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Neu-Ständerat Daniel Fässler gewährt am Mühlentag Einblick in die Geschichte der Hofersäge

Das Wasser der Sitter wird seit jeher genutzt, um Wasserräder anzutreiben. Ein solches steht noch heute in Appenzell und dient mittlerweile als Stromlieferant. Betreiber Daniel Fässler öffnet am nationalen Mühlentag die Türen zu seiner Wasserkraftanlage.
Alessia Pagani
Wasserkraftwerk-Betreiber Daniel Fässler vor dem riesigen Zahnrad, das vom Wasserrad angetrieben wird. (Bild: Alessia Pagani)

Wasserkraftwerk-Betreiber Daniel Fässler vor dem riesigen Zahnrad, das vom Wasserrad angetrieben wird. (Bild: Alessia Pagani)

Mitten im Dorf Appenzell, einen Steinwurf von der «Metzgibrogg» und der Kirche St. Mauritius entfernt und etwas versteckt, dreht sich gemächlich ein Wasserrad. Was heute zur Stromproduktion dient, war einst Antrieb für den dort beheimateten Schreinereibetrieb. Am 19. Schweizer Mühlentag vom Samstag bot Betreiber und Neo-Ständerat Daniel Fässler Einblick in die jahrhundertealte Geschichte der Wasserkraftanlage Hofersäge. Schweizweit haben insgesamt 109 Mühlenbetreiber ihre Türen geöffnet und den interessierten Besucherinnen und Besuchern allerlei wissenswertes über die geschichtsträchtigen Anlagen gelehrt.

Erstmals urkundliche Erwähnung fand die Hofersäge im Jahr 1515. Bis ins Jahr 1973 befand sich in der Hofersäge noch eine Schreinerei, welche danach nach Gonten übersiedelte. Das Wasserrad mit den 56 Schaufeln übertrug die Kraft auf ein Zahnrad aus Holz und via Lederriemen wurden mit der Energie die Sägen angetrieben. Nachdem die Hofersäge mehrere Jahre unbenutzt gewesen war, übernahm Fässler die ehemalige Schreinerei im Jahr 1994. Seit 2001 dient das Wasserrad aus Holz und Stahl der Erzeugung von elektrischem Strom. Mit seinen rund 5,5 Metern Durchmesser und mit Schaufelbreiten von 1,7 Meter vermag es rund 800 Liter Wasser pro Sekunde zu befördern. Wie Daniel Fässler auf den gut besuchten Rundgängen sagte, eine für Schweizer Verhältnisse grosse Wassermenge. Das Wasserrad der Hofersäge dreht sich mit zwölf Umdrehungen pro Minute. In einem Jahr können bis 50 000 Kilowattstunden Strom erzeugt werden, welche ins Netz eingespeist werden.

Die Hofersäge gehörte ursprünglich zur Dorfmühle, der wohl ältesten Mühle in Appenzell, die 1878 abgebrochen wurde. Das Wasser wird seit jeher ob dem «Wuhr» gefasst und in einem Kanal zur Hofersäge geführt. Im Areal Glätzle (so der frühere Name), gab es noch weitere Betriebe, die aber längst schon geschlossen sind: die Dorfmühle (bis 1878), das Waschhaus (1905) und das Schlachthaus (1907). Dieses hat denn auch der nahe gelegenen Brücke den Namen gegeben.

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