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Einer mit Medaillenerfahrung

Wenn morgen Freitag in Pyeongchang das Olympische Feuer entfacht wird, stehen auch einige Sportler mit Appenzeller Wurzeln am Start. Eine Übersicht.
Bruno Eisenhut
Olympia-Schiedsrichter: der Herisauer Daniel Stricker. (Bild: Urs Bucher)

Olympia-Schiedsrichter: der Herisauer Daniel Stricker. (Bild: Urs Bucher)

Bruno Eisenhut

bruno

.eisenhut@appenzellerzeitung.ch

Als Alex Baumann vor vier Jahren in Sotschi mit der Silbermedaille um den Hals jubelte, wusste der Bobanschieber aus Stein noch nicht, dass alles noch viel besser kommen sollte. Fast vier Jahre später wurde ihm und dem damaligen Piloten Beat Hefti die Goldmedaille zuteil, weil der Sieger von Sotschi gedopt war. Mit dieser Gewissheit tritt mit Alex Baumann also an den kommenden Olympischen Spielen als Titelverteidiger an. Verändert hat sich in Baumanns Sportlerleben in den vergangenen vier Jahren aber einiges. Im August 2016 wurde sein Wechsel vom Bobteam Hefti in das Team des Piloten Rico Peter bekannt gegeben. Mit ihm hatte der Steiner bereits 2011 zusammengearbeitet. Begründet wurde der Wechsel unter anderem mit den höheren Ambitionen des Piloten Peter im Viererbob. Im Dezember 2016 trug Alex Baumann mit seiner Startschnelligkeit wesentlich zum Schweizer Meistertitel Rico Peters im Zweierbob bei. Auf der Bahn in St. Moritz schlugen Baumann und Peter den Zweierbob um Piloten Beat Hefti.

Durchzogene bisherige Olympiasaison

Der Trend zeigte auch künftig weiterhin nach oben. In der Saison 2016/17 machte Rico Peter die Wachablösung im Schweizer Bobsport endgültig perfekt. Dafür verantwortlich war wohl gleichermassen die Personalschwäche von Beat Hefti, der nach dem Abgang von Alex Baumann über keine konkurrenzfähigen Anschieber mehr verfügte, als auch die Stärke Peters, der sich vor allem mit dem Viererbob in der absoluten Weltspitze etablierte. Vor rund einem Monat kam der grosse Rückschlag für das Bobteam von Rico Peter. Beim Weltcuprennen in Altenberg stürzte der Viererbob. Auch Alex Baumann sass im verunfallten Schlitten, blieb aber unverletzt. In der Bahn läuft es für das Team um Rico Peter schon die ganze Saison nicht nach Wunsch. Am Weltcuprennen in St. Moritz resultierte eine Woche nach dem Sturz in Altenberg genauso kein Podestplatz wie in den Rennen zuvor.

Ende Januar ist für Alex Baumann und das restliche Peter-Team mit dem Verlad des Materials das Projekt Olympische Spiele in die alles entscheidende Phase gegangen. Für Alex Baumann wird dieses Projekt gar zur Mission «Titelverteidigung», wenn auch ohne den Erfolgspiloten Beat Hefti.

So unsicher die Zusammensetzung des Peter-Bobs kurz vor den Spielen noch ist, so präsent sind die Bilder vor vier Jahren noch, als Alex Baumann in der rot-weissen Schweizer Uniform auf dem Silbertreppchen jubelte. Schon nach dem ersten Lauf rangierte sich der Ausserrhoder Bob Hefti/Baumann auf dem zweiten Platz. Solide Fahrten liessen keinen Zweifel darob aufkommen, ob die beiden Appenzeller diesen Platz noch aus den Händen geben müssen. Auf den später als Dopingsünder entlarvten Aleksander Subkov konnten die beiden den Rückstand aber nicht vermindern. Der Einheimische nutzte die Gunst der Stunde und konnte sich dank Doping und unzähligen Trainingsfahrten vorübergehend Olympiasieger nennen.

Hinweis

Start Bobrennen:

2er-Bob am So, 18. Feb. (1./2. Lauf), und am Mo, 19. Feb. (3./4.). 4er-Bob am Sa, 24. Feb. (1./2.), und am So, 25. Feb. (3./4.).

Duo Schiess bei der Konkurrenz

Bobsport Als Mechaniker beim Lettischen Bob- und Skeletonteam nimmt der gebürtige Herisauer Hansueli Schiess an den Spielen teil. «Ein besseres Engagement als in Lettland hatte ich noch nie. Sei es wegen der Stimmung im Team, der Zusammenarbeit mit den Fahrern, Trainern, dem Verband oder der Wertschätzung für meine Arbeit», freut sich Schiess auf seinen Einsatz. Zuvor arbeitete Hansueli Schiess zusammen mit seinem Sohn Fabio für die Südkoreaner. Nach einer internen Hauruck-Aktion wurde das Mechanikerduo Schiess/Schiess entlassen. Kurz darauf wollten die Südkoreaner den Entscheid rückgangig machen. Hansueli hatte aber bereits bei den Letten zugesagt, Sohn Fabio trat die Stelle bei den Asiaten wieder an. (red)

Jonas Hiller wohl nicht die Nummer 1

Eishockey Im 25-Mann-Kader des Eishockeyteams steht Jonas Hiller vom EHC Biel. Der langjährige NHL-Goalie ist in Urnäsch aufgewachsen und im SC Herisau gross geworden. «Es stehen die derzeit drei besten Torhüter der heimischen Liga mit internationaler Erfahrung im Aufgebot», sagt Nationalcoach Patrick Fischer. Zwar trägt Jonas Hiller das Trikot mit der Rückennummer 1, es ist aber davon auszugehen, dass Leonardo Genoni als Nummer eins des Trios ins Olympiaturnier steigt. Jonas Hiller feiert am 12. Februar, einen Tag nach dem letzten Test gegen Norwegen in Goyang, den 36. Geburtstag. Für ihn sind es die dritten Olympischen Spiele. 2010 in Vancouver (Out gegen die USA im Viertelfinal) absolvierte er fünf Spiele, 2014 in Sotschi (Out gegen Lettland in der Playoffqualifikation) kam er dreimal zum Einsatz.

Im vorgestern ausgetragenen Testspiel gegen die Nationalmannschaft von Deutschland stand Hiller während der ersten 30 Minuten im Gehäuse. (pf)

Stricker: «Etwas vom Grössten»

Eishockey Der 42-jährige Head Daniel Stricker, der aus Herisau stammt und seit sechs Jahren bei Swiss Ice Hockey im Profistatus angestellt ist, fliegt am 10. Fe-bruar als einer von fünf Schweizer Olympia-Schiedsrichtern an die Spiele. Erfahrungen mit Grossanlässen hat er, nahm er doch schon zweimal an einer A-WM teil. Im Frühling 2017 leitete er sogar den Final. Stricker spricht von einer nächsten interessanten Herausforderung und davon, dies sei «etwas vom Grössten, was man erleben kann, nicht nur als Sportler und Schiedsrichter, sondern sicher auch als Trainer und Funktionär.» Als direkten Teil der rot-weissen Delegation versteht er sich nicht. «Wir sind an der Eröffnungsfeier nicht dabei, tragen neutrale Kleidung und wohnen im Hotel», sagt Stricker. Er freut sich darauf, den olympischen Spirit zu spüren. Man werde sicher den einen oder anderen «Kopflüfte-Tag» haben und gewisse Wettkämpfe in anderen Sparten oder das Olympische Dorf besuchen können. (pf)

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