Einige Ziele haben die Wattwiler erreicht

Ein längst fälliger und auch verdienter Heimsieg zu Beginn der Winterpause hätte den FC Wattwil Bunt auf Platz 5 der Tabelle gehievt. So überwintert das Team von Marcel Stüssi auf Platz 9 mit beachtlichen 14 Punkten.

Rolf Freitag
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FUSSBALL. Hinter den Toggenburgern sind Abtwil-Engelburg und etwas abgeschlagen auf den Abstiegsplätzen Rapperswil-Jona und Tägerwilen plaziert. Das Saisonziel, mit 27 Punkten aus der letzten Meisterschaft einen gesicherten Rang belegen zu können, ist immer noch möglich. Dass aber bis zum Start im Frühjahr 2012 viel Arbeit bleibt, ist allen klar.

Zufrieden mit der Vorrunde

«Eigentlich kann ich mit der Vorrunde zufrieden sein», hält Trainer Marcel Stüssi fest, der als Nachfolger von Patric Porchet neu die Toggenburger trainiert. Er erwähnt auch die gute Zusammenarbeit mit seinem Assistenten Ertekin Simsek, mit FC Wattwil Bunt Präsident Heinz Schefer und dem Sportchef Jörg Hasler als positive Bausteine. «Wir haben in der Meisterschaft, aber auch im Cup einige gute Spiele gezeigt.» Tatsächlich spielte der FC Wattwil Bunt mit vier Siegen gegen Tägerwilen, Herisau, Weinfelden-Bürglen und Abtwil-Engelburg sowie zwei Unentschieden gegen Wil und gegen Wängi eine gute Vorrunde.

Heimschwäche

Ein negatives Verhältnis von 1:13 lässt einen Fussballfan aufhorchen, wenn es die eigene Mannschaft betrifft. So ist es auch beim FC Wattwil Bunt, der von seinen 14 erspielten Punkten nur einen einzigen auf der Grüenau vor dem eigenen Anhang erkämpft hat. Tatsächlich fehlte nur wenig, und der Knopf hätte schon früh gelöst werden können. Schlüsselspiel war eindeutig die Begegnung gegen FC Wil U20, in dem die Wattwiler in der 93. Minute einen Treffer zum Unentschieden hinnehmen mussten. «Schade, dass wir keinen Heimsieg bejubeln konnten», findet auch Marcel Stüssi. Hier sieht der Trainer Verbesserungspotenzial, genau wie bei der Fairness mit den momentan zu vielen Karten, der Kontinuität von Spiel zu Spiel und der Spielgestaltung, die sich noch nicht nach den Wünschen des Trainers entwickelt hat.

Schmales Kader

Gegen Ende fehlten mit Roli Huber, Sanin Muric und Ercan Atak drei Teamstützen, die aber bald wieder ins Team zurückkehren. Patrick Coppola braucht noch Zeit zur Rückkehr. «Wir suchen und bemühen uns um Verstärkungen, die ins Team passen», sagt Marcel Stüssi. Das Team trainiert bis Ende Jahr reduziert. Danach folgt eine Steigerung und kurz vor Meisterschaftsbeginn wird ein Trainingslager im warmen Spanien den letzten Schliff bringen. «Unser Ziel bleibt der 6. Platz, und so weit sind wir davon gar nicht entfernt», gibt sich Stüssi verhalten positiv. Ein weiterer Wunsch liegt noch in weiter Ferne. «Ich hoffe für den FC Wattwil Bunt möglichst bald auf eine angemessene Sportanlage so wie in Uzwil oder Henau.»