Eine über 30jährige Ära geht zu Ende

Peter Keller, Pfändungsbeamter und Stv. Leiter des Betreibungsamtes Appenzeller Vorderland in Heiden, geht in Pension. Er will sich nun vermehrt seinen Hobbies widmen.

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HEIDEN. Im Jahr 1980 übernahm Peter Keller die Leitung des damaligen Betreibungsamtes Grub, dem die Gemeinden Grub, Lutzenberg, Reute und Wolfhalden angeschlossen waren. Ab 1984 amtete er im neu entstandenen regionalen Betreibungsamt für sämtliche acht Vorderländer Gemeinden mit Sitz in Heiden als Pfändungsbeamter und als Stellvertreter des Amtsleiters.

Zuerst Büro zu Hause

Seine «Karriere» im Bereich Zwangsvollstreckung begann Peter Keller in einer Zeit, in der es um die Zahlungsmoral in unserer Gesellschaft im Vergleich zu heute noch deutlich besser bestellt war, schreibt die Gemeindekanzlei in einer Mitteilung. Für das Betreibungsamt richtete Peter Keller in den Räumlichkeiten seines Hauses ein kleines Büro ein, wo er seines Amtes waltete. Während er die Schuldner an ihrem Wohnort besuchte und sowohl als Weibel des Betreibungsamtes Zahlungsbefehle zustellte als auch Pfändungen vollziehen musste, half seine Frau Liselotte administrativ im Büro mit.

Viel Einfühlungsvermögen

Mit viel Einfühlungsvermögen für die schwierige Situation der Schuldner und der Gläubiger übte Peter Keller seinen nicht alltäglichen Beruf als Betreibungs- und Pfändungsbeamter hingebungsvoll aus. Im Vordergrund seiner Tätigkeit stand immer der verständnisvolle Umgang mit den Leuten mit der Priorität auf die Bezahlung der Schulden. Grossen Wert legte er auch auf vollste Diskretion und die absolut strikte Wahrung des Amtsgeheimnisses. Peter Keller übte seinen Beruf mit Leib und Seele aus. Es war für ihn laut Medienmitteilung immer eine grosse Genugtuung, wenn eine Pfändung erfolgreich abgeschlossen werden konnte, sowohl zur Befriedigung des Gläubigers als auch des Schuldners.

Froh, diese grosse Verantwortung ablegen zu können, kann Peter Keller nun seine Pension geniessen und seinen zahlreichen Hobbies mehr Zeit widmen – sei es dem Bergsteigen in seinem geliebten Alpstein, als «Grueber Wetterfrosch» für das Mitteilungsblatt der Einwohnergemeinde Grub tätig zu sein oder dem Fliegen im Helikopter «AB Jet Ranger III» am Doppelsteuer mit dem Fluglehrer vom Altenrhein aus über die Alpen. (pd)