Eine solide Basis gezimmert: 19 Zimmermänner und Holzbearbeiter aus dem Appenzellerland haben den Lehrabschluss geschafft

Die Zimmermänner und Holzbearbeiter aus dem Appenzellerland haben die Abschlussprüfung bestanden. Elf von 19 frisch gebackenen Berufsleuten erzielten mindestens eine Fünf.

Mea McGhee
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13 Zimmermänner und 6 Holzbearbeiter aus dem Appenzellerland haben ihre Fähigkeitszeugnisse erhalten.

13 Zimmermänner und 6 Holzbearbeiter aus dem Appenzellerland haben ihre Fähigkeitszeugnisse erhalten.

Bild: Mea McGhee

Auf den traditionellen Zimmermannsklatsch mussten die «Hölzigen» dieses Jahr anlässlich der Lehrabschlussfeier wegen Corona verzichten. Dies trübte die Freude der frisch gebackenen Berufsleute und ihrer Ausbildner aber keineswegs. Alle Absolventen haben die Abschlussprüfung bestanden. «Ihr habt ein gutes Fundament gelegt, auf das ihr bauen könnt», sagte Walter Rotach, Präsident der Ausserrhoder Sektion von Holzbau Schweiz.

Prüfungsvorbereitung unter schwierigen Bedingungen

Am Freitag haben 13 Zimmermänner EFZ und 6 Holzbearbeiter EBA im Zeughaus Teufen ihre Fähigkeitszeugnisse erhalten. Aufgrund der Situation rund um Corona seien die Prüfungsvorbereitungen eine Herausforderung gewesen, so Prüfungsobmann Andreas Manser. Die schriftlichen und mündlichen Prüfungen konnten nicht stattfinden – und die praktische Prüfung fand unter Schutzmassnahmen statt.

Elf Prüfungsaufgaben gemeistert

Die Holzbearbeiter legten ihre Prüfung im Kanton St.Gallen ab. Jene der Zimmermänner wurde an zwei Tagen an der Appenzeller Holzfachschule in Teufen durchgeführt. Die Prüfung wurde von Holzbau Schweiz erarbeitet und bestand bei den Zimmermännern aus elf Aufgaben. Die sieben Prüfungsexperten investierten 200 Stunden.

Bestnote 5,4 erzielt

Reto Koller erzielte mit 5,4 den besten Abschluss der Zimmermänner.

Reto Koller erzielte mit 5,4 den besten Abschluss der Zimmermänner.

Bild: Vreni Peterer

Den besten Lehrabschluss bei den Zimmermännern EFZ erzielte mit der Note 5,4 Reto Koller (Markus Manser Holzbau, Weissbad). Weitere Absolventen erzielten mindestens die Note Fünf: Josef Fässler, 5,1 (Holz Jakobsbad), Pascal Heeb, 5,0 (Heierli Zimmerei Teufen), Stefan Inauen, 5,0 (Holzbau Peter Manser, Appenzell), Alexander Manser, 5,1 (Ulmann Holzbau, Eggerstanden) und Remo Mittelholzer, 5,1 (Holzin, Appenzell). Bei den Holzbearbeitern EBA erreichte Rylan Krieg (Nägeli, Gais) mit 5,3 die beste Note. Mindestens eine Fünf erzielten: Noah Eugster, 5,2 (Holzbau Peter Manser, Appenzell), Damian Schmid, 5,2 (Ulmann Holzbau, Eggerstanden), Kilian Stark, 5,1 (Baumann Holzbau, Appenzell) und Stefan Tanner, 5,2 (Heierli Zimmerei, Teufen).

Die praktischen Arbeiten zählten 40 Prozent des Prüfungsergebnisses. Der Notendurchschnitt bei den Zimmermännern betrug dabei 4,98 (Vorjahr 4,86). Die Erfahrungsnote aus Schule und überbetrieblichen Kursen flossen mit 15 Prozent in die Beurteilung ein. Hier betrug der Notendurchschnitt 4,96 (Vorjahr 5,00).

Holzbau hat im Appenzellerland eine grosse Bedeutung

Der Ausserrhoder Bildungsdirektor Alfred Stricker betonte in seiner Rede die Bedeutung des Holzbaus im Appenzellerland. Die Bevölkerung habe Vertrauen in die Betriebe. Die Absolventen hätten während ihrer Ausbildung Häuser und Konstruktionen gebaut, aber auch an ihrer Zukunft.