Einblick in den Sonnenhof

Am Samstag hat das Kinder- und Jugendpsychiatrische Zentrum Sonnenhof zu seinem Tag der offenen Tür eingeladen. Dabei gab es die Möglichkeit, das Zentrum zu besichtigen.

Franziska Huber
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Qual der Wahl: Die Besucherinnen und Besucher staunten über die grosse Auswahl an Geschicklichkeits- und Glücksspielen aus Holz. (Bild: Franziska Huber)

Qual der Wahl: Die Besucherinnen und Besucher staunten über die grosse Auswahl an Geschicklichkeits- und Glücksspielen aus Holz. (Bild: Franziska Huber)

Ganterschwil. Seit mehr als fünfzehn Jahren steht es in der Tradition des Sonnenhofs Ganterschwil, am letzten Samstag im Monat November Interessierten Einblick in ihren Betrieb zu gewähren. Neben dem Basar standen auch drei informative Führungen durch die Klinik auf dem Programm.

Vielfältige Ausstellungsstücke

Wer auf der Suche nach weihnachtlichen Präsenten und Mitbringsel war, befand sich am Basar des Sonnenhofs am richtigen Ort.

Eine grosse Vielfalt an kreativen Geschenks- und Gebrauchsgegenständen wurde den Besucherinnen und Besuchern angeboten. Das Angebot reichte von bunten Seifen, gegossenen Kerzen, selbstgefertigten Schmuckstücken bis hin zu Adventskalendern oder selbstgebackenen Köstlichkeiten. Den Höhepunkt bildeten die Geschicklichkeits- und Glücksspiele aus Holz. Diese Artikel haben die Jugendlichen während ihres Aufenthaltes im Kinder- und Jugendpsychiatrischen Zentrum angefertigt.

Aus diesem Grund kommt auch der Erlös der Verkäufe den Kindern zugute und fliesst in ihre gemeinsamen Anlässe und Aktivitäten ein.

Auch die Kleinsten kamen nicht zu kurz. Denn sie konnten beim Kerzenziehen ihre künstlerische Ader entfalten. Ferner konnten die Gäste ihr Glück am Glücksrad oder bei der Mohrenkopfschleuder versuchen. Und wer der winterlichen Kälte entfliehen wollte, wurde am Marroni- und Glühmoststand oder in der Kaffeestube bestens bedient.

Aufschlussreicher Einblick

In den Rundgängen wurde Einblick in die Abteilungen gewährt und Fragen geklärt. Klinikleiter und Chefarzt Robert Fisch führte die Gäste in die Geschichte der Klinik ein: «Das ehemalige Kinderheim wurde im Jahre 1997 in eine Klinik umfunktioniert, welche eine interne Tagesschule besitzt. Jährlich werden rund 150 Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 18 Jahren im Sonnenhof betreut. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt drei Monate.

» Neben individuellem Schulunterricht besuchen die Kinder und Jugendlichen auch Gesprächs-, Spiel-, Musik- oder Kunsttherapien. Dies trägt zu einem strukturierten Tagesablauf bei. Anschliessend führte Stationsleiterin Sara Bühlmann die Besuchergruppe durch die Akutstation und Oberarzt Stephan Schwarzmaier erläuterte die ärztliche und medizinische Seite der Station Sonnenhof.

Nach der Besichtigung des eindrücklichen Neubaus ging die Gruppe der Herstellung der Ausstellungsstücke auf den Grund. Dabei erklärte Werkstattleiter Peter Rüegg, weshalb der Werkunterricht bei den Jugendlichen auf ein enormes Interesse stösst. Primarlehrerin Astrid Häne gab Einblick in das Kunst- und Werkatelier, welche zu therapeutischen Zwecken genutzt werden. Als Abschluss der Führung durfte die Besuchergruppe auch die Schulstube in Augenschein nehmen.

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