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«Einer für alle – alle für einen»

Im Jahr 2002 in den Kantonalvorstand und 2005 zum Vizepräsidenten gewählt, wollte Markus Meier 2014 seinen Rücktritt einreichen. Doch es kam anders als geplant.
Peter Jenni
Den Ausgleich von Job und Verbandsgeschehen findet Markus Meier in der Musik sowie beim Bergwandern und Skifahren. (Bild: Peter Jenni)

Den Ausgleich von Job und Verbandsgeschehen findet Markus Meier in der Musik sowie beim Bergwandern und Skifahren. (Bild: Peter Jenni)

An der Delegiertenversammlung des St. Galler Blasmusikverbandes (SGBV) im November 2014 wurde Markus Meier, Degersheim, wohl für viele überraschend, als Nachfolger von Markus Müller, Mels, zum Kantonalpräsidenten gewählt. Überraschend deshalb, weil er bis dato jegliche Anstrengungen seitens des Vorstandes ausgeschlagen hatte, Nachfolger von Markus Müller zu werden. Bei den ordentlichen Erneuerungswahlen 2015 wurde er für weitere zwei Jahre einstimmig bestätigt, nachdem man in seinem Jahresbericht lesen konnte, das erste Präsidialjahr sei wie im Flug vergangen.

Herr Meier, wie ist es dazu gekommen, dass Sie sich nach hartnäckigem Weigern doch noch überzeugen liessen, das Präsidium zu übernehmen?

Für mich war der Entscheid gefallen, dass ich nach dem Kantonalmusikfest 2014 in Diepoldsau meinen Rücktritt zuhanden der Delegiertenversammlung (DV) einreichen würde. Die Nachfolge hatte ich früh geplant und den Kreis Neckertal bereits an meinen Nachfolger René Ehrbar aus Lütisburg übergeben. Da ich danach interimsweise die Kreise Wil und Fürstenland präsidiert hatte, bis die Vakanzen besetzt werden konnten, bin ich weiterhin als Mitglied im Vorstand verblieben. Leider musste Markus Müller aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten und gab seinerseits auf die DV 2014 den Rücktritt. Da ich als Vizepräsident eng mit ihm zusammengearbeitet hatte, wurde ich nicht ins kalte Wasser geworfen. Da ich wusste, dass ich einen intakten Verband mit einer Topmannschaft sowohl im Vorstand als auch in der Musikkommission übernehmen konnte, fiel mir der Entscheid etwas leichter, wobei ich mich lediglich als Übergangspräsident sah.

Und wie kam es, dass Sie sich für eine weitere Amtsdauer zur Verfügung stellten?

Erfahrungsgemäss ist es schwierig, für diese komplexe Aufgabe kurzfristig jemanden zu finden. Für 2017 sind bereits zwei Rücktritte aus dem Vorstand bekannt, Alex Bürge, Kreis Toggenburg, für den ein Nachfolger gesucht wird, und Andrea Kuster-Fürer, Kreis Linth, deren Nachfolge bereits geregelt ist. Selbstverständlich ist es unser Bestreben, mich in absehbarer Zeit ablösen zu können. Turnusgemäss ist 2019 das nächste kantonale Musikfest fällig. Zurzeit sind wir auf der Suche nach einem Organisator, wobei zwei Vereine daran sind, die Möglichkeiten für eine Übernahme auszuloten. Dies wird terminbestimmend für meinen Rücktritt sein.

Wenn man sich Ihren Jahresbericht vor Augen führt, drängt sich die Frage auf, ob das Pensum überhaupt in der Freizeit bewältigt werden kann.

Ohne gewisse Freiheiten und Unterstützung durch den Arbeitgeber wäre dies unmöglich. Es gibt täglich etwas zu tun. Allein im ersten Halbjahr 2016 sind bei mir 1600 E-Mails eingegangen. Als Präsident habe ich sowohl nationale als auch internationale Verpflichtungen. Dazu kommen acht Vorstandssitzungen, und zweimal im Jahr tagt der Mitgliederrat des SBV. An den vom SGBV veranstalteten Workshops und Lager-Schlusskonzerten ist es angebracht, Präsenz zu zeigen, ebenso an den Bläser- und Dirigentenkursen sowie an den Lagern selbst, wobei ich mich bei Letzteren zum Teil auch selber engagiere. Mein Lieblingssteckenpferd ist das Blasorchester 30plus. Ich beteilige mich gerne persönlich am Konzertprogramm mit Markus Egger. Zum einen profitiere ich dabei musikalisch und zum anderen lerne ich immer wieder Musikantinnen und Musikanten kennen.

Ihre Devise lautet «Einer für alle – alle für einen». Ihr Jahresbericht sprüht nur so von Komplimenten und Dankesadressen, das muss doch motivierend sein?

Das ist es tatsächlich. Markus Müller hat es ausgezeichnet verstanden, teambezogen zu arbeiten sowie nicht nur als Verwalter, sondern auch gestalterisch tätig zu sein. Er hat im Vorstand das Ressortsystem eingeführt. Heute wird zuerst abgeklärt, wer wo seine Stärken und Schwächen hat, bevor die Chargen verteilt werden. Vorhaben und Probleme werden im Vorstand diskutiert und nicht von einer Person bestimmt oder erledigt.

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