Eine neue Chance für das Klanghaus

Vor 100 Jahren

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Vor 100 Jahren

16. Januar. Toggenburg. Das Toggenburger Gaswerk steht seit dem Frühjahr 1914 in Vollbetrieb. Es ist gewissermassen ein Jubiläumszeuge, denn im April 1814 wurden in London erstmals Öllampen durch Gaslaternen ersetzt. Innert 100 Jahren eroberte sich das Gas als sparsamer Haushaltgenosse beinahe alle Kulturländer. Die auf das Gaswerk in Wattwil gesetzten Hoffnungen haben sich trotz der ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse des Kriegsjahres 1914 in erfreulicher Weise erfüllt. Das finanzielle Ergebnis gestattet nach verschiedenen ausserordentlichen Abschreibungen und Reservestellungen die Erhöhung der 4prozentigen Minimaldividende auf 5 %.

Ebnat-Kappel. Jedermann kennt die Gefühle, mit welchen seinerzeit beim Bau der Linie Ebnat-Nesslau das Verkehrshindernis des Niveau-Überganges beim Konsum in Ebnat aufgenommen wurde. Den Bemühungen von Behörden und Privaten ist es nun gelungen, es dahin zu bringen, dass wenigstens eine Unterführung des Trottoirs gebaut wird. Dann werden die Fussgänger ungehindert passieren können und nur Kinder-, Mehl- und andere Eilwagen müssen noch warten, bis der «Express» hinaufgefahren ist und die bemalten Stangen wieder gen Himmel zeigen.

Vor 50 Jahren

18. Januar. Wattwil. Am Sonntag herrschte griesgrämiges Wetter im Tal; auch in Unterwasser regnete es zeitweise leicht, manchmal guckte freilich die Sonne hinter den Wolken hervor. Am Abend zog ein heftiger Sturm über Wattwil. Wolkenbrüche begleiteten ihn und in die laue Luft entlud sich gar ein Gewitter. Drei starke Donnerschläge fielen ins leere Holz – nach einer alten Wetterregel heisst es, gebe es noch einige «Rüchi». Was aber um diese Jahreszeit ohnehin jedermann erwartet. Sturm und Regen während der Nacht, aber am Morgen lag schon wieder ein Schäumlein Schnee. So hatten die Toggenburger innert zwölf Stunden das Wetter von drei Jahreszeiten erleben können. Frühling, Herbst und Winter.

Vor 20 Jahren

18. Januar: Bütschwil. Die Feuerwehr bezog auf originelle Art und Weise den neuen Werkhof an der Hofackerstrasse. Kommandant Albert Thoma verabschiedete die Mannschaft in den bisherigen Garage-Räumlichkeiten beim Gemeindehaus und erklärte das Prozedere der Feuerwehrzüglete. Toni Schönenberger stellte seinen Doppelspänner für diesen Umzug zur Verfügung, auf dem unter anderem auch Gemeindeammann Thomas Würth trotz der bissigen Kälte Platz nahm. Hinter dem Doppelspänner folgten die verschiedenen Feuerwehrfahrzeuge mit der Mannschaft und verschiedenen Geräten, die auf Anhängern mittransportiert wurden. Seit 1. Januar 1995 gehören die Feuerwehren Bütschwil und Dietfurt zusammen. Die bisherige Kompanie Dietfurt wurde somit vollständig in die Feuerwehr Bütschwil integriert. Wie der Kommandant ausführte, verfügt die Bütschwiler Feuerwehr über vier Löschzüge, nämlich Bütschwil, Dietfurt, Industrie und der Kommandozug. Bei einem Ersteinsatz würden immer etwa 30 Mann aus diesen vier Löschzügen ausrücken, sagte Thoma.

Vor 10 Jahren

18. Januar: Alt St. Johann. Die bisherigen Projekte von Klangwelt Toggenburg werden weitergeführt und ausgebaut. Das Klanghaus soll trotz des Neins zum Zukunftsfonds gebaut werden. Die Verantwortlichen haben die Zeit über Neujahr für reifliche Überlegungen zur Zukunft der Klangwelt Toggenburg genutzt. Sie kamen zum Schluss, dass Bisheriges ausgebaut wird und das Klanghaus eine neue Chance bekommt. Mit rund 1300 Unterschriften wurde die Geschäftsleitung aufgefordert, weiterzumachen. Klangwelt will das Klanghaus mit Architekt Peter Zumthor bis 2008 bauen, und Stephan Haller, Geschäftsleiter Klangwelt Toggenburg, Alois Ebneter, Präsident, Lukas Rohner, künstlerischer Leiter Klangweg, und Peter Roth, Initiant, machen sich auf die Suche nach Geldgebern.