Eine Verkehrsachse ist immer frei

Der Kanton St. Gallen bessert in diesem Jahr im Strassenkreis Toggenburg die Strassen an sechs Stellen aus. Der Verkehr wird in der Bauzeit durch Ampeln geregelt. Bei den Hauptverkehrsachsen soll es wenig Behinderungen geben.

Sabine Schmid
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TOGGENBURG. Kaum ist der Schnee weg, werden auf den Strassen Baustellen installiert. Diese Regel gilt auch für das Toggenburg. Bereits seit März sind die Sanierungsarbeiten an der Wilerstrasse in Wattwil im Gange. Auch die Fahrbahn der Hauptstrasse zwischen Unterwasser und Wildhaus wird derzeit erneuert. Nachfolgend ein Überblick, welche Projekte an Kantonsstrassen im Strassenkreis Toggenburg in diesem Jahr realisiert werden.

Unterhalt in normalem Rahmen

Bis Ende Oktober dauern die Arbeiten an der Hauptstrasse zwischen Unterwasser und Wildhaus. «Wir sanieren ein Teilstück von 1050 Metern zwischen dem Säntisrank in Unterwasser und dem Befang in Wildhaus (siehe Nr. 1 auf der Karte)», erklärt der zuständige Strassenkreisinspektor Felix Brander. Unter den Titel «Sanierung» fallen die Erneuerung der Randsteine, der Trottoirs und der Fahrbahn. Laut Felix Brander handelt es sich bei den Arbeiten um den Unterhalt im normalen Rahmen. Letztmals seien 1986 ähnliche Arbeiten ausgeführt worden. Da man bei Strassen von einer Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren ausgehe, zeige sich eine Sanierung an. Die Arbeiten, während derer der Verkehr einseitig geführt und mit einer Ampel geregelt wird, werden in vier Etappen ausgeführt. Der Feinbelag wird dann im kommenden Jahr eingebaut.

Felix Brander sagt, dass diese Sanierung ein weiteres Teilstück bei der Sanierung der Hauptstrasse Nummer 16 sei. Bereits abgeschlossen ist die Sanierung zwischen Gams und dem Camping in Wildhaus. Die Strecke von dort bis zur Passhöhe steht im kommenden Jahr auf dem Ausführungsplan. Noch als gut betrachtet der Kanton St. Gallen den Zustand der Strasse vom Befang bis zur Passhöhe. Das einzige Teilstück, das dann noch fehle, sei jenes von der Post Unterwasser bis zum Säntisrank. Die Planungsvorbereitungen hierfür sind abgeschlossen. Als nächstes erfolgt laut Felix Brander zuerst eine Projektauflage und dann das Bewilligungsverfahren.

Ebenfalls von einem Unterhalt in normalem Rahmen spricht der Strassenkreisinspektor bei der Sanierung des Teilstücks Strick–Turpenriet (Nummer 2 auf der Karte) auf der Kantonsstrasse zwischen Kirchberg und Gähwil. Rund 450 Meter Belag werden erneuert. Die Arbeiten haben in der vergangenen Woche angefangen, sie sollten bis Ende August abgeschlossen sein. Zu einem späteren Zeitpunkt soll ein sicherer Übergang des Geh- und Radwegs bei der Kurve im Strick gebaut werden. Ein entsprechendes Projekt wird derzeit ausgearbeitet.

Strasse muss befestigt werden

Umfassendere Massnahmen sind an der Kantonsstrasse zwischen Mühlrüti und der Kantonsgrenze zum Thurgau (Nummer 3 auf der Karte) nötig. «Auf einer Länge von einem Kilometer rutscht die Strasse ab», sagt Felix Brander. Immer wieder sei der Belag geflickt worden, nun müsse der Strassenaufbau neu gemacht werden. Ende Mai beginnen die Arbeiten, um Stützriegel zu bauen. Diese sollen zukünftig verhindern, dass die Fahrbahn in Richtung Murg abrutscht. Felix Brander schätzt, dass sich diese Arbeiten bis in den Herbst nächsten Jahres hinziehen werden. Der eigentliche Aufbau der Fahrbahn erfolgt dann 2018. Damit wird die erste von vier Etappen zwischen Mühlrüti und der Kantonsgrenze realisiert.

Auch bei der Baustelle zwischen Winkeln und Tüfi an der Kantonsstrasse von Mosnang (Nummer 4 auf der Karte) in Richtung Dreien muss an gewissen Stellen der Hang mit einer Bruchsteinmauer gesichert werden. Im Vordergrund stehe aber auch hier die Sanierung der Fahrbahn, erklärt Strassenkreisinspektor Felix Brander. Der Baubeginn ist am 30. Mai vorgesehen.

Bereits seit 14. März dauern die Sanierungsarbeiten an der Wilerstrasse in Wattwil (Nummer 5 auf der Karte). «Wir sind im Zeitplan», erklärt Felix Brander. Das Ziel sei, dass die Sanierung mit einem neuen Deckbelag bis zum Nordostschweizer Schwingfest am 26. Juni abgeschlossen ist.

Umfahrung wird gesperrt

Ein rechtzeitiger Abschluss dieser Bauarbeiten ist auch wichtig, weil ab dem 4. Juli der Tunnel Wattwil der Umfahrungsstrasse (Nummer 6 auf der Karte) saniert wird. In Richtung Ricken könne der Verkehr in der ersten Bauphase zwar auf der Umfahrung fliessen. Fahrzeuge vom Ricken in Richtung Wil würden aber durch Wattwil geleitet, erklärt Felix Brander.

Später folgt eine Phase mit einer Nachtsperrung, und schliesslich ist die Umfahrung während dreier Wochen vollständig gesperrt. «Darum ist es wichtig, dass eine Hauptverkehrsachse immer durchgängig hindernisfrei passierbar ist. So kann der Verkehr immer rollen.» Arbeiten am Fernwärmenetz werden, in Absprache mit den Thurwerken, während dieser Zeit nur auf Quartierstrassen vorgenommen. Vorgesehen sind verschiedene Massnahmen am Tunnel. Es werden eine neue LED-Beleuchtung an der Decke und eine neue Bankettbeleuchtung eingebaut. Im Ausgangsbereich muss der Beton neu aufgebaut und der Schallschutz erneuert werden. Schliesslich gibt es einen neuen Farbanstrich. Ein Jahr später soll dann die Fahrbahn erneuert werden.

Dem Kanton St. Gallen ist es wichtig, im Hinblick auf den Bau der Umfahrungsstrasse zwischen Wattwil Brendi und Ebnat-Kappel Steigrüti die nötigen Sanierungsarbeiten an der Umfahrungsstrasse Wattwil und Lichtensteig vorzunehmen. Aus diesem Grund habe man die Sanierung leicht vorgezogen, erklärt Felix Brander.

Felix Brander Strassenkreisinspektor Kreis Toggenburg (Bild: Lucas Lüdi)

Felix Brander Strassenkreisinspektor Kreis Toggenburg (Bild: Lucas Lüdi)

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