Eine Mauer gegen Hochwasser

ALTSTÄTTEN. Zwischen Kühnis Brillen und Buchhandlung Moflar (früher Enderli) fliesst der Brendenbach in einen Durchlass, der unter dem Frauenhofplatz hindurch zum Restaurant Appenzellerhof führt. Beim Unwetter von Ende Juli 2014 trat der Bach unter anderem hier über die Ufer.

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ALTSTÄTTEN. Zwischen Kühnis Brillen und Buchhandlung Moflar (früher Enderli) fliesst der Brendenbach in einen Durchlass, der unter dem Frauenhofplatz hindurch zum Restaurant Appenzellerhof führt. Beim Unwetter von Ende Juli 2014 trat der Bach unter anderem hier über die Ufer. Mit einer Anpassung der Rampe zum Durchlass hinab will man jetzt das Fliessverhalten des Bachs in diesem Bereich verbessern. Letzte Woche hat man mit den Bauarbeiten begonnen.

Das Wasser aussperren

Links und rechts der Rampe sowie stirnseitig wird ausserdem eine meterhohe Mauer gebaut, für den Fall, dass der Bach wieder einmal über das Strassenniveau aufstauen sollte. Damit das Wasser nicht doch an der Mauer vorbei über den Brendenbachweg auf den Platz fliesst, wird zwischen dem Ende der Mauer und der rückseitigen Hauskante ein Metalltor montiert. Steigt der Bach, würde es von Hand geschlossen und das Wasser so aus dem Städtli ausgesperrt.

Zwar wäre es auch möglich gewesen, die Mauer der Strasse entlang bis zum Haus Kühnis durchzuziehen. Dann hätte man aber den Weg aufheben müssen, der dem Bach entlang vom Mühlackerweg zum Frauenhofplatz führt. Das wollte der Stadtrat nicht, sagt Stadtpräsident Ruedi Mattle. Der Weg sei eine doch noch gern begangene Fusswegverbindung zwischen Mühlacker-Quartier und Städtli.

Die Anpassung am Bach beim Frauenhofplatz ist eine der ersten baulichen Massnahmen zur Vermeidung künftiger Unwetterschäden – aber bei weitem nicht die wichtigste. Wesentlich effektiver wird der Ausbau des Kiessammlers Obermüli sein. Damit wird das Holz- und Geschiebe-Rückhaltevermögen um ein Vielfaches, von heute 800 auf 6400 m3 vergrössert. Die Bauarbeiten in der Obermüli sollen nächstens ebenfalls beginnen.

Ruedi Mattle erachtet die baulichen Massnahmen am Frauenhofplatz gleichwohl als sinnvoll: «Sie bringen zusätzliche Sicherheit.» Die Bauarbeiten dauern bis Ende Februar. (mti)

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