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Eine Plattform für die Vielfalt

Am zehnten Vernetzungsanlass Plattform ist Christine Beerli, Vizepräsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, im Alten Zeughaus in Herisau zu Gast. Vor ihrem Referat wird Mondopoly gespielt.
Mea Mc Ghee
Jeanette Kuratli, eine der fünf Gastgeberinnen der «Plattform 10», sprach darüber, wie sie mit den Folgen einer Kinderlähmung lebt. (Bilder: MC)

Jeanette Kuratli, eine der fünf Gastgeberinnen der «Plattform 10», sprach darüber, wie sie mit den Folgen einer Kinderlähmung lebt. (Bilder: MC)

Mea Mc Ghee

mea.mcghee@appenzellerzeitung.ch

«Familie unter dem Regenbogen», «Ein Leben im Rausch», «Coming out – ich bin ich», «Fremde Heimat» und «Die Welt auf Rädern»: Fünf Menschen, sogenannte Gastgeber, sprachen zu diesen Themen und gaben dabei Einblick in ihre ­Lebensgeschichte. Die Vertreter verschiedener Gesellschaftsgruppen stellten sich den Fragen der Spielerinnen und Spieler von Mondopoly. Dieses Begegnungsspiel, es soll den Teilnehmenden einen Eindruck von gesellschaftlicher Vielfalt vermitteln, stand am Donnerstag im Zentrum der zehnten «Plattform». Eingeladen hatte die Abteilung Chancengleichheit vom kantonalen Amt für Soziales. Mit der «Plattform» sollen Fachleute, Entscheidungsträger und an aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen Interessierte vernetzt werden.

Die Jubiläumsveranstaltung stand unter dem Motto «Transkulturalität – Vielfalt ist unsere Stärke». Lars Thoma, Leiter der Abteilung Chancengleichheit, sagte: «Das Spiel Mondopoly bietet die Chance, die gesellschaftliche Vielfalt als Potenzial wahrzunehmen, statt als Bedrohung. Im Vordergrund stehen die Gemeinsamkeiten und das Überwinden von Vorurteilen.» Auch Landammann Matthias Weishaupt zeigte sich experimentierfreudig und besuchte zwei der fünf Gastgeber. «Kategorisierungen holen uns immer wieder ein», richtete er sich nach der Spielrunde an die rund 40 Teilnehmenden.

16000 Mitarbeitende aus 140 Nationen

Zum zweiten Teil der «Plattform 10», den Matthias Weishaupt eröffnete, gesellten sich im Alten Zeughaus Herisau weitere gut 30 Gäste hinzu. Der Erfahrungsbericht von Christine Beerli war Höhepunkt des Anlasses. Die Vizepräsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) sprach in ihrem Referat über die Arbeit der weltweit tätigen humanitären Organisation mit 16000 Mitarbeitenden aus 140 Nationen. Die IKRK-Teams bestünden immer aus «Mobilen» und Einheimischen, aus Frauen und Männern, so ­Beerli. In manchen Konfliktregionen wäre es für einheimische IKRK-Mitarbeitende zu gefährlich, etwa ein Gefängnis zu besuchen. Und Kontakt zu Frauen ­seien oft nur durch weibliche IKRK-Delegierte möglich. Beerli erläuterte mit Beispielen aus Afghanistan, Somalia oder Mexico, in welchem Verhältnis die Prinzipien humanitärer Arbeit und die Regeln des humanitären Völkerrechtes zu den Grundwerten verschiedener Kulturen stehen.

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