Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Eine Familie spielt Badminton

BADMINTON. Die Heinigers stehen für über 40 Jahre Badminton-Passion. Roland Heiniger, Vater Claude und seine Söhne Thomas und Christoph Heiniger beweg(t)en sich an der Spitze der nationalen Szene.
Nicolai Kozakiewicz
Die Familienangelegenheit: (v. l. n. r.): Roland Heiniger, Vater Claude und seine Söhne Thomas und Christoph Heiniger. (Bild: nko)

Die Familienangelegenheit: (v. l. n. r.): Roland Heiniger, Vater Claude und seine Söhne Thomas und Christoph Heiniger. (Bild: nko)

Die Badmintonvereinigung St. Gallen-Appenzell spielt in einer Woche gegen den Lokalrivalen BC Uzwil das erste Mal in der Vereinsgeschichte um den Einzug ins Playoff-Final. Leistungsträger der Mannschaft sind unter anderem die beiden Brüder Christoph und Thomas Heiniger. Dabei erinnert man sich an die Ära von ihrem Vater Claude und dessen Bruder Roland Heiniger, welche mit dem BC St.

Gallen vor 35 Jahren den ersten von insgesamt acht aufeinanderfolgenden Mannschafts-Schweizer-MeisterTiteln geholt hatten. Die Appenzeller Zeitung hat mit den vier Heinigers über ihre Passion für Badminton und die Veränderungen in dieser Sportart gesprochen.

Erster Titel

Im Frühling 1975, rechtzeitig zum 20-Jahr-Jubiläum, erspielte sich die junge Mannschaft des BC St. Gallen ihren ersten Schweizer-Meister-Titel.

Zu einer Zeit, als die Entscheidungsspiele der Interclub-Meisterschaft noch im Sportformat des Schweizer Fernsehens Platz fanden, gewannen Claudia Coray (-von Büren), Annette Schoch, Daniela Heiniger (-Schenk), Corinne Sturzenegger (-Caretti), Arnold von Büren, Kurt Schoch, Andreas Schenk sowie Roland und Claude Heiniger acht Schweizer-Meister-Titel in Folge und verewigten sich in der Hall of Fame des Schweizer Badmintons – sofern es so etwas denn gäbe.

35 Jahre später könnte nun der nächsten Generation Heiniger das gelingen, was ihr Vater und Onkel damals erreicht haben.

Fussball war zu schmutzig

Der Badmintontrainingsbesuch an der Seite seines Vaters und die mahnenden Worte ob der ewig schmutzigen Kleider nach seinen Spielen mit den Junioren des FC St. Gallen, bewegten letztlich den damals 15jährigen Roland Heiniger, seinen sportlichen Ehrgeiz umzulenken. Kurze Zeit später folgte ihm sein 11jähriger Bruder Claude mit Racket und Zahnspange.

Schon früh machten die talentierten Heiniger mit Junioren-Meistertitel auf sich aufmerksam. Diesen liessen sie, insbesondere gemeinsam im Doppel, etliche Elite-Titel folgen.

Die Heiniger-Brüder gehörten damals, wie die junge Generation heute, zum «Who is Who» des Schweizer Badmintons. Und auch wenn sich mittlerweile die Anforderungen an Spitzenspieler gesteigert haben, war es damals doch genauso schön wie heute, der Beste zu sein, meint Roland Heiniger.

Vorbilder sucht man hier

Sie trainierten früher lediglich dreimal pro Woche, was damals jedoch ausreichte, um von seinen Freunden als «angefressen» und «verrückt» bezeichnet zu werden. Man habe sich im BC St. Gallen als Clique gegenseitig zu Höchstleistung angetrieben, beschreibt Claude Heiniger die einfache Trainingssituation von damals.

Auch die Vorbilder wählte man aus dem eigenen Verein. Selbstredend hat man gleichzeitig als Vorstandsmitglied, Trainer oder Spielleiter das Clubgeschehen mitgestaltet. Man hatte noch keine Kaderzusammenzüge oder regionale Stützpunkttrainings. Heute eiferten bereits die Jüngsten internationalen Spitzenspielern nach. Und wer auf einem Niveau wie Christoph und Thomas spielt, der setzt sich längst internationale Ziele.

Ziele, die aufgrund von technologischen Innovationen und der steigenden Athletik bei der immer schneller und damit härter werdenden Sportart, nur mit vielen Entbehrungen zu erreichen sind.

Hinterfragter Aufwand

Mittlerweile konnten die jungen Heinigers sogar selbst an hochkarätigen internationalen Turnieren teilnehmen.

Das sei schon was Besonderes, wenn man sich in der gleichen Halle wie die 20 besten Spieler der Welt befände, schwärmt Christoph Heiniger. Diese Möglichkeiten und das Bewusstsein, zu den besten Spielern des Landes in diesem Breitensport zu gehören, tragen viel zur Bereitschaft bei, diesen enormen Trainingsaufwand zu betreiben.

Ein von beiden bewusst gefällter Entscheid, der reiflich überdacht werden musste – und bei zeitweisen Tiefs auch immer wieder hinterfragt wird.

Thomas Heiniger beschreibt seine Motivation in wenigen Worten: «Es ist dieses letztlich banale leidenschaftliche Verlangen, mit ausgereifter Technik und dem Auge für die Feinheiten, auf einem hohen Niveau Badminton zu spielen.

» «Und», ergänzt sein Bruder Christoph, «es könne ja nicht sein, dass die Alten etwas erreicht haben, das wir nicht auch erreichen können!» und schielt zwinkernd auf die anstehende Playoff-Phase mit der Badmintonvereinigung St. Gallen-Appenzell.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.