Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Eine Familientradition geht zu Ende

Während dreier Generationen hat Familie Sutter für den Betrieb des Elektrizitätswerks Urnäsch gesorgt. An der Generalversammlung wurde Betriebsleiter Gottfried Sutter-Ramsauer als letzter Vertreter der Dynastie verabschiedet. Ein Nachfolger ist bereits gefunden.
Wechsel in der Leitung: VR-Präsident Dölf Biasotto, flankiert von Gottfried und Rosmarie Sutter-Ramsauer und Susanne und René Brandenberger. (Bild: pd)

Wechsel in der Leitung: VR-Präsident Dölf Biasotto, flankiert von Gottfried und Rosmarie Sutter-Ramsauer und Susanne und René Brandenberger. (Bild: pd)

URNÄSCH. Zur Generalversammlung der Elektrizitätswerk Urnäsch AG (EWU) konnte Verwaltungsratspräsident Dölf Biasotto im Urnäscher «Kreuz» 87 Aktionäre begrüssen. Der Jahresbericht des Präsidenten und die Jahresrechnung 2015 wurden ohne Diskussion genehmigt. Diese schliesst mit einem Gewinn von 17 200 Franken ab. Der beantragten Ausschüttung einer Dividende von 25 Franken pro Aktie wurde zugestimmt. Die Wiederwahl von Verwaltungsratspräsident Dölf Biasotto war unbestritten.

Ehepaar Sutter verabschiedet

Für einmal standen in Dölf Biasottos Erläuterungen zum Jahresbericht nicht Überlegungen zur Energiesituation im Vordergrund, sondern mit Gottfried Sutter-Ramsauer jener Mann, der seit 1985 den Betrieb des Elektrizitätswerks Urnäsch geleitet hat; ihm stand Ehefrau Martha Sutter-Ramsauer während all der Jahre administrativ zur Seite. Mit der Pensionierung von Gottfried Sutter geht im EWU die Ära der Sutters zu Ende. Sein Grossvater Gottlieb Sutter arbeitete von 1926 bis 1955 für das EWU; dessen Sohn beziehungsweise der Vater des jetzt Abtretenden, Gottfried Sutter-Brändli, trat 1942 in den Dienst des EW Urnäsch. Gottfried Sutter-Ramsauer fing 1985 beim EW Urnäsch an und übernahm im Jahre 1992 die Betriebsleitung von seinem Vater, welche er bis Ende Januar dieses Jahres inne hatte.

Biasotto ging in der Verabschiedung von Gottfried und Martha Sutter-Ramsauer auf deren Verdienste ein und lobte die drei Sutters für ihre Hingabe und Passion, mit der sie dem EW gedient hätten. Der Verwaltungsratspräsident überreichte als Dank für ihre Treue und Zuverlässigkeit einen Reisegutschein samt Blumen.

Höherer Energieverbrauch

Im Geschäftsjahr 2015 wurden 11,8 Millionen Kilowattstunden (kWh) elektrische Energie verkauft. Der Stromverbrauch war damit um 0,24 Prozent höher als im Vorjahr. Bei den Industriekunden lag der Energiebezug in Kilowattstunden 7,7 Prozent tiefer als im Vorjahr, beim Gewerbe jedoch um 1,15 Prozent höher. Bei den Haushaltungen, in Urnäsch die grössten Stromkonsumenten, stieg der Verbrauch um 2,2 Prozent an, in der Landwirtschaft erhöhte sich der Energieverbrauch um 1,8 Prozent. Gegen 36,4 Prozent oder 4,5 Millionen kWh der verkauften elektrischen Energie wurden letztes Jahr von den fünf Kleinwasserkraftwerken Rossfall, Zürchersmühle, Saien, Kronbachmühle und Widen sowie von Photovoltaikanlagen produziert. Den Rest bezog das EW wie in den Vorjahren von der Energieplattform AG. Der Anteil an einheimischem Strom wird vor allem durch die Wasserführung der Urnäsch beeinflusst.

Mehrertrag aus Stromverkauf

Weil das EWU leicht mehr elektrische Energie verkauft hat und der Strompreis durchschnittlich um 4,1 Prozent über jenem des Vorjahres lag, erhöhte sich der Ertrag aus dem Stromverbrauch um 4,1 Prozent auf 2,1 Millionen Franken. Unter den 1304 Stromkunden waren die privaten Haushalte (804 000 Franken) sowie Industrie/Gewerbe (823 000 Franken) die gewichtigsten Bezüger. Bei den Ausgaben bilden die 1,2 Millionen Franken für den Strombezug den grössten Brocken. Der Personal-, Verwaltungs- und Betriebsaufwand belief sich auf 305 000 Franken. Ein weiterer Ausgabenposten waren die Kosten für den Unterhalt und den Ausbau von Anlagen und Netz mit rund 509 000 Franken. Darunter fallen der Abbruch der Freileitung und Verkabelung bei der Feldstrasse sowie die Unterhaltsarbeiten im Mittel- und Niederspannungsnetz. Im Sinne einer höheren Versorgungssicherheit wurden auch Verkabelungen im Versorgungsnetz von Urnäsch vorgenommen.

Noch kein Ende gefunden hat im Berichtsjahr 2015 die Geschichte um das Baubewilligungsverfahren für eine neue Mittelspannungsleitung von Ebni Schönau auf den Schwarzenberg und den dadurch bedingten Bau einer Trafostation. Nach wie vor ist die Baubewilligung ausstehend. An der Generalversammlung gab sich Dölf Biasotto jedoch zuversichtlich, «dass bis Oktober 2016 die Baubewilligung vorliegt». (pd)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.