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Schwellbrunn braucht eine eierlegende Wollmilchsau

Am 20. Oktober befinden die Stimmbürger über die Erweiterung der Mehrzweckanlage Sommertal. Das Projekt muss die verschiedensten Bedürfnisse berücksichtigen.
Karin Erni
Das Projekt des St.Galler Architekturbüros Kimlim soll sich dank viel Holz gut in die Landschaft einfügen. Bild: PD

Das Projekt des St.Galler Architekturbüros Kimlim soll sich dank viel Holz gut in die Landschaft einfügen. Bild: PD

Schwellbrunns Gemeindepräsident Ueli Frischknecht konnte am Dienstagabend rund 50 Personen zur Informationsversammlung über den Umbau der Mehrzweckanlage (MZA) begrüssen. Das meistgenutzte öffentliche Gebäude der Gemeinde sei 37 Jahre alt und weise klare Anzeichen für einen Erneuerungsbedarf auf, so Frischknecht. «Der Handlungsspielraum ist aber durch die finanziellen Möglichkeiten beschränkt. Das ausgearbeitete Vorprojekt, bei dem alle Nutzergruppen mitgewirkt haben, ist ausgewogen. Ich habe Freude daran.»

Gemeinderat Markus Schmidli ist Präsident der Baukommission für die MZA. Er machte einen kurzen Rückblick auf die zehnjährige Vorgeschichte. Ein wichtiger Punkt sei dabei die dieses Jahr erfolgte Erhöhung des Kostendachs von 5,4 auf 6,2 Millionen. Diese ermögliche es, das Optimum aus der Anlage herauszuholen und einen hohen Mehrwert für die Nutzer zu erzielen. Weil es sich aber derzeit nur um ein Vorprojekt handle, liege die Kostengenauigkeit bei plus/minus 15 Prozent. Aus dem Publikum wurde die Frage gestellt, was passiere, wenn das Kostendach nicht eingehalten werden könne. Dieses sei absolut, versicherte Schmidli. «Wenn der Umbau zu teuer zu werden droht, werden wir weniger wichtige Bauteile weglassen oder Einsparungen bei der Materialisierung machen.»

Drei Anbauten erhöhen den Nutzwert

Das Projekt lässt den bestehenden Baukörper, der gemäss Markus Schmidli in seiner Grundstruktur noch in gutem Zustand ist, stehen und stellt ihm drei Anbauten zur Seite. Im Westflügel kommen neben dem Eingang die neuen Sanitärbereiche und Garderoben zu liegen. Der Ostflügel erhält einen 10 mal 18 Meter grossen Mehrzweckraum, der mit einer Höhe von 7,2 Metern auch für das Barrenturnen genutzt werden kann. Der neue Südflügel mit Glasfront kann für Anlässe aller Art genutzt werden. Die Küche bleibt am jetzigen Platz. Sie erhält einen grösseren Kühlraum und wird mit neuen Geräten ausgestattet. Durch die zentrale Lage kann sie künftig sowohl von der Turnhalle aus als auch vom Foyer her genutzt werden. Die Turnhalle kann nun wegen der vielen Fluchtmöglichkeiten von 600 Personen genutzt werden.

Eine wichtige Anforderung, die Trennung von ziviler und militärischer Nutzung, könne mit dem Umbau verwirklicht werden, sagt Schmidli. «Das Militär betritt die Räumlichkeiten im Erdgeschoss von Osten her und die übrigen Nutzer von Westen. Auch im Untergeschoss sind die Bereiche nun klar getrennt. Der Aussengeräteraum und die Hauswartungsräume befinden sich ausserhalb des vom Militär genutzten Bereichs. Dieser erfährt lediglich eine «Pinselrenovation».

Als frühestmöglicher Baubeginn wird der September 2020 angegeben. Gerechnet wird mit einer voraussichtlich elfmonatigen Bauzeit. Es steht kein Provisorium zur Verfügung. Das Einweihungsfest ist für den Herbst 2021 geplant.

Finanzlage der Gemeinde entwickelt sich positiv

Die Kosten werden gemäss Ueli Frischknecht in zwei Tranchen über die Investitionsrechnung abgerechnet. 2 Millionen im Jahr 2020 und 4,2 Millionen im Jahr 2021. Die Abschreibungen erfolgen im Rahmen der Vorgaben des Finanzhaushaltsgesetzes linear über 30 Jahre. Das ergibt ab dem Jahr 2022 eine jährliche finanzielle Belastung der Erfolgsrechnung von 207000 Franken. Dies führe zu einem Nettoverschuldungsquotienten von rund 180 Prozent. Per Ende 2018 lag er bei 20 Prozent. Die Nettoschuld pro Einwohner beträgt 539 Franken. Der Steuerfuss soll bei 4,2 Einheiten bleiben.

Die Kosten für den Bau beinhalteten noch kein Inventar, sagte Ueli Frischknecht. «Wir rechnen, dass wir rund eine halbe Million Franken von Sponsoren hereinholen können.»

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