Eine FDP-Rose für den unermüdlichen Einsatz

Preisträger der diesjährigen FDP-Rose sind Luise und Erich Högger. Das Ehepaar übernahm vor 46 Jahren das Hotel/Restaurant Ochsen mitten im Dorfzentrum von Grub.

Astrid Zysset
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Luise Högger, Inhaberin, Susanne Lutz, Präsidentin der FDP Grub AR, und Erich Högger, Inhaber. (Bild: Astrid Zysset)

Luise Högger, Inhaberin, Susanne Lutz, Präsidentin der FDP Grub AR, und Erich Högger, Inhaber. (Bild: Astrid Zysset)

Da sei sie doch «baff», sagte Luise Högger, Inhaberin des Hotel/Restaurants Ochsen, lächelnd. Und ihr Mann Erich ergänzte: «Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet.»

Seit einigen Jahren verleiht die FDP Grub an ihrem Neujahrsapéro besonders verdienten Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohnern als Anerkennung die «FDP-Rose». Vergangenen Samstag war es wieder soweit. Zahlreiche prominente Gäste und ehemalige «Rose»-Preisträgerinnen und -Preisträger versammelten sich im «Ochsen». Traditionellerweise wurde im Vorfeld nicht bekanntgegeben, wer den Preis entgegennehmen darf. Luise Högger erzählte denn auch aus dem Nähkästchen, dass sie und ihr Mann am Morgen noch scherzhaft meinten, dass es schön wäre, wenn sie den Preis erhielten. Und so kam es denn auch.

Susanne Lutz, Präsidentin der FDP Grub, sprach in ihrer Rede davon, dass die Besitzer des «Ochsen» weitum bekannt sind für ihre Gastfreundschaft. Sie hätten sich aber auch aktiv ins Dorfleben eingebracht: Jedes Jahr steuern sie zum «Drei-Königs-Treffen» im Pärkli bei der Kirche ihre Gerstensuppe bei. «Die Rose soll ein Dankeschön sein für die unermüdlichen Dienste, welche Höggers weit über das Pensionsalter hinaus zu leisten bereit sind», so die FDP-Präsidentin.

Das Ehepaar Högger übernahm 1973 den «Ochsen» im geschichtsträchtigen Gebäude, welches 1753 erbaut wurde. Das Haus inspirierte einst gar Dichter Friedrich Glauser. Der Saal war einer der zentralen Schauplätze seines Kriminalromans «Krock & Co.». Nun denkt das Ehepaar Högger jedoch ans Aufhören. Altersbedingt. Die Suche nach einer geeigneten Nachfolge läuft – bisher allerdings ohne Erfolg. Es falle ihr schwer, sich vom «Ochsen» zu trennen, so Luise Högger, doch «der Verstand sagt, dass es irgendwann halt einfach sein muss».