wünscht er sich nun zu Weihnachten Helm, Gwand, Schlauch – und ein Feuerwehrauto.

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Bild: Martina Basista

Bild: Martina Basista

Die Werbeoffensive der Appenzeller Feuerwehren zeigt Wirkung. Mein Sohn will jetzt nicht mehr Tschutter werden, sondern Feuerwehrmann. Statt Kickschuhen, Schienbeinschonern und Messi-Trikot wünscht er sich nun zu Weihnachten Helm, Gwand, Schlauch – und ein Feuerwehrauto. Ein knallrotes von Lego, mit dem ich dann nicht spielen darf. Das hat der kleine Kommandant schon mal klargestellt.

Im Moment dient noch unser Kombi als Einsatzfahrzeug. Wo wir hinfahren, auf der Rückbank begleitet uns ein «Tatütatü». Immerhin legitimiert mich das im dichten Feierabendverkehr zum Vortritt, denke ich. Der «Freund und Helfer» drückt sicher ein Auge zu, wenn ich bei Rot über die Ampel bloche – schliesslich sucht die Feuerwehr Nachwuchs. Gellt, da braucht's etwas Solidarität unter uns Blaulichtorganisationen.

Dafür haben wir uns fürs VaKi-Löschen angemeldet. MuKi-Turnen war gestern – jetzt wird gelöscht und gerettet. Sprungtuch, Drehleiter und Atemschutzgerät bieten mehr Action als Ringe, Sprossenwand und Schwedenkasten. Nur sind die Trainings schwer planbar, denn wir warten in ständiger Alarmbereitschaft, bis wir mit dem Pager aufgeboten werden.

Wir freuen uns auch bereits auf den Tag der offenen Tür im neuen Herisauer Feuerwehrhaus. Ich wegen der Bratwurst, er wegen der Stange, an der er hinuntersausen kann. Vielleicht kann er dann auch einmal mit dem Schlauch in der Gegend rumspritzen und ein echtes Feuer löschen. Im Moment müssen dafür noch Holzstecken und Zischlaute reichen. So wie er spudert, wäre er bestimmt ein guter Fussballer geworden.

Patrik Kobler

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