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«Eine Vielfalt an Bleistiftspitzern»

Nachgefragt

Bleistiftspitzmaschinen stehen ab heute im Museum Appenzell im Zentrum. Die Kuratorin der Ausstellung, Martina Obrecht, sagt, weshalb sich der Ausstellungsbesuch lohnt.

Was fasziniert Sie an Spitzern?

Es sind zwei Dinge, die mich ­faszinieren. Einerseits ist eine ­unglaubliche technische Vielfalt vorhanden. Ich wusste nicht, dass es so viele verschiedene Modelle gibt. Andererseits fasziniert mich die Ästhetik. Die Spitzer variieren in Farbe und Form. Sie sind völlig unterschiedlich designt.

Woher stammt die Idee, eine Spitzerausstellung zu machen?

Jürgen Moser, ein gebürtiger ­Appenzeller und regelmässiger Museumsbesucher, sammelt seit über 20 Jahren Spitzmaschinen. Im Museum kam er ins Gespräch mit dem Museumsleiter, und so sind sie schliesslich auf die Spitzer zu sprechen gekommen. Er hat uns die Sammlung gezeigt. Wir waren begeistert.

Nennen Sie einige ausser­gewöhnliche Modelle?

Es gibt viele. Spannend sind die verschiedenen Schärfmechanismen. Es gibt Spitzmaschinen, die mit Schleifpapier funktionieren, es gibt solche mit Scheiben­fräsern und solche mit Walzenfräsern.

Wie hat sich der Bleistiftspitzer über die Jahre entwickelt?

Ganz früher wurden die Bleistifte mit Messern oder Schleifpapier gespitzt. Ende des 19. Jahrhunderts begann dann die Entwicklung von mechanischen Spitzmaschinen. Zu Beginn in den USA, später auch in Europa. Zwischen 1930 und 1980 wurden viele Patente angemeldet. Durchgesetzt hat sich schliesslich der Walzenfräser, den man bis heute kennt. Ab den 1930er-Jahren rückten in der Weiterentwicklung vor allem das Design und der Gebrauch von Kunststoff und neuen Oberflächenbehandlungen in den Vordergrund.

Warum ist der Ausstellungsbesuch ein Muss?

Die Sammlung von Jürgen Moser ist weltweit einzigartig. Ich denke, dass sich ein breites Publikum dafür interessiert. Klein und Gross sind eingeladen, ihre Stifte mit Spitzmaschinen zu spitzen. Das Motto ist: Ob manuell, mechanisch oder elektrisch, alle kennen es, alle können es. (ele)

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