Eine lange Skisaison geht zu Ende

Viel Niederschlag bedeutet im Winter auch viel Schnee. Trotzdem sind die Skiliftbetreiber der tieferen Lagen nur mässig zufrieden. Der Föhn machte ihnen einen Strich durch die Rechnung.

Christiana Sutter
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Die Sessel des Wolzenalp Sesselliftes stehen still. Wie alle Skigebiete der tieferen Lagen, haben auch die Sportbahnen Krummenau ihren Betrieb eingestellt. (Bild: Christiana Sutter)

Die Sessel des Wolzenalp Sesselliftes stehen still. Wie alle Skigebiete der tieferen Lagen, haben auch die Sportbahnen Krummenau ihren Betrieb eingestellt. (Bild: Christiana Sutter)

TOGGENBURG. Die Skigebiete in den tieferen Lagen haben die Wintersaison abgeschlossen. Die Saison startete positiv. Bereits Mitte Dezember eröffneten die meisten Betriebe. Zum Saisonabschluss jedoch ziehen die Skiliftbetreiber eine durchzogene Bilanz.

Föhn und Regen

Wie so oft stellte sich an Weihnachten eine Föhnlage ein, hinzu kamen starke Regenfälle, die den Schnee auf den Pisten der kleinen Skigebiete wieder schmelzen liessen. Auch zu Beginn der Sportferien war es nicht wunschgemäss. Jedoch schneite es anschliessend wieder ausgiebig. Somit konnten die Pisten nochmals hergerichtet werden. Das bedeutete aber einen zusätzlichen Aufwand. «Der Einsatz hat sich für unseren Betrieb gelohnt. Das Ergebnis ist im Durchschnitt besser, als in den vergangenen Jahren», sagt Peter Wäspi vom Krinauer Skilift. Auch sei das Echo der Gäste aus der näheren Umgebung sehr erfreulich ausgefallen. Ganz so positiv sieht es Fridolin Früh des Skigebiets Wolzenalp nicht: «Das Wetter an den Wochenenden war mehrheitlich schlecht und der Mehraufwand verursachte hohe Betriebskosten.» Trotzdem konnten sie den Umsatz um 10 Prozent gegenüber der Saison 2011/12 steigern. Jakob Looser, Verwaltungsratspräsident des Skilifts Oberhelfenschwil sagt: «Während der besten Zeit, von Weihnachten bis zu den Sportferien, lag leider kein Schnee.» Trotzdem war der Lift überdurchschnittlich oft in Betrieb. «Wenn es immer so wäre, kämen wir gut über die Runden.»

Zauberteppich war ein Erfolg

Ganz anders sieht es Stefan Würms, Verwaltungsratspräsident des Hemberger Skilift. Dieser Winter sollte für sie eine Übergangssaison sein. Denn der Hauptlift wurde nicht in Betrieb genommen. Sie entschlossen sich daher ein Förderband – einen Zauberteppich – zu installieren. «Dieser Entscheid war richtig. Der Umsatz war höher als noch mit dem Hauptlift.» Was geändert habe, sei die Kundschaft, sagt Stefan Würms. «Wir hatten sogar Besucher aus dem Raum Winterthur, vor allem Familien mit Kleinkindern.» Für sie sei klar, dass dieser Versuch mit dem Zauberteppich ein Erfolg war. Dies sei Grund genug, das auf Probe aufgestellte Förderband zu kaufen.

Nicht ganz so euphorisch äussert sich Hans Brunner, Besitzer des Hörnli-Skilifts im Bächli. «Wir hatten 25 Betriebstage und die Zahl der Besucher hat sich in Grenzen gehalten. Aber ich werde auch nächsten Winter wieder für meine Besucher da sein. Denn es macht noch immer Spass.»

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